Wissenschaftsrat: Grünes Licht für Forschungsgebäude

11.04.2014

Wissenschaftsrat: Grünes Licht für Forschungsgebäude

Zentrum für IT-Sicherheit am Kantplatz – Baubeginn 2015

Der Wissenschaftsrat hat den Förderantrag für den Neubau eines Zentrums für IT-Sicherheit an der TU Darmstadt befürwortet. Demnach stellen der Bund und das Land Hessen rund 10,5 Millionen Euro für den Bau und die Erstausstattung des vier-geschossigen Forschungsgebäudes mit 1.840 Quadratmeter Nutzfläche bereit.

Blick auf den Kantplatz. Bild: Paul Glogowski
Blick auf den Kantplatz: Ein Realisierungswettbewerb entscheidet, wie der Neubau aussehen wird. Bild: Paul Glogowski.

Mit dem Zentrum möchte die Universität ihre internationale Reputation als wissenschaftliches Kompetenzzentrum für exzellente interdisziplinäre Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Entwicklung in Fragen der IT-Sicherheit weiter stärken. Der Fokus der wissenschaftlichen Teams richtet sich darauf, IT-Sicherheit in die künftige digitale Welt einzubetten – unter gesellschaftlich akzeptierten, ökonomisch vernünftigen und kommunikationstechnisch leicht nutzbaren Bedingungen.

Als Standort für den geplanten Neubau des Forschungsgebäudes mit Büros, IT-Laboren, Seminarräumen und Bibliothek ist ein zentrales Grundstück am Kantplatz auf dem Innenstadt-Campus der TU Darmstadt vorgesehen: Er liegt in unmittelbarer Nähe etwa zu den Fachbereichen Informatik, Physik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik. „Der Bau des Forschungszentrums für IT-Sicherheit am exponierten Kantplatz ist nach dem Bau der Universitäts- und Landesbibliothek und dem Hörsaal- und Medienzentrum Lichtwiese eines der wichtigsten Bauvorhaben der Universität“, betonte TU-Kanzler Manfred Efinger, „Die Wissenschaftler werden hier optimale Arbeitsbedingungen haben.“

Wettbewerbsverfahren

Aufgrund der besonderen exponierten Lage des geplanten Neubaus im Randbereich zwischen Universitätsgelände und dem gewachsenen Wohnquartier Martinsviertel findet in enger Abstimmung mit der Stadt Darmstadt zur Zeit ein Realisierungswettbewerb statt. Dazu wurden vorab städtebauliche und verkehrliche Bedingungen festgelegt, sowie die Belange des Denkmalschutzes und der Grün- und Freiflächenplanung berücksichtigt. Das Verfahren ist mit der Architektenkammer Hessen abgestimmt, die Ergebnisse werden Anfang Juli vorliegen.

Die Neuplanung soll den öffentlichen Bereich Kantplatz aufwerten. Dort hat die TU Darmstadt in den zurückliegenden Monaten bereits städtebauliche Akzente gesetzt – mit der Renovierung der Hochschulstraße und dem Umbau des historischen Maschinenhauses zu einem modernen Hörsaal- und Seminargebäude.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) wird am 27. Juni auf der Grundlage der Empfehlungen des Wissenschaftsrats endgültig über die Aufnahme von Forschungsbauten in die Förderung entscheiden.

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