Vorbildlich

19.05.2009

Vorbildlich

Informatikerin Katayon Radkhah erhält Google Anita Borg Memorial Scholarship

Radkhah
Katayon Radkhah arbeitet am humanoiden Roboter Bruno. Bild: Katrin Binner / TU Darmstadt

Katayon Radkhah, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Simulation, Systemoptimierung und Robotik im Fachbereich Informatik der TU Darmstadt, wird mit einem Google Anita Borg Memorial Scholarship 2009 ausgezeichnet.

Katayon Radkhah hat von 2002 bis 2007 Informatik an der TU Darmstadt studiert. 2005 studierte sie ein Jahr lang an der University of British Columbia in Vancouver/Kanada. Für Ihre Diplomarbeit wurde Radkhah mit dem Werner von Siemens Excellence Award ausgezeichnet.

Derzeit arbeitet die 25-jährige Informatikerin an Ihrer Doktorarbeit bei Prof. Dr. Oskar von Stryk an bionisch inspirierten, elastischen zweibeinigen Robotern. Darüber hinaus engagiert sich Radkhah als Frauenbeauftragte am Fachbereich Informatik.

Der Preis

Die Anita Borg Memorial Scholarship wurde von Google gestiftet, um an Anita Borg und ihr Werk zu erinnern, Frauen zu Karrieren in Informatik und Ingenieurwissenschaften zu ermutigen und dadurch langfristig mehr weibliche Vorbilder für Mädchen und Frauen im IT-Bereich zu schaffen.

Der Preis wird jedes Jahr an Nachwuchswissenschaftlerinnen in den USA, Kanada, Europa, Nordafrika und Vorderasien sowie in Australien und Neuseeland verliehen. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

Anita Borg (1949-2003) war eine US-amerikanische Informatikerin und Frauenrechtlerin. Sie gründete 1994 zusammen mit anderen die Grace Hopper Celebration of Women in Computing, die heute die weltweit größte Konferenz für Computerexpertinnen ist. 1997 gründete sie das Institute for Women and Technology.

Der Wettbewerb

Radkhah hat sich mit 16 weiteren Bewerberinnen gegen ein Teilnehmerfeld von 210 Wissenschaftlerinnen aus Europa, Vorderasien und Nordafrika durchgesetzt. Alle Preisträgerinnen und weitere 35 Finalistinnen aus diesem Raum werden von Google vom 11. bis 13. Juni zu Workshops, Führungen und Diskussionen in die Google-Zentrale Europa in Zürich eingeladen.

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