Mit offenen Armen

28.10.2016

Mit offenen Armen

Studierende aus Polen und China berichten über ihre ersten Wochen an der TU

Die TU Darmstadt hat im Wintersemester 2016/17 erneut viele Studierende aus aller Welt hinzugewonnen. Doch das damit einhergehende Getümmel stört nicht – im Gegenteil. Die angeregten Gespräche an der TU-Bar erzeugen eine angenehme Atmosphäre. Auch die Informationsstände wecken das Interesse, die Veranstaltungen des Referats Willkommen und Wohnen wie beispielsweise die Experience Weeks zu besuchen.

Paulina Kuszta, Master-Studiengang Linguistic and Literary Computing. Bild: privat
Paulina Kuszta, Master-Studiengang Linguistic and Literary Computing. Bild: privat

Paulina Kusztal, 24 Jahre alt, stammt aus Polen und studierte in Posen Übersetzungswissenschaften. Nun ist sie Studentin der TU Darmstadt und betritt strahlend die TU-Bar im karo 5. Sofort wird klar: Die im Masterstudiengang Linguistic and Literary Computing eingeschriebene Studentin hat sich gut eingelebt in Darmstadt. „Das Bundesland Hessen und insbesondere Darmstadt hat von Beginn an einen sehr positiven Eindruck auf mich gemacht“, erzählt Kusztal. „Gleich am ersten Tag meines Studiums wurde ich von Mitarbeitenden der TU Darmstadt begleitet und ich habe viele hilfreiche Tipps erhalten.“ Und weiter: „Ich habe mich für die TU Darmstadt entschieden, da die Uni viele interessante Studiengänge anbietet. So wurden meine Erwartungen von einem spannenden und lehrreichen Masterstudiengang erfüllt.“

Kurze Wege sind „praktisch“

Auch Yunzhe Zou, 21 Jahre alt und Maschinenbaustudent, gesellt sich zu den Studierenden an der TU-Bar. Zou kommt aus Hangzhou, einer chinesischen Stadt in der Nähe von Shanghai. „Mir gefällt hier besonders die akademische Atmosphäre“, sagt Zou. „Viele Bachelor-Veranstaltungen werden auf Deutsch angeboten und dadurch haben sich meine Deutschkenntnisse bereits innerhalb von wenigen Wochen verbessert.“ Auf dem Campus findet er die kurzen Wege gut: „Ich finde es praktisch, dass sowohl die Universität als auch die verschiedenen Studentenwohnheime schnell zu erreichen sind“, fügt Kusztal hinzu.

Yunzhe Zou, Bachelor-Studiengang Maschinenbau. Bild: privat
Yunzhe Zou, Bachelor-Studiengang Maschinenbau. Bild: privat

Doch jeder Anfang bringt auch Herausforderungen mit sich. So stellen sich sowohl fachliche als auch organisatorische Aufgaben. „Natürlich dauert es immer einige Wochen, bis man sich an die neue Studienumgebung gewöhnt hat. Aber die TU Darmstadt hat sich sofort um mich gekümmert“, sagt Kusztal rückblickend über ihre ersten Wochen in Darmstadt. „Das Dezernat Internationales bietet eine große Hilfestellung an“, ergänzt Zou. Wenn ich Unterstützung gebraucht habe, konnte ich mich stets an das Referat Internationale Beziehungen und Mobilität wenden. Mir wurde schnell geholfen, wenn ich beispielsweise Unterlagen für meine Heimatuniversität benötigt habe“, führt Kusztal weiter aus. „Auch bei Problemen in Bezug auf meinen Studiengang erhielt ich Ratschläge von den Dozenten. Durch feste Sprechstunden und einen flexiblen Emailverkehr konnte ich Probleme umgehen beziehungsweise erfolgreich lösen.“

Aber natürlich gehört zu einem Studierendenalltag auch ein umfangreiches Freizeitangebot. Abwechslung muss sein. So berichtet Paulina Kusztal erfreut von dem Sportangebot des Unisportzentrums, das sie gerne nutzt: „Es tut gut, sich nach einer Vorlesung beim Sport zu engagieren. Bei dieser Gelegenheit habe ich viele internationale Studierende kennen gelernt.“

Experience Weeks und Welcome Party

Die Rally durch Darmstadt führte die Gruppen auch auf die Mathildenhöhe. Bild: ISS
Die Rally durch Darmstadt führte die Gruppen auch auf die Mathildenhöhe. Bild: ISS

Neben den ganzjährig stattfindenden Kursangeboten der TU Darmstadt, gibt es auch zu Beginn der Semester Experience Weeks für Austauschstudierende. In diesem Kontext wurden auch im September und Oktober 2016 Infoveranstaltungen in verschiedenen Sprachen angeboten. Die Studierenden wurden unter anderem mit verschiedenen Angeboten der Universität, den Sprachkursen sowie der Universitäts- und Landesbibliothek vertraut gemacht.

„Die Vielfältigkeit der Experience Weeks hat mich überzeugt. Neben den Tagesausflügen in naheliegende Städte wie Heidelberg wurden von den Tutorinnen und Tutoren viele Unternehmungen innerhalb von Darmstadt organisiert“, erläutert Kusztal. „Da viele Ausflüge angeboten wurden, kam definitiv keine Langeweile auf“, lobt auch Zou das Programm für Austauschstudierende. Für abendliche Events wurde auch gesorgt. So lockte Mitte Oktober eine Willkommensparty zahlreiche Studierende an. Noch Tage danach erinnerte man sich an das Karaoke Special und gemeinsames Singen – der Schlosskeller tobte. „Dank der zahlreichen Veranstaltungen der TU Darmstadt habe ich viele Leute getroffen und der Kontakt zu den internationalen Studierenden hat definitiv meine interkulturellen Kompetenzen erweitert“, resümiert Zou lächelnd.

„Die Leute hier sind sehr offen und positiv gegenüber internationalen Studierenden eingestellt. So lassen sich schnell Bekanntschaften knüpfen. Ich bin mir sicher, dass den Austauschstudierenden ein Austauschsemester an der TU Darmstadt gefallen wird“, fasst Kusztal ihre bisherigen Eindrücke zusammen. Auch Zou würde erneut ein Austauschsemester oder gar ein komplettes Studium an der TU Darmstadt absolvieren: „Wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich mich erneut für ein Studienprogramm an der TU Darmstadt entscheiden.“

„Eine Anlaufstelle für alle Fragen“

Interview mit Miriam Kucher, Mitarbeiterin des International Student Services (ISS) am Referat Willkommen und Wohnen, über die Experience Weeks für Austauschstudierende an der TU Darmstadt

Welche Idee steckte hinter den Experience Weeks 2016?

Grundsätzlich wollen wir den Austauschstudierenden die Ankunft in Darmstadt so angenehm wie möglich gestalten und eine Anlaufstelle für alle Fragen bieten. Erstens bieten wir Hilfestellungen bei bürokratischen Fragen wie dem Einwohnermeldeamt, der Ausländerbehörde oder der Athene-Karte an. So erleichtern wir die Ankunft und den Studienbeginn an der TU Darmstadt. Zweitens ist uns die soziale sowie interkulturelle Komponente wichtig. Wir organisieren verschiedene Aktivitäten, viele davon finden in Gruppen statt, die von Tutorinnen und Tutoren betreut werden. Bei der Einteilung achten wir darauf, dass die verschiedenen Nationalitäten möglichst bunt gemischt sind, damit ein Austausch entsteht.

Was war im Vergleich zu den Vorjahren bei den diesjährigen Experience Weeks anders?

Die Veranstaltungen wurden 2016 zum ersten Mal vom International Student Service ausgerichtet. Die Kooperationen mit der Ausländerbehörde sowie dem Einwohnermeldeamt sind neu. In diesem Kontext werden Gruppentermine organisiert und die Austauschstudierenden von Tutorinnen und Tutoren zu diesen begleitet. Außerdem haben wir dieses Jahr einen Vorabcheck der nötigen Unterlagen angeboten. Eine intensive Betreuung ist uns besonders wichtig.

Welche Veranstaltungen kamen bei den Studierenden besonders gut an?

Aktuell haben wir noch keine Gesamtevaluation durchgeführt. Allerdings war das Get-Together-Wochenende ein großer Erfolg. In diesem Rahmen übernachteten die internationalen Studierenden eine Nacht in einer Jugendherberge in Rüdesheim, unter anderem wurden eine Weinverkostung sowie Wandertouren angeboten. Außerdem stieß das International Dinner, die Stadtrallye sowie der Ausflug in den Darmstädter Kletterwald auf große Begeisterung.

Was liegt Ihnen bei den Veranstaltungen für internationale Studierende besonders am Herzen?

Uns ist eine gute Balance zwischen Informations- und Freizeitangeboten wichtig. Aktuell arbeiten wir daran, dass wir auch diese Angebote für alle internationale Studierende anbieten können, die in Darmstadt ihren Abschluss machen wollen.

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