Preise und Auszeichnungen

30.06.2014

Preise und Auszeichnungen

Wissenschaftler und Studierende der TU Darmstadt erbringen regelmäßig herausragende Leistungen in Forschung und Lehre. Eine Übersicht der jüngsten Preise:

Die Chemikerin Christin Hamm wurde für ihre Masterarbeit „Synthese von (La,Ce)2O3 und (La,Ce)O2, als mögliche Ausgangsstoffe von (La,Ce)2CuO4“ mit den Alarich-Weiss-Preis ausgezeichnet.

Hamm vom Arbeitskreis Prof. Dr. Barbara Albert, Anorganische Festkörperchemie, gelang es, das in der Literatur als schwierig zu synthetisieren und zu handhaben beschriebene Cer(III)oxid, Ce2O3, über einen neuen Syntheseweg in Form eines reinen, leuchtend gelben Pulvers herzustellen. Hierzu wurde CeO2 mit elementarem Cer-Metall bei einer Temperatur von 1500°C reduziert. Dadurch konnte auch das System Ce2O3-La2O3 erstmals untersucht werden.

Christin Hamm zeigte in ihrer Masterarbeit, dass es zu einer vollständigen Mischkristallbildung zwischen den beiden Oxiden kommt. Solche Substanzen sind sehr interessant für die Anwendung zur Synthese dotierter Supraleiter, Leuchtstoffe oder auch als Katalysatoren. Die Ergebnisse der Masterarbeit sind bereits zur Publikation in einer wissenschaftlichen Zeitschrift angenommen.

Alarich Weiss (gest. 1995) war von 1970 bis 1993 Professor für Physikalische Chemie an der damaligen Technischen Hochschule Darmstadt. Der Alarich-Weiss-Preis wurde von seinen Schülern anlässlich seines 70. Geburtstags für hervorragende Arbeiten in der Physikalischen Chemie an der TU Darmstadt gestiftet. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.


Marvin Weiberg ist der diesjährige Preisträger des Preises für besondere Leistungen während der Ausbildung 2014. Er absolviert seine Ausbildung zum Mechatroniker in der Zentralen Lehrlingswerkstatt im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Mit dem Preis für besondere Leistungen während der Ausbildung im Jahr 2014 ehrt die TU Darmstadt seine außergewöhnlichen Leistungen und sein Engagement.

Der Preis wird jährlich vom Präsidium der TU Darmstadt für besondere Leistungen während der Ausbildung verliehen. Mit dem Preis soll die Bedeutung der Ausbildung an der TU Darmstadt unterstrichen und ein Anreiz geschaffen werden, im Rahmen der Ausbildung Eigeninitiative und besonderes Engagement zu zeigen. Das Preisgeld von 3.000 Euro erhält zur Hälfte der Auszubildende sowie der Ausbildungsbereich.


Für seine herausragende Forschungsarbeit am Fachgebiet Hochspannungstechnik von Professor Hinrichsen wurde Michael Tenzer mit dem John Neal Award ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten Preises fand am 23. Juni in Berlin statt

Eine der großen Herausforderungen der Energiewende ist es, die elektrische Energie vom Ort ihrer Gewinnung zu den Verbrauchern zu transportieren – und das über viele hundert Kilometer von den Nord- und Ostsee-Offshore-Windenergieanlagen zu den Verbrauchszentren in West- und Süddeutschland.

Eine favorisierte Option dafür ist die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ), und diese vorzugsweise nicht über Freileitungen, sondern erdverlegt über Kabel oder sogenannte gasisolierte Leitungen. Für letztere werden neue Materialien insbesondere auf dem Gebiet der Isolatoren benötigt. Denn: Die bisher verwendeten herkömmlichen Wechselspannungsisolatoren sind für die Anforderungen bei Gleichspannung nicht ausgelegt. Eine verminderte Übertragungssicherheit wäre die Folge.

In seiner Arbeit „New types of functionally filled polymeric insulating materials for HVDC insulators in gas-insulated systems – Simulation results and experimental investigations of the short and long term behavior“ forschte Michael Tenzer an einer neuen Generation von Isolatoren, die genau diesem Problem begegnet. Ein Hauptaugenmerk legte er dabei auf deren Langlebigkeit unter dem Einfluss von verschiedenen Betriebsbedingungen wie Temperaturschwankungen oder Beanspruchung durch Überspannungen. Damit hat Tenzer, der seit 2009 in der Hochspannungstechnik promoviert, einen wichtigen Beitrag zu den für die Energiewende erforderlichen „Stromautobahnen“ geleistet.

Mit dem jährlich verliehen John Neal Award zeichnet die Vereinigung der European Electrical Insulation Manufacturers (EEIM) herausragende Arbeiten im Bereich elektrischer Isolationsmaterialien und -systeme aus. Kriterien für die Vergabe sind neben dem technischen Inhalt auch dessen praktische Anwendungsmöglichkeiten, Originalität und Darstellung. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

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