Rhein-Main-Universitäten zeigen sich vorausschauend

01.03.2016

Rhein-Main-Universitäten zeigen sich vorausschauend

Strategie-Workshop fokussiert Profilbildung und strategische Ziele

Die Rhein-Main-Universitäten haben sich über Profilbildung und Steuerungsprozesse ihrer Allianz verständigt. Bei einem Strategie-Workshop am vergangenen Wochenende definierten die Präsidenten, Kanzler sowie die Leiter der Strategie- und Kommunikationsabteilungen der GU Frankfurt, der JGU Mainz und der TU Darmstadt die strategischen Ziele ihrer Kooperation und koordinierten deren operative Umsetzung.

Gruppenbild mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Strategie-Workshops.
Präsidenten, Kanzler sowie die Leiter der Strategie- und Kommunikationsabteilungen definierten die strategischen Ziele der Allianz der Rhein-Main-Universitäten.

Im Mittelpunkt stehen der weitere Ausbau der Forschungskooperationen, die Konzeption gemeinsamer Studiengänge und -angebote sowie Unterstützungsprogramme für die individuellen Karrierephasen des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zudem wurden auf operativer Ebene Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen etabliert. Die Landesregierungen von Hessen und Rheinland Pfalz unterstützen diesen Prozess in den ersten drei Jahren mit einem signifikanten finanziellen Beitrag.

Die Universitäten bekräftigten, dass sie im Rahmen von nationalen wie internationalen Förderprogrammen gemeinsame Forschungsprojekte und strategische Verbünde beantragen werden. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs wollen die Partneruniversitäten gemeinsame Bewerbungen um drittmittelgeförderte Graduiertenprogramme voranbringen und die Vernetzungsmöglichkeiten verbessern.

Um die strategische Entwicklung der Partnerschaft zu befördern, haben die Präsidentin und die Präsidenten bereits einen Initiativfonds aufgesetzt, mit dem sie neue Kooperationen gezielt anstoßen wollen. Zugleich ermuntern sie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihrer Universitäten, weitere Felder der Zusammenarbeit zu erschließen.

„Mehr Kooperation wagen und Partizipation ermöglichen“

„Nach unserem erfolgreichen Strategie-Workshop arbeiten wir daran, dass gemeinsame Projekte der Rhein-Main-Universitäten jetzt noch mehr Luft unter die Flügel bekommen. Wie erfolgreich wir sein werden, hängt entscheidend davon ab, ob wir zusammen mit allen Mitgliedern unserer Universitäten auch im Alltag mehr Kooperation wagen und Partizipation ermöglichen. Und es geht auch darum – Stichwort ‘Governance‘ – eine tragfähige strategische Steuerung zu etablieren. Auch dafür haben wir jetzt den Grundstein gelegt“, sagte die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff.

TU-Präsident Professor Dr. Hans Jürgen Prömel sieht dabei erhebliche gemeinsame Chancen und Potenziale für zukunftsträchtige Forschungsfelder: „Wir können als Rhein-Main-Universitäten die großen wissenschaftlichen Herausforderungen gezielter angehen, indem wir unsere spezifischen Stärken etwa in der Medizin und den Ingenieurwissenschaften oder in der Informatik und den Geisteswissenschaften intelligent zusammenführen.“

„Mit unserer länderübergreifenden Allianz wollen wir die Entwicklung des Rhein-Main-Gebiets als Wissenschaftsregion Rhein-Main weiter befördern und insbesondere auch die internationale Sichtbarkeit und Attraktivität dieser Region stärken“, sagte der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch.

Leistungsstarker Wissenschaftsstandort

Das Rhein-Main-Gebiet positioniert sich mit den Rhein-Main-Universitäten als leistungsstarker Wissenschaftsstandort. Mit rund 107.400 Studierenden, 1.440 Professuren und aktuell mehr als 70 Kooperationen sind die drei Universitäten die zentralen Akteure der Wissenschaftsregion Rhein-Main. Nach den Zahlen des jüngsten Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gehören die drei Rhein-Main-Universitäten gemeinsam hinsichtlich ihrer Drittmitteleinwerbung in den zentralen Wissenschaftsbereichen sowie hinsichtlich der gesamten Drittmitteleinwerbung von über 450 Millionen Euro pro Jahr zu den fünf führenden Wissenschaftsregionen Deutschlands.

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