Es clustert in Hessen

29.05.2008

Es clustert in Hessen

TU mit vier Beiträgen erfolgreich im ersten Clusterwettbewerb des Landes

Die Gewinner beim 1. Clusterwettbewerb Hessen
Ausgezeichnet vernetzt: Die TU ist erfolgreich bei der regionalen und überregionalen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Institutionen

Mit gleich vier Beiträgen, an denen sie beteiligt ist, war die TU Darmstadt jetzt beim ersten Clusterwettbewerb des Landes Hessen erfolgreich.

Ziel des vom Hessischen Wirtschaftsministerium ausgeschriebenen Wettbewerbs ist es, die regionale und überregionale Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Wissenschaft sowie wirtschaftsnahen Partnern und Institutionen zu unterstützen, um vorhandene Potenziale besser zu nutzen.

Die ausgezeichneten Cluster, an denen die TU Darmstadt jeweils im Bereich des Cluster-Managements beteiligt ist, sind „Spritzguss-Cluster: Werkzeug- und Formenbau für die kunststoffverarbeitende Industrie“, „Logistik Rhein-Main. Die Wissensinitiative“, „Software für Unternehmen 2.0“, und „Chemie- & Pharma-Cluster Industriepark Höchst / Rhein Main“.

Von fünfundzwanzig eingereichten Wettbewerbsbeiträgen wurden insgesamt fünfzehn Cluster prämiert. Die Auszeichnung ist mit einer Förderempfehlung für das Hessische Wirtschaftsministerium verbunden, wo in den nächsten Jahren bis zu 12,5 Mio. Euro für die Förderung von regionalen Clustern zur Verfügung stehen.

Spritzguss-Cluster

Der Werkzeug- und Formenbau hat in Nord- und Mittelhessen eine 150jährige Tradition, hinzu kommen zahlreiche Zulieferer und Unternehmen aus der Kunststoffverarbeitung. Das „Spritzguss-Cluster. Werkzeug- und Formenbau für die kunststoffverarbeitende Industrie in der Region Nord- und Mittelhessen“ trägt der regionalen Konzentration an Werkzeug- und Formenbau-Unternehmen Rechnung.

Innovationen in der Fertigung und zunehmend komplexe Anforderungen der Abnehmer haben zu einer starken Spezialisierung innerhalb des Werkzeug- und Formenbaus geführt. Ziel des Clusters, dessen Kern derzeit aus 15 Unternehmen besteht, ist die Stärkung des Werkzeug- und Formenbaus in Mittel- und Nordhessen. Prof. Dr. Ralf Elbert vom Fachgebiet Cluster & Wertschöpfungsmanagement der TU Darmstadt unterstützt die Kooperationen als Clustermanager.

Software für Unternehmen 2.0

Das Cluster Software für Unternehmen 2.0 hat einen Schwerpunkt in der Region Südhessen um den Standort Darmstadt. Unternehmenssoftware ist ein wichtiger Faktor für Unternehmen aus allen Branchen. Mehr als 300 hessische IKT-Unternehmen mit über 12.000 Arbeitsplätzen zählen zur Unternehmenssoftwarebranche. Das Cluster „Software für Unternehmen 2.0“ ist das weltweit leistungsstärkste IKT-Netzwerk von Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen, Herstellern und Anwendern für Unternehmenssoftware.

Neben kleinen und mittleren Betrieben sind auch Global Player aus Hessen, wie die Software AG, im Cluster vertreten. Wichtige Forschungs- und Ausbildungsinstitutionen wie die TU Darmstadt, die Hochschule Darmstadt und die Fraunhofer-Institute SIT und IGD gehören zum Cluster. Clustermanager ist Prof. Dr. Johannes Buchmann vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt.

Logistik RheinMain. Die Wissensinitiative

Das Rhein-Main-Gebiet verfügt als Handels-, Messe- und Finanzplatz über sehr gute Voraussetzungen als Logistikzentren. Allein in den logistik- und verkehrsbezogenen Wirtschaftszweigen sind hier rund 141.000 Menschen beschäftigt. Die Region wird zu den Top 3 Logistikclustern in Deutschland gezählt. Der Cluster „Logistik RheinMain. Die Wissensinitiative“ will die Rhein-Main-Region um die Kernstädte Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und Aschaffenburg zum führenden Zentrum für Logistik- und Mobilitätskompetenz entwickeln.

Dabei setzt die Initiative auf die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Entwicklung von innovativem Wissen für Logistik und Mobilität. Von der TU ist Prof. Dr. Ralf Elbert vom Fachgebiet Cluster & Wertschöpfungsmanagement der TU Darmstadt als Clustermanager beteiligt.

Chemie- & Pharma-Cluster Industriepark Höchst / Rhein Main

Der Industriepark Höchst ist mit mehr als 90 Unternehmen und 22.000 Arbeitsplätzen der führende Standort der Chemie- und Pharmaindustrie in Hessen. In und um den Industriepark Höchst existiert ein dynamischer Cluster von Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie – Unternehmen, die ungeachtet ihrer Größe international aktiv sind und sich im internationalen Wettbewerb erfolgreich behaupten.

Ziel der Initiierung eines Chemie- und Pharma-Clusters Industriepark Höchst / Rhein Main ist es, bestehende Netzwerkstrukturen zu festigen und auszubauen. Dabei sollen auch Chemie- und Pharmaunternehmen außerhalb des Industrieparks Höchst eingebunden werden. Auf diese Weise sollen die Unternehmen der betrachteten Branchen mit Blick auf ihre Kernherausforderungen gestärkt und ein Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze geleistet werden. Das Cluster wird von Prof. Dr. Ralf Elbert vom Fachgebiet Cluster & Wertschöpfungsmanagements der TU Darmstadt im Bereich des Cluster-Managements unterstützt.

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