TU Darmstadt an neuem Sonderforschungsbereich beteiligt

18.11.2009

TU Darmstadt an neuem Sonderforschungsbereich beteiligt

DFG richtet 17 Sonderforschungsbereiche ab 2010 ein

tropfen

Zum 1. Januar 2010 richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) weitere 17 Sonderforschungsbereiche (SFB) ein. Am SFB/Transregio 75 ist die Technische Universität Darmstadt beteiligt. Dort werden tropfendynamische Prozesse untersucht, die in Brennkammern von Motoren wichtig sind. Sprecherhochschule des SFB ist die Universität Stuttgart.

Im Mittelpunkt des SFB/Transregio 75 „Tropfendynamische Prozesse unter extremen Umgebungsbedingungen“ stehen Tropfen, die in vielen Bereichen von Natur und Technik eine zentrale Rolle spielen, wie zum Beispiel in Brennkammern von Raketenmotoren, in Dieselmotoren und bei der Erzeugung von Feststoffpartikeln. Stuttgarter Forscherinnen und Forscher wollen ein vertieftes physikalisches Verständnis von Prozessen mit Tropfen unter extremen Umgebungsbedingungen im Detail gewinnen.

Genauere Vorhersagen zu Abläufen der Vorgänge und das bessere Verständnis der elementaren Prozesse sollen dabei im Fokus stehen und eine Verbesserung der Vorhersage von größeren Systemen in der Natur oder in technischen Anlagen ermöglichen.

Sprecher des SFB/Transregio 75 ist Professor Dr. Bernhard Weigand. Neben der TU Darmstadt ist noch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Lampoldshausen beteiligt. SFB/Transregio sind Verbünde, die sich auf mehrere Forschungsstandorte verteilen.

In den 16 weiteren SFB werden Kommunikationsprozesse in und zwischen Zellen auf molekularer Ebene, neue Perspektiven von Materialsystemen mit elektronischen Wechselbeziehungen und die Bedeutung der Bakteriengruppe der Roseobacter für den Kohlenstoffhaushalt der Weltmeere untersucht, sowie die Entwicklung einer antibiotikafreien Ernährung beim Schwein, die Ursachen für Erfolg oder Scheitern von politischen Reformen und die Untersuchung von Leberkrebs von seiner molekularen Entstehung bis hin zur Metastasierung.

Die neuen SFB werden mit insgesamt 132 Millionen Euro für zunächst vier Jahre gefördert, hinzu kommt jeweils die 20-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten.

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