Erfolg bei „Designing Resilience in Asia 2016“

06.07.2016

Erfolg bei „Designing Resilience in Asia 2016“

Studierende der Architektur gewinnen „Urban Design Excellence Award“

Studierende des Fachbereichs Architektur gehören wie schon 2015 zu den Gewinnern des von der National University of Singapore (NUS) organisierten Wettbewerbs „Designing Resilience in Asia“. Die Auszeichnung wurde am vergangenen Wochenende in Singapur verliehen.

Das Gewinnerteam des Wettbewerbs „Designing Resilience in Asia“. Bild: Simon Gehrmann
Das Gewinnerteam des Wettbewerbs „Designing Resilience in Asia“. Bild: Simon Gehrmann

Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines städtischen Systems auf Naturkatastrophen zu reagieren und deren Folgen zu meistern. Die diesjährige Wettbewerbsaufgabe nahm die Stadt Valenzuela City nördlich von Manila in den Fokus, die aufgrund des Klimawandels mehrmals im Jahr von Taifunen heimgesucht wird. Neben Sturm und Starkregen ist es vor allem ein fast permanentes Hochwasser, das das Leben in der Stadt beeinträchtigt. Die Studierenden waren aufgefordert innovative städtebauliche, architektonische und gebäudetechnologische Maßnahmen zu entwickeln, die den Bewohnerinnen und Bewohnern den Umgang mit dieser neuen klimatischen Herausforderung ermöglichen.

Von den zehn bei „Designing Resilience in Asia 2016“ teilnehmenden Universitäten aus Asien, Australien, den USA und Europa wurden insgesamt 19 Arbeiten eingereicht und am 29.06. in Singapur der Jury präsentiert. Der Fachbereich Architektur wurde durch zwei am Fachgebiet Stadtentwicklung entstandene Entwurfsprojekte vertreten. Den mit 4.000 SGD dotierten „Urban Design Excellence“-Award enthielt der Entwurf „S.A.F.E. Waterscape“ der Studierenden Lara Giacometti, Felix Graf, Fabian Gräfe, Tyagita Hedayat, Boshra Khoshnevis, Min Kim, Rui Song, Leonie Lube, Jonathan Mwanza, Nimade Wenes Widiyni und Khatun Zankt.

Über das Planungsgebiet hinaus

Wettbewerbs „Designing Resilience in Asia“. Bild: Simon Gehrmann
Vorsprechen vor der Jury. Bild: Simon Gehrmann

Neben dem eigentlichen Planungsgebiet in Valenzuela City betrachtete der Entwurf das gesamte Fluss- und Wassersystem Manilas, welches hauptverantwortlich für die Flut ist. Insbesondere während der Regenzeit führen die Flüsse Metro Manilas enorme Mengen Wasser, die aufgrund von starken Verschmutzungen, Erosionen und illegaler Bebauung nicht aufgenommen werden können und somit nicht nur Valenzuela überfluten.

Das Konzept von S.A.F.E. Waterscape basiert auf der Integration eines linearen Parks entlang der Flussufer. Neben der Nutzung als Park, welcher soziale und kulturelle Aspekte adressiert, hilft dieser, die Flüsse zu renaturieren, um das natürliche Ökosystem zu unterstützen.

Darüber hinaus bietet der Park große Ausgleichs- und Polderflächen und erhöht die Kapazität der vorhandenen 'La Mesa‘-Talsperre und schafft ein zweites Reservoir, um auf die verstärkten Starkregenereignisse des Klimawandels reagieren zu können. Ein bewusst platzierter Entlastungskanal in Valenzuela City führt die Wassermassen des linearen Parks kontrolliert dem Meer zu und schützt somit die Stadt.

Die Pläne sind derzeit am Fachbereich Stadtentwicklung ausgestellt.

Projektbetreuung

Die Projektbetreuung lag bei Prof. Dr. -Ing. Annette Rudolph-Cleff, Dipl.-Ing. Simon Gehrmann, Dr. -Ing. Nebojsa Camprag und MSc Lucia Wright-Contreras. Fachlich unterstützt durch Gastkritik wurde das Projekt außerdem von Peter Mewis (FB13 / FG Wasserbau und Wasserwirtschaft) und Klaus Meier (FB 15 / FG Bildnerisches Gestalten).

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