Gewebeeinwirkung ionisierender Strahlung

29.11.2010

Gewebeeinwirkung ionisierender Strahlung

DFG-Antrag der TU für Graduiertenkolleg bewilligt

schwerionen
Ehemaliges Labor des Fachbereichs Biologie zur Schwerionenbestrahlung an der GSI. Bild: Katrin Binner / TU Darmstadt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Antrag der TU Darmstadt auf Einrichtung eines Graduiertenkollegs (GRK) bewilligt. Zentrales Ziel des GRK 1657 „Molekulare und zelluläre Reaktionen auf ionisierende Strahlung“ ist es, die Wirkmechanismen ionisierender Strahlung zu untersuchen.

Schwerionenbestrahlung wird seit geraumer Zeit in der Tumortherapie eingesetzt und ist dort sehr erfolgreich. Der Ionenstrahl verursacht genetische Veränderungen und erzielt seinen größten Effekt im Tumor. So schont er umliegendes Gewebe. Die genaue Wirkung ionisierender Strahlung ist allerdings noch nicht verstanden. Der GRK 1657 „Molekulare und zelluläre Reaktionen auf ionisierende Strahlung“ will untersuchen, wie ionisierende Strahlung auf den Gesamtorganismus wirkt, auf molekularer Ebene sowie in der zellulären Reaktion und der Strahlenreaktion. Dabei sollen neue Forschungsansätze aus Zell- und Molekularbiologie und Bioinformatik zum Einsatz kommen. Sprecher des Graduiertenkollegs wird Professor Dr. Markus Löbrich aus dem Fachbereich Biologie.

Der Antrag der TU Darmstadt wurde mit neun weiteren Anträgen ausgewählt. Die DFG betont, aufgrund der hohen Zahl von Anträgen dieses Jahr in Bezug auf wissenschaftliche Qualität und Fördersummen noch höhere Maßstäbe angelegt zu haben als bisher. Die zehn bewilligten Kollegs werden in den ersten viereinhalb Jahren mit insgesamt knapp 30 Millionen Euro gefördert.

Insgesamt befinden sich nun acht von der DFG geförderte Graduiertenkollegs an der TU Darmstadt.

Zum Thema:

Forschungsgrupe Prof. Dr. Markus Löbrich

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