Rückenwind für die Jungen

09.02.2015

Rückenwind für die Jungen

Erfahrene „Forschungsmentoren“ bieten dem wissenschaftlichen Nachwuchs Rat

Das Präsidium der TU Darmstadt hat ehrenamtliche „Forschungsmentoren“ eingesetzt und erprobt damit ein neues Förderinstrument: Präsident Professor Hans Jürgen Prömel hat vier langjährig erfahrene und in der Forschung herausragende Professoren zu besonderen Ratgebern für den wissenschaftlichen Nachwuchs ernannt.

Gruppenbild mit den vier Forschungsmentoren. Bild: Sandra Junker
Vizepräsident Jürgen Rödel, Prof. Paul G. Layer, Prof. Christof Dipper, Prof. Dietmar Gross, Prof. Dietmar K. Hennecke und Präsident Hans Jürgen Prömel (v. li. n. re.). Bild: Sandra Junker

Die im Ruhestand befindlichen Professoren Christof Dipper (Geschichte), Dietmar K. Hennecke (Maschinenbau), Dietmar Gross (Mechanik) und Paul G. Layer (Biologie) übernehmen damit erneut eine aktive Rolle im Auftrag der Universität.

„Das Präsidium der TU Darmstadt möchte Postdocs und junge Professorinnen und Professoren bei der Formulierung eigener Forschungsanträge gezielter unterstützen. Dafür haben wir nun ältere Kollegen gewonnen, die ihre reiche Erfahrung und ihr Wissen an den wissenschaftlichen Nachwuchs weitergeben“, sagte Präsident Prömel.

Er sprach von einem „Experiment“ und „Modell, das allen Seiten nutzen kann.“ Vizepräsident Professor Jürgen Rödel, der die Idee entwickelt und in das Präsidium getragen hatte, hob hervor, dass sich das ausgewählte Quartett auszeichne „durch Wissenschaftlichkeit und ihr feinfühliges Vermögen, beraten und sich breit eindenken zu können.“ Rödel weiter: „Sie gestalten jetzt eine Idee aus.“

Adressaten des Angebots könnten Nachwuchswissenschaftler oder neu Berufene sein, die beispielsweise ihren ersten Antrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder der Europäischen Union formulieren und eine zusätzliche Meinung einholen möchten.

„Es ist ein Angebot, eine Ergänzung“

Die „Forschungsmentoren“ erhielten aus der Hand von Präsident Prömel jeweils eine Urkunde. Ihr ehrenamtliches Engagement ist offiziell zunächst auf zweieinhalb Jahre ausgelegt. Die Ernennung erfolgt „in Würdigung der vielfältigen interdisziplinären wissenschaftlichen Tätigkeit, der großen Erfahrung bei der Antragstellung und der Gutachtertätigkeit, insbesondere in mehreren Verfahren der Deutschen Forschungsgemeinschaft, und der herausragenden internationalen persönlichen Anerkennung“ auf dem jeweils breiten Gebiet der Ingenieur-, Natur- beziehungsweise Gesellschaftswissenschaften.

Alle vier Forschungsmentoren, die administrativ eng mit dem Dezernat Forschung verbunden sein werden, betonten, dass sie sich nicht als Konkurrenz zu Kolleginnen und Kollegen sehen. „Wir werden mit Fingerspitzengefühl vorgehen, nicht vorpreschen und niemanden verprellen, denn es wichtig, dass diese Form der Unterstützung in der Universität gelebt wird.“ Oder auf den Punkt gebracht: „Es ist ein Angebot, eine Ergänzung.“

Kontakt zu den Forschungsmentoren

Dr. Lina Katharina Blusch
Forschungsförderung
Dezernat Forschung
Tel.: 06151-16-57491

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