Die Kunst des Spielens

07.03.2016

Die Kunst des Spielens

Die Hochschulsportgruppe Ars Ludendi und ihre Leidenschaft für Ultimate Frisbee

175 Gramm Plastik sirren durch die Luft. Zwei Mannschaften mit je sieben Spielern kämpfen an diesem Abend unter Flutlicht im Hochschulstadion um Punkte und um eine entscheidende runde Scheibe. Sie rennen, rufen sich Kommandos zu und suchen taktische Vorteile. Ultimate Frisbee heißt die schweißtreibende Sportart.

Ultimate Frisbee. Bild: Ars Ludenti Darmstadt
Frisbee gefangen – Spielerinnen und Spieler der Hochschulgruppe Ars Ludendi im Wettkampf. Bild. Ars Ludendi

Ultimate Frisbee hat seinen Ursprung in Kanada und den USA und hat in den letzten Jahren international immer mehr Anhänger gefunden. Die Zahl der Turniere weltweit ist rasant gestiegen. In Darmstadt ist Ultimate Frisbee seit 1990 keine reine Freizeitbeschäftigung mehr. Damals trafen sich Gleichgesinnte zum regelmäßigen Spiel, bald darauf gab man sich den Namen Ars Ludendi („Die Kunst des Spielens“). Längst ist daraus eine offizielle Hochschulgruppe entstanden, die bei Deutschen Hochschulmeisterschaften häufig vorne mitspielt.

Heute Abend ist leichtes Training angesagt. Das Spielfeld, ungefähr so lang und halb so breit wie ein Fußballfeld, kann je nach Mannschaftsgröße variabel abgesteckt werden. Über Erfolg und Sieg entscheidet das Fangen der Frisbeescheibe in der Endzone der gegnerischen Mannschaft. Kombinieren und „Pass-Spielen“ sind erforderlich – die Regeln verbieten das einfache Weglaufen mit der Kunststoffscheibe unter dem Arm. Sobald ein Team 9 Punkte erreicht hat, wird zur Halbzeitpause gepfiffen. Siegerin ist diejenige Mannschaft, die zuerst 17 Punkte auf dem Konto hat.

„Spirit of the Game“

Ultimate Frisbee. Bild: Ars Ludenti Darmstadt
Fair geht vor – Ultimate Frisbee fördert den Teamgeist und faires Spiel. Bild: Ars Ludendi Darmstadt

Trotz Gemeinsamkeiten mit mehreren Ballsportarten, zeichnet sich Ultimate Frisbee durch einen besonderen „Spirit of the Game“ aus. Im Mittelpunkt steht ein respektvoller und gerechter Umgang mit den Mitspielern. Fair geht vor. Ultimate Frisbee wird deutschlandweit ohne Schiedsrichter gespielt, das Prinzip der selbstverantwortlichen Spieler ist ein hohes Gut. Sportler gestehen Regelwidrigkeiten ein. Meistens. „Streitpunkte sind sehr selten bei Ultimate Frisbee.“, sagt Wolfgang Fiedler, seit Jahren aktiv bei Ars Ludendi.

Die Hochschulgruppe bietet im kommenden Sommersemester im Hochschulstadion verschiedene Trainingseinheiten an. „Das Anfänger-Training ist offen für alle, jeder kann kommen“, lautet Fiedlers Einladung an Studierende. Für Interessenten wird neben dem Anfänger-Training wöchentlich Wettkampftraining, Fortgeschrittenentraining und Beachtraining angeboten. „Viele Mitglieder haben bereits Erfahrungen mit anderen Sportarten gesammelt, bevor sie Ars Ludendi beigetreten sind“, erklärt Wolfgang Fiedler. Ist aber keine Vorbedingung, um mal reinschnuppern zu können.

Vielleicht hilft die eine oder der andere Neuling demnächst beim Erringen oder Verteidigen von Titeln: Bei Meisterschaften werden neben dem Titel für den Erstplatzierten auch „Spirit-Sieger“ für die Einhaltung von Spielregeln, angemessenes Verhalten und positive Grundeinstellung geehrt. Die Hochschulsportgruppe Ars Ludendi ist schon mehrfach mit diesen Ehren-Trophäen ausgezeichnet worden.

Teilnahme an Turnieren

Ars Ludendi fährt jedes Jahr auf viele Turniere im In- und Ausland, von Fun-Beach-Turnieren bis zu Hochschulmeisterschaften. Der Teamgeist wird durch mehr als nur Turniere gestärkt. Aktivitäten, wie Parties und Ausflüge kommen nicht zu kurz. Im August 2016 wird ein Ultimate Frisbee-Turnier in Darmstadt ausgerichtet, bei dem voraussichtlich mehr als 250 Leute anwesend sein werden.

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