Christina Roth erhält Adolf-Messer-Preis

02.03.2010

Christina Roth erhält Adolf-Messer-Preis

Dr. Christina Roth, Juniorprofessorin am Fachbereich Materialwissenschaften und Geowissenschaften (Fachgebiet Materialentwicklung für Erneuerbare Energien). Foto: Katrin Binner.
Dr. Christina Roth, Juniorprofessorin im Fachgebiet Materialentwicklung für Erneuerbare Energien, erhält den Adolf-Messer-Preis 2009. Foto: TU / Katrin Binner

Die Juniorprofessorin Dr. Christina Roth erhält am Abend für ihre Forschungen zu neuen Materialien für Brennstoffzellen den mit 50.000 Euro dotierten Adolf-Messer-Preis.

Der Adolf-Messer-Preis ist der höchstdotierte Wissenschaftspreis der TU Darmstadt und wird jährlich für herausragenden Leistungen auf den Gebieten Naturwissenschaften, Medizin, Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaft vergeben. Christina Roth, Juniorprofessorin am Fachgebiet Erneuerbare Energien der TU Darmstadt, erhält den Preis für ihre Forschungen zu neuen Materialien für Brennstoffzellen, die zukünftig in Autos oder Laptops eingesetzt werden sollen.

Das Ziel von Christina Roths Forschung sind leistungsfähigere und langlebigere Brennstoffzellen, die mit Hilfe neuartiger Katalysatoren realisiert werden sollen. Roth hat mit ihrem Team unter anderem eine Methode entwickelt, die es erlaubt, die Wirkmechanismen von Katalysatoren im laufenden Betrieb zu verfolgen, was für die Verbesserung von Brennstoffzellen ein entscheidender Fortschritt ist. Mit dem für Forschungsvorhaben zweckbestimmten Preisgeld will Roth unter anderem weitere Messmethoden zur Charakterisierung der neuen Katalysatoren während des Betriebes der Brennstoffzellen entwickeln. Außerdem möchte sie ihre Forschung auf andere energierelevante Gebiete wie die Autoabgaskatalyse ausweiten.

Adolf Messer gründete 1898 in Höchst am Main die Firma Messer, die sich zu der Zeit mit der Herstellung von Acetylenentwicklern beschäftigte. Das Interesse von Adolf Messer für Acetylenbeleuchtungen war durch Vorlesungen in Darmstadt geweckt worden. Er entwickelte als Student Sicherheitseinrichtungen für Acetylenentwickler, für die er 1902 und 1903 seine ersten Patente erhielt. Heute zählt die Messer Gruppe zu den führenden Industriegaseunternehmen und ist in 30 Ländern mit mehr als 60 operativen Gesellschaften aktiv. Etwa 5.260 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2009 einen konsolidierten Umsatz von voraussichtlich ca. 800 Millionen Euro.

Zum Thema:

Vollständige Pressemeldung vom 02.03.2010

zur Liste