Untersuchung über die Revitalisierung einer Region

15.01.2015

Untersuchung über die Revitalisierung einer Region

Udo Gleim vom Fachbereich Architektur erhält den Kurt-Ruths-Preis 2015

Dipl.-Ing. Udo Gleim vom Fachbereich Architektur der TU Darmstadt wurde am 14. Januar mit dem Kurt-Ruths-Preis 2015 ausgezeichnet. Er erhält den Preis für seine Dissertation „Die Internationale Bauausstellung Emscher Park. Genese – Entwicklung – Ergebnisse“.

Dipl. Ing. Udo Gleim, Träger Kurt-Ruths-Preises 2015. Bild: Sandra Junker
Preisträger Dipl.-Ing. Udo Gleim. Bild: Sandra Junker

Seit über einem Jahrhundert sind die Internationalen Bauausstellungen (IBA), deren Folge mit der Eröffnung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe im Jahr 1901 in Darmstadt begann, zu einem innovativen Instrument der Stadt- und Regionalentwicklung geworden. 1999 ging die IBA Emscher Park im Ruhrgebiet zu Ende. Sie gilt weltweit als Vorbild für die nachhaltige Gestaltung des Strukturwandels in ehemaligen Industrieregionen.

Gleims Dissertation untersucht erstmals systematisch die Ideen- und Vorgeschichte dieser IBA, in deren Konzept viele Erfahrungen aus früheren Reformversuchen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in dieser Region eingeflossen sind. In profunder Analyse vielfältiger Quellen und Materialien gelingt es Gleim, die Entwicklungslinien der Bauausstellung über ein Jahrhundert anschaulich nachzuzeichnen und dabei sowohl die Voraussetzungen als auch die Konsequenzen ihrer international beachteten Strategie zur Revitalisierung alter Industrieregionen sichtbar zu machen.

Udo Gleim, 1974 in Rotenburg an der Fulda geboren, studierte von 1994 bis 2004 an der TU Darmstadt Architektur. Nach freiberuflicher Tätigkeit für verschiedene Architektur- und Stadtplanungsbüros arbeitete er von November 2006 bis Oktober 2012 an der TU Darmstadt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Geschichte und Theorie der Architektur von Professor Werner Durth. Seit Dezember 2013, nach Verteidigung seiner Dissertation, ist er dort als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter tätig.

Der Kurt-Ruths-Preis erinnert an die Verdienste von Dr. Kurt Ruths, den ehemaligen Sprecher der Geschäftsleitung der Braas-Gruppe. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird seit 1987 jährlich für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten aus den Fachbereichen Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften sowie Chemie an der TU Darmstadt vergeben.

Die Preisverleihung in Bildern

Von links nach rechts: Stifter Senator E.h. Dr. med. Harald Ruths, Laudator Prof. Dr. Werner Durth, Preisträger Dipl.-Ing. Udo Gleim, Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel und Stifterin Andrea Ruths-Tillian [Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten]
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Von links nach rechts: Stifter Senator E.h. Dr. med. Harald Ruths, Laudator Prof. Dr. Werner Durth, Preisträger Dipl.-Ing. Udo Gleim, Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel und Stifterin Andrea Ruths-Tillian [Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten]

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