Studentische Forschung, die uns weiterbringt

10.11.2016

Studentische Forschung, die uns weiterbringt

„Ausgezeichnet!“ am 16. November prämiert Abschlussarbeiten

Wie nutzt die Polizei Social-Media? Was kann die Baubranche vom „Werkzeugkasten Industrie 4.0“ lernen? Das Präsidium der TU zeichnet am 16. November gemeinsam mit den Preisstiftern Datenlotsen GmbH, Dreßler Bau GmbH und Liebig-Gruppe sehr gute Bachelor- und Masterarbeiten aus. Zwei der ausgezeichneten Arbeiten im Porträt.

Symbolbild für "Ausgezeichnet!" 2016. Bild: Patrick Bal
Social Media im Einsatz bei der Polizei und Industrie 4.0 in der Baubranche sind nur zwei der Abschlussthemen, die dieses Jahr bei „Ausgezeichnet!“ vorgestellt und prämiert werden. Bild: Patrick Bal

„Facebook, Twitter & Co. im Einsatz – wie die Polizei Social-Media-Kanäle nutzt“

Master-Thesis von Nora Jansen, Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Datenlotsen-Preisträgerin

Wie können staatliche Behörden, insbesondere die Polizei, internetbasierte Kommunikationskanäle effizient einsetzen, um zu informieren und mit der Gesellschaft in Kontakt zu bleiben? Gerade in der heutigen Zeit, die durch Terroranschläge gekennzeichnet ist, eine sehr wichtige Fragestellung, um einerseits die Bevölkerung zu schützen und andererseits wertvolles Bild- und Videomaterial von Zeugen vor Ort als mögliches Beweismaterial auswerten zu können. Die Forschungslage hierzu ist noch sehr dürftig. Eine lohnende Herausforderung also für Nora Jansen, die semi-strukturierte lnterviews führte und sie theoriefundiert auswertete. Ihr daraus abgeleitetes Modell benennt die entscheidenden Faktoren, unter denen die Bevölkerung zum Beispiel via Social Media enger mit der Polizei kommunizieren würde. Die Ergebnisse stoßen auf offene Ohren – zum Beispiel beim Bundeskriminalamt, das sich von Nora Jansen persönlich ihre Empfehlungen vortragen ließ, wie man eine größere Bereitschaft in der Community weckt, die Kanäle auch zu nutzen.

„Die Baubranche geht 4.0 – höhere Produktivität, mehr IT-Unterstützung und effizientes Management halten Einzug“

Master-Thesis von Nils Ehrenfeld, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Dreßler-Bau-Preisträger

Die Baubranche hat deutlich Nachholbedarf bei der Anwendung aktueller Technologien, Best Practices im Management oder Unterstützung durch Informations- und Kommunikationstechnologie. Dabei kann sie, so belegt die Abschlussarbeit, vom „Werkzeugkasten Industrie 4.0“ viel lernen und deren Ansätze auf Bauprojekte und deren Abwicklung gut übertragen. Ein Schlüssel ist die stringente Vernetzung der unterschiedlichen Beteiligten und Interessen am Bau. Die IT-Infrastruktur in der Produktion der stationären Industrie kann im Bauwesen durch das Bauwerksmodell ersetzt werden. Gute Projektorganisation und Vertragsmodelle können Effizienz gewährleisten. Die Master-Thesis kommt zu dem Schluss, dass in der Bauabwicklung noch große Innovationspotenziale schlummern: So werden die Anwendungsebenen „Maschine-zu-Maschine-Kommunikation“ und „Mensch-Maschine-Schnittstellen“ durch Bau 4.0 viel deutlicher als bisher in den Fokus rücken.

Weitere Preisträgerinnen und Preisträger 2016

Datenlotsen-Preis

Jasmin Diehl, Fachbereich Mathematik: „Unsicherheit beherrschen – stabile Tragwerkedank optimaler Platzierung von Aktuatoren.“

Patrick Thomas Michael Klapper, Fachbereich Informatik: „Unsicherheit beherrschen – stabile Tragwerkedank optimaler Platzierung von Aktuatoren.“

Louis Rohé, Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, „Kehrseite des Wettbewerbs – Branchenkonzentration in der sozialen Marktwirtschaft.“

Heinrich und Margarete Liebig-Preis

Dominik Müller, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften: „Zuverlässig berechnet – Nutzlasten für Bauteile aus Stahlbeton.„

Dreßler-Bau-Preis

Anna Gries , Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften: „Die Mischung stimmt – umweltfreundlich erzeugter Zement für carbonverstärkten Beton.“

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