Lehrer zur hobit 2010?

29.01.2009

Lehrer zur hobit 2010?

13. Hochschul- und Berufsinformationstage – eine Bilanz

Helfer im hobit-Shirt blickt ins Foyer des darmstadtium
12.000 Studien- und Ausbildungsinteresseneten haben in diesem Jahr die hobit besucht: ein Rekord. Foto: Katrin Binner / TU Darmstadt

12.000 Schüler und Schülerinnen haben die diesjährigen Hochschul- und Berufsinformationstage im Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium besucht. Ein Rekord. „Wir sind hochzufrieden. Wir glauben jedoch, dass mit dieser Besucherzahl ein Maximum erreicht ist. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass wir mit unserem Format bestehend aus Messeständen und Vorträgen dem Bedarf der Schüler und Schülerinnen nach Orientierung bei der Studien- und Berufswahl gerecht werden“, sagt Bernhard Meyer, Projektleiter der hobit und Professor der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt.

Die Evangelische Fachhochschule ist gemeinsam mit der Technischen Universität Darmstadt, der Hochschule Darmstadt, der Agentur für Arbeit und der Wissenschaftsstadt Darmstadt Veranstalter der hobit. Kooperationspartner sind die Unternehmerverbände Südhessen e.V.

An über 70 Messeständen und in 200 Fachvorträgen konnten sich die Jugendlichen an drei Tagen über 350 Studiengänge informieren. Wie in den Vorjahren waren Vorträge zu den Studiengängen Architektur, Psychologie und Design ein großer Publikumsmagnet. Neu ist die große Nachfrage nach Karrierechancen im öffentlichen Dienst, wie etwa bei der Polizei oder dem Bundesnachrichtendienst.

Erfolg für die TU Darmstadt

Obwohl das Institut für Geschichte nur einen kleinen Stand hatte, platzte der Europium-Saal beim Vortrag „Geschichte“ beinahe aus allen Nähten. Die 300 Sitzplätze dort waren schnelll belegt, eine ganze Reihe von Schülerinnen und Schülern mussten stehen. Soviel Zuspruch hatte sonst nur das BKA zu verzeichnen. Darin zeigt sich, dass die Technische Universität Darmstadt offensichtlich auch in den Geisteswissenschaften eine starke Anziehungskraft hat.

Unsicherheit bei Besuchern wie Veranstaltern

„Der Wunsch nach Sicherheit in der Karriere- und Berufsplanung in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ist auch bei den Jugendlichen deutlich zu spüren“, so Reinhold Stämmler von den Unternehmerverbänden Südhessen e.V. Die Unternehmerverbände luden die hobit-Besucher in diesem Jahr erstmalig ein, ihre Bewerbungsunterlagen durch Personalverantwortliche prüfen zu lassen.

Für die nächsten Jahre wünschen sich die Veranstalter noch mehr Unterstützung bei der Vor- und Nachbereitung der Berufsinfomesse durch die Schulen. „Leider sind nur ein Viertel unserer hobit-Besucher gut vorbereitet. Jetzt geht es darum, die Jugendlichen vor und nach der hobit noch besser zu begleiten“, resümiert Prof. Meyer. Weitere Schritte zu einer noch engeren Einbindung von Lehrern in die hobit 2010 sind angedacht.

Ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen Schule, Hochschule und Unternehmen sind die vier in Hessen zertifizierten MINT–Schulen, die ihre Schulprojekte erstmals auf der hobit vorstellen. In einem bundesweit einmaligen Auswahlverfahren konnten ausgewählte Gymnasien Teil eines Schulnetzwerkes aus so genannten Excellence-Centern für die mathematisch – naturwissenschaftlichen Fächer (Mathematik/Informatik/Naturwissenschaften/Technik) werden. Unterstützung und Förderung erfahren die Gymnasien in Hessen aus den Hochschulen und Unternehmerverbänden. Damit ist eine gute Basis geschaffen. Die hobit 2010 hat somit das Potenzial, eine wichtige Informationsplattform für Schüler und verstärkt auch für Lehrer zu werden.

Weitere Informationen:

www.hobit.de

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