Preise und Auszeichnungen

03.12.2015

Preise und Auszeichnungen

Wissenschaftler und Studierende der TU Darmstadt erbringen regelmäßig herausragende Leistungen in Forschung und Lehre. Eine Übersicht der jüngsten Preise:

Die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) ehrt seit 1995 hochkarätige wissenschaftliche Arbeiten zu immobilienwirtschaftlichen Themen. Dr. Michael Müller wurde für seine Dissertation „Erklärungsansätze für NAV-Spreads und deren Implikationen für das Management von REITs – Auf Basis einer Empirischen Untersuchung des pan-EU-REIT-Marktes“ mit dem 2. Preis in der Kategorie Dissertationen ausgezeichnet. Die Arbeit wurde am Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre geschrieben. Philipp Wittmann belegte den 1. Platz beim gif-Forschungspreis in der Kategorie Bachelorarbeiten für seine Thesis mit dem Titel „Vorstandsvergütung und Aktienperformance bei deutschen Immobilienkapitalgesellschaften“. Die Arbeit wurde vom Fachgebiet Unternehmensfinanzierung betreut.

Niklaus Kohl, Absolvent des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Bauingenieurwesen, erhielt den 1. Preis der Deutschen Immobilien-Akademie (DIA) an der Universität Freiburg für seine Masterarbeit „Crowdinvesting in der Immobilienwirtschaft – Möglichkeiten und Grenzen“. Die Arbeit wurde am Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU Darmstadt betreut.

Dr. Sigrun Lüttringhaus wurde vom Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft mit dem Ingeborg Warschke-Nachwuchsförderpreis 2015 ausgezeichnet. Sie belegte mit ihrer Dissertation „Outsourcing des Propertymanagements als Professional Service – Eine Analyse der Partnerwahlfaktoren“ den ersten Platz. Die Dissertation wurde am Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU Darmstadt betreut. Der Nachwuchsförderpreis wird jährlich für eine hervorragende Doktorarbeit an Absolventinnen immobilienwirtschaftlicher Studiengänge deutscher Hochschulen verliehen, um gezielt den qualifizierten Nachwuchs in der Branche sichtbar zu machen.

Animation des Ver- und Entsorgungszentrum (VEZ) Qingdao des Projekts SEMIZENTRAL. Copyright: Tongji Design Institute & Susanna Neunast
Animation des Ver- und Entsorgungszentrum (VEZ) Qingdao des Projekts SEMIZENTRAL. Copyright: Tongji Design Institute & Susanna Neunast

Der innovative Ansatz für eine zukunftsfähige Ver- und Entsorgungsinfrastruktur in Megacities, der am Institut IWAR der TU Darmstadt gemeinsam mit diversen Forschungspartnern aus Deutschland und China (Tongji University Shanghai sowie der Qingdao University of Technology) entwickelt wurde, hat in der Kategorie Forschung des „Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2015“ den zweiten Platz belegt – gemeinsam mit einem Windkraftanlagen-Projekt eines Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik. In der Kategorie Forschung wurde SEMIZENTRAL als eins von drei Projekten aus weit über 80 Bewerbern vom Deutschen Nachhaltigkeitsrat nominiert. Am 27. November fand die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstags in Düsseldorf statt.
Sieger in der Kategorie Forschung ist das größte Bauforschungsprojekt Deutschlands C³-Carbon Concrete Composite, an dem auch das Institut für Massivbau der TU Darmstadt mit einem Teilprojekt mit den Themen „Konzeption von Betonrezepturen, Kriechen und Schwinden sowie Nachhaltigkeitsbewertung der Betone“ beteiligt ist. In der Begründung der Preisverleihung stellt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis heraus, dass die Erforschung und Etablierung des neuen Baustoffes C³ und die Entwicklung einer neuen Bauweise einen vielversprechenden Ansatz bieten, um einen Paradigmenwechsel im Bauwesen und somit der Stadtentwicklung einzuläuten.
Unter den Top 3 in der Sektion „Nachhaltiges Bauen“ ist das Projekt CUBITY. Der Wohnpavillon wurde am Fachbereich Architektur, Fachgebiete Entwerfen und Gebäudetechnologie (Prof. Anett-Maud Joppien) und Entwerfen und Energieeffizientes Bauen (Prof. Manfred Hegger), entwickelt.
Der „Deutsche Nachhaltigkeitspreis“ ist eine nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Er wird jährlich von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen vergeben.

Dr. Philipp Henrizi und Friedrich Ross, Absolventen des Fachbereichs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, wurden mit dem Förderpreis des Deutschen Instituts für Interne Revision e.V. ausgezeichnet. Henrizi erhielt den Preis für seine Dissertation mit dem Titel „Zusammenarbeit von Interner und externer Revision – Eine empirische Analyse der Möglichkeiten und Einflussfaktoren“. Für seine Diplomarbeit mit dem Titel „Anwendung der ISO/IEC 15504 auf die IR-Prozesse – Entwicklung eines normgerechten Prozess-Asessmentmodells für die Interne Revision“ wurde darüber hinaus Friedrich Ross ausgezeichnet. Das Deutsche Institut für Interne Revision zeichnet mit seinem Förderpreis herausragende Arbeiten zu Themen der Internen Revision aus, um die Forschungen auf diesem Fachgebiet nachhaltig zu unterstützen.

Andreas Brill, Bachelor-Absolvent des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, Fachrichtung Elektro- und Informationstechnik, wurde für seine Abschlussarbeit "New Simple Constructive Heuristic Algorithms for the Permutation Flowshop Scheduling Problem“ mit dem BVL Thesis Award 2015 ausgezeichnet.

Beim Jakob-Wilhelm-Mengler-Preis 2015 wurden zwei Hauptpreise vergeben: Einer ging an Fabian Strebel für seinen herausragenden Entwurf einer Kunst- und Museumsbibliothek in Köln, der sich laut Jury „mit großer Selbstverständlichkeit in die Reihe epochenprägender Bibliotheksbauten zu stellen vermag“. Der zweite Hauptpreis ging an Tobias Wagner für seinen Entwurf „Metropolit“. Zudem wurden zwei besondere Anerkennungen vergeben: Katharina Herzog und Melanie Nathan wurden für ihren Entwurf „Sant Adria del Besos“, der sich mit der Revitalisierung eines ehemaligen Industrieareals in der Metroploregion Barcelona befasste, ausgezeichnet. Stefan Zimmermann, Patrick Frey und Cornelius Dormann erhielten die Anerkennung für den Entwurf einer konstruktiv und ästhetisch anspruchsvollen Überdachung für einen „Segelpark“.

Der mit 1.000 Euro dotierte PhD Award für die beste im Jahr 2014 an der Graduate School of Computational Engineering der TU Darmstadt abgeschlossene Promotion ist an die Mathematikerin Dr. Jane Ghiglieri verliehen worden. Ihre Dissertation beschäftigt sich mit der optimalen Steuerung von dynamischen Prozessen, die durch partielle Differentialgleichungen beschrieben werden. Das Preisgeld hat das Darmstädter Software-Unternehmen CST-Computer Simulation Technology AG gestiftet.

Drei Studierende des Instituts für Geschichte der TU Darmstadt sind für ihre Abschlussarbeiten mit dem Karl-Otmar-Freiherr-von-Aretin-Preis ausgezeichnet worden. Den Preis für die beste Magister-Arbeit erhielt Annika Runkel. In ihrer Arbeit untersuchte sie „Die geschlechtsspezifische Vermittlung von ‚Rassenkunde, -hygiene und Bevölkerungspolitik‘ im Biologieunterricht“ anhand von Assessorenarbeiten aus den 1930er Jahren. Im Zentrum steht, wie diese „neuen“ Inhalte des Biologie-Unterrichts im NS für Jungen und Mädchen unterschiedlich aufbereitet und thematisiert wurden. Der Aretin-Preis für die beste wissenschaftliche Hausarbeit in der Kategorie „Lehramt an Gymnasien“ geht zu gleichen Teilen an Theresa Dorsam und Melanie Perlitz. Dorsam geht in ihrer Arbeit „Hetärentum in Rom?“ der Frage nach, wie das Hetärentum im klassischen Griechenland und der späten Römischen Republik in den Quellen dargestellt wird und welche Beziehungen sich daraus zwischen Hetäre und Mann ergeben. Perlitz hat unter dem Titel „Die Darstellung des Ersten Weltkrieges in deutschen Schulgeschichtsbüchern“ den Einfluss variierender Interpretationen und Denkmodelle über den Ersten Weltkrieg auf deren Präsentation in den Lehrmaterialien des deutschen Geschichtsunterrichtes seit 1960 untersucht und einen Wandel des Geschichtsbewusstseins nachgewiesen.
Der Karl-Otmar-Freiherr-von-Aretin-Preis wird seit 2013 für die besten Magister- und Bachelorarbeiten sowie für die beste Wissenschaftliche Hausarbeit für die Zulassung zum 1. Staatsexamen am Institut für Geschichte verliehen. In der Kategorie „Beste Bachelor-Arbeit“ gab es in diesem Jahr keine Vorschläge.

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