TU Darmstadt erfolgreich in der Gleichstellung

24.09.2015

TU Darmstadt erfolgreich in der Gleichstellung

Top-Bewertungen im Hochschulranking des Kompetenzzentrums CEWS

Die TU Darmstadt erreicht im neuen bundesweiten „Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2015“ des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) eine hervorragende Ranggruppe. Damit liegt die TU Darmstadt im Vergleich hessischer Universitäten ganz vorn. Im Vergleich mit den TU9-Universitäten ist nur die RWTH Aachen besser.

Forscherin im Labor am Stereo-Mikroskop. Bild: Katrin Binner
Die TU Darmstadt hat beim Gleichstellungsranking sehr gut abgeschnitten. Bild: Katrin Binner

Die umfassende Gleichstellungsstrategie der TU Darmstadt zahlt sich aus: In der nun vom CEWS vorgelegten neuen Erhebung wird die Universität deutlich besser bewertet als in der Vergangenheit; in den Bereichen Post-Docs und Professuren zählt sie jeweils zur Spitzengruppe. Damit schneidet die TU Darmstadt als beste Universität in Hessen ab. Im Vergleich des TU9-Verbundes führender Technischer Universitäten liegt nur die RWTH Aachen vor der TU Darmstadt. Die TU München ist in derselben Ranggruppe gelistet wie die TU Darmstadt.

Das Ranking stellt quantitative Gleichstellungserfolge von Hochschulen in einem bundesweiten Vergleich dar. CEWS ist Teil des Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften – GESIS. Maßgebend für das CEWS-Ranking sind feste Indikatoren; die Zahlen stammen aus dem Jahr 2013 und basieren auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach ergeben sich für die TU Darmstadt folgende Werte:

• Anteil der Frauen bei Studierenden: 28,5%

• Anteil der Frauen bei Promotionen: 23,6%

• Anteil der Frauen an Habilitationen: 17,2%

• Anteil der Frauen am wissenschaftlichen und künstlerischen Personal: 25,3%

• Anteil der Frauen an Juniorprofessuren: 47,6%

• Anteil der Frauen an Professuren: 14,1%

• Steigerung des Frauenanteils am wissenschaftlichen und künstlerischen Personal zwischen 2008 und 2013: von 25,1% auf 25,3%

• Steigerung des Frauenanteils an den Professuren zwischen 2008 und 2013: von 11,4% auf 14,1%

Verschiedene Indikatoren

Mit einer überarbeiteten Methodik berücksichtigt das aktuelle CEWS-Hochschulranking strukturelle Veränderungen beim Hochschulpersonal und bei der wissenschaftlichen Qualifikation für eine Professur genauso wie Weiterentwicklungen in der Gleichstellungspolitik. Der Studierendenindikator berücksichtigt nunmehr ausschließlich Studienfächer mit einer deutlichen Unterrepräsentanz von Frauen und fließt nicht mehr in das Gesamtranking ein, da nicht alle Hochschulen diese Fächer anbieten.

Das CEWS-Ranking berücksichtigt die unterschiedlichen Profile von Universitäten, zum Beispiel Technische Universitäten gegenüber jenen mit einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt. Die Indikatorenbildung erfolgt daher nach der Logik des Kaskadenmodells, nach dem als Bezugsgröße der Frauenanteil in der jeweils niedrigeren Qualifikationsstufe gewählt wird. Dies ist je nach Qualifikationsstufe und Hochschultyp der Frauenanteil an den Studierenden oder an den Promotionen.

Die Analyse zeigt, dass diejenigen Hochschulen im Ranking messbar bessere Ergebnisse erreichen, die über strategische Gleichstellungskonzepte verfügen, gleichstellungspolitische Instrumente anwenden und bei Programmen und Zertifizierungen erfolgreich sind. Dazu zählen etwa die forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das Professorinnen-Programm von Bund und Ländern, das Total E-Quality Prädikat sowie das „audit familiengerechte hochschule“, dem sich die TU Darmstadt in diesem Jahr zum vierten Mal erfolgreich gestellt hat.

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