Nachhaltig und auch noch schnell

22.07.2015

Nachhaltig und auch noch schnell

Erfolg für Akaflieg Darmstadt beim Green Speed Cup 2015

Egal, ob benzingetrieben oder mit Elektromotor: Beim Green Speed Cup 2015 traten alle Arten von Flugzeugen gegeneinander an – mit dem Ziel, nicht nur möglichst schnell, sondern auch möglichst energiesparend zu fliegen. Mit dabei und äußerst erfolgreich war die Akademische Fliegergruppe Darmstadt e.V. (kurz: Akaflieg Darmstadt).

Flugzeug der Akaflieg Darmstadt beim Green Speed Cup. Bild: Benedict Krowarz
Bereit: Die D-39 der Akaflieg Darmstadt beim Green Speed Cup 2015. Bild: Benedict Krowarz

Die Startnummer 8 im Wettbewerb trug Holger Massow, langjähriges Mitglied der Akaflieg Darmstadt und Fluglehrer am Flugplatz Heppenheim. Er trat mit dem Motorsegler „D-39b“ an, den die Akaflieg Darmstadt bereits 1979 baute und seitdem instandhält.

Am ersten der drei Wettkampftage landete die D-39 auf einem knappen zweiten Platz. Für den zweiten Tag wurde die Flugtaktik angepasst, was gleich den ersten Tagessieg einbrachte. Am dritten Tag holte Massow mit einem Treibstoffverbrauch von gerade einmal 2,9l / 100km einen überragenden Tages- und Gesamtsieg.

Need for Green Speed

Der Green Speed Cup wurde Anfang Juli in Strausberg östlich von Berlin ausgetragen. Der Cup ist ein Überlandflug-Wettbewerb für alle Arten und Größen von Flugzeugen. Das Ziel ist es, trotz einer hohen Geschwindigkeit den Energieverbrauch an fossilen Brennstoffen auf einer vorgegeben Strecke möglichst gering zu halten. Als Bewertungsgrundlage wird das Verhältnis von Geschwindigkeit zu verbrauchter Energie verwendet.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Elektro-, Diesel- oder Benzinmotoren zum Einsatz kommen. Neben der Technik wird auch auf die Fähigkeiten des Piloten Wert gelegt, Winde und Thermiken für sich zu nutzen. Die TU Dresden veranstaltet den Wettbewerb seit 2011, Start- und Zielpunkt ist der Flugplatz Strausberg östlich von Berlin.

Zur Teilnahme am Green Speed Cup gibt es keinerlei Einschränkungen, antreten kann jeder Vereinflieger oder Privatpilot. In diesem Jahr gingen zwölf Piloten an den Start. Der bekannteste Teilnehmer dürfte Uli Schwenk sein, Mitglied der deutschen Segelflug-Nationalmannschaft und mehrmaliger deutscher Meister in verschiedenen Segelflugklassen.

Über Akaflieg: Forschen, Bauen, Fliegen

Die Akademische Fliegergruppe Darmstadt e.V. ist eine Gruppe von flugbegeisterten Studierenden, die Flugzeuge konstruieren, bauen und fliegen. Seit der Gründung des Vereins 1920 sind über vierzig Eigenkonstruktionen entstanden. Die neuesten Projekte sind der Schulungsdoppelsitzer D-43 und das Pilotenrettungssystem D-44 »Soteira«.

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