Erfolg bei internationalem Wettbewerb

16.07.2015

Erfolg bei internationalem Wettbewerb

Studierende der TU Darmstadt erhalten „Design Excellence Award“

Studierende der TU Darmstadt haben bei einem Wettbewerb in Singapur zwei Preise erhalten. Die beiden Teams erarbeiteten im Rahmen des Projekts „Urban resilience“ am Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung Lösungsansätze, wie mit den Herausforderungen des Klimawandels umgegangen werden kann.

Junge Menschen stehen mit einem Award auf einer Treppe. Bild: Designing Resilience in Asia 2015
Das Gewinnerteam der TU Darmstadt. Bild: Simon Gehrmann

Seit einigen Jahren sind Planungen zu urbaner Resilienz – der Vorbeugung vor und dem Umgang mit Bedrohungen, zum Teil durch den Klimawandel – in einigen Städten rund um die Welt in vollem Gange. Häufig ist diese Aufgabe aufgrund der defizitären Infrastruktur und mangelnder Entwicklung betroffener Regionen nicht einfach zu lösen. Es bedarf individueller Planungsstrategien, die zum Beispiel hinsichtlich Kultur, Ökonomie, Ökologie stark auf den urbanen, lokalen Kontext reagieren und die Gegebenheiten vor Ort mit einbeziehen.

Innerhalb solcher Gebiete sind die Behörden und Bewohner daher den ständig wachsenden Gefahren von Dürren, Überschwemmungen, Luftverschmutzungen, Entwaldung und steigenden Meeresspiegeln ausgesetzt. Im Süden Asiens, welches in weiten Teilen, insbesondere in Südchina, von urbanen Megazentren aber auch sehr ländlichen, eigentlich unterentwickelten Küstenstädten geprägt ist, spielt Resilienz daher eine besondere Rolle.

Aufruf zu sozialem Engagement

Um auf innovative Konzepte zur Reaktion auf Katastrophenszenarien aufmerksam zu machen und zu sozialem Engagement aufzurufen, wurden Studierende der Architektur, des Städtebaus und Bauingenieurwesens zum internationalen Design-Wettbewerb und Symposium „Designing Resilience in Asia 2015“ eingeladen. Die Veranstaltung fand vom 29. bis 30. Juni in der School of Design and Environment der National University Singapur statt. Auch zwei Studierendengruppen der TU Darmstadt, geleitet von Prof. Dr. Annette Rudolph-Cleff und ihrem Team vom Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung des Fachbereichs Architektur, nahmen an dem Wettbewerb teil. Im Mittelpunkt der Aufgabe stand die theoretische Auseinandersetzung mit Taifunen und Überschwemmungen, die für sensible Stadtstrukturen im asiatischen Raum ein Problem darstellen.

Junge Menschen mit einer Urkunde stehen auf einer Treppe. Bild: Designing Resilience in Asia 2015
Freude über eine lobende Erwähnung. Bild: Simon Gehrmann

Auszeichnung und lobende Erwähnung

Den „Overall Design Excellence Prize“ konnten Sandro Bellini, Hannah Freund, Nadine Jezernik, Vera Kallenbach, Neele Leson, Beata Preiger, Jennifer Weil und Ann-Cathrin Winkelmann mit ihrem Design-Projekt „Start Small – Grow Strong“ gewinnen. Eine von zwei lobenden Erwähnungen ging an das Design-Projekt „Technature“ von Daniel Mario Appari, Dominika Czajkowska, Alexander Habermehl, Sandra Leipe, Sandra Michel, Sonja Müller, Alexandru Oprea, Shirin Safaei, Robert Maximilian Sand und Charlotte Schauer.

Die beiden ausgezeichneten Projekte waren das Ergebnis von Lehrveranstaltungen im Fachbereich Architektur, die Anfang 2015 im Wintersemester mit einem einwöchigen Workshop zu „Urban Resilience“ gestartet wurde. Die Entwicklung und Ausarbeitung der Entwürfe fand im darauffolgenden Sommersemester 2015 statt.

Die Jury setzte sich zusammen aus Prof. Dr. Marie Aquilino von der Ecole Spéciale de l’Architecture (ESA) in Paris, Prof. Dr. Rohit Jigyasu, Präsident von ICOMOS-India und ICOMOS International Scientific Committee on Risk Preparedness, Prof. Dr. Reena Tiwari von der Curtin University, Australien, und Prof. Dr. Esther Charlesworth von der RMIT University, Australien.

Internationales Teilnehmerfeld

Der Wettbewerb bestand aus der Präsentation von 16 Beiträgen der internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Université de Montréal in Kanada, South China University of Technology (SCUT), Bangladesh University of Engineering and Technology (BUET), National University of Singapore, Centre for Environmental Planning and Technology University (CEPT) in Indien, Technische Universität Darmstadt, National Cheng Kung University in Taiwan, RMIT University in Australien, Institut Teknologi Bandung (ITB) in Indonesien und der Louisiana State University in den USA.

Die Gewinner-Teams aus Darmstadt wurden von einer Expertengruppe des Fachgebiets Entwerfen und Stadtentwicklung, geleitet von Prof. Dr. Annette Rudolph-Cleff, unterstützt und begleitet: Dr.-Ing. Nebojša Čamprag, Dipl.-Ing. Britta Eiermann, Dipl.-Ing. Simon Gehrmann und M.Sc. Yang Li.

Zusätzlich dazu erhielten die beiden Teams Unterstützung von diversen Fachexperten, die die Entwürfe durch ihre Erfahrung bewerten und somit auch wertvolle Ratschläge geben konnten: Dan Lewis von „UN Habitat“ und Dr. Yunsheng Su von der Tongji-Universität Shanghai, sowie Dr. Susanne Bieker vom Institut IWAR der TU Darmstadt zum Thema Wasserinfrastrukturplanung. Unterstützung in theoretischen Aspekten übernahmen Dr. Gertrud Tauber und die Experten der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Gesa von Engelbrechten und Martin Dirr.

zur Liste