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Smartes Wegemanagement, Moodle und eine Rallye-App

Abschluss Studieneingangs-Projekt am Fachbereich ETiT – mit Physikern und Psychologen

Am Freitag, 30.11.12, traten die Teams des Studieneingangs-Projektes an, um einer Experten-Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft ihre Entwürfe für die Smart-Campus-Rallye zu präsentieren – der Abschluss des ingenieurstypischen Entwicklungsprozesses, den die Studierenden während der Projektwoche durchlaufen hatten.

Ein Moderator hält auf der Bühne ein Mikrofon hoch. Bild: Sandra Siebert
Die Begeisterung des Publikums wird mit dem Applausometer gemessen. Bild: Sandra Siebert

Aufgabe während der Projektwoche war es, eine Rallye mit fünf Stationen zu entwerfen. Die Rallye sollte Erstsemesterstudierenden an der TU bei einem schnellen und leichten Einstieg in ihr Studium sowie der neuen Umgebung in Darmstadt helfen.

Neben der Entwicklung von einzelnen Rallye-Stationen lag das Hauptaugenmerk vor allem auf der technischen Umsetzung des Rallye-Managementsystems: Wie können die Rallyeteilnehmer ohne hohen Personalaufwand zu den Stationen geleitet werden? Wie wird die Bearbeitung der einzelnen Aufgaben manipulationssicher registriert? Wie erfolgt die Punktevergabe?

Blick von oben auf den mit Menschen gefüllten Mensa-Saal. Bild: Sandra Siebert
Die Abschlussveranstaltung fand in der Mensa der TU statt. Bild: Sandra Siebert

Bei ihren Lösungsvorschlägen hatten die Studierenden ganz verschiedene technische Ansätze gewählt. Bewertet wurden neben dem Technikeinsatz weitere Kriterien wie die Kreativität und die Umsetzbarkeit des Entwurfes sowie der Präsentationsstil und das Diskussionsverhalten der Studierenden.

Die schwierige Aufgabe der Jury war es nun, aus den vielen guten Ideen die „beste“ Lösung zu identifizieren. Vergeben wurden Preise in drei Kategorien: ein Jury-Preis für die überzeugendste Gesamtlösung, ein Preis für den besten Einsatz von Technik sowie ein Publikumspreis.

Jury-Preis für die beste Gesamtlösung (Gruppe 9)

Smartes Wegemanagement

Der Preis für die beste Gesamtlösung ging an eine interdisziplinäre Gruppe aus Studierenden der Psychologie und Elektro- und Informationstechnik. Bei dieser Rallye ist der Weg das Ziel: Die einzelnen Stationen der Rallye sind über einen Rundweg miteinander vernetzt. Der zurückgelegte Weg zwischen den Stationen dient nicht nur der Distanzüberwindung, sondern soll insbesondere beim Kennenlernen der neuen Umgebung helfen. Nach dem Schnitzeljagdprinzip müssen die Teilnehmer die Station mithilfe unterwegs erhaltener Wegbeschreibungen finden.

Hierzu sind an den Stationen sowie auf dem Weg QR-Codes angebracht, hinter denen sich verborgene Weginformationen verstecken. Die Rallye wird über einen zentralen Webserver gemanagt, mit dem die Teilnehmer per Smartphone kommunizieren. Das Wegemanagement lotst die Gruppen an ausgewählten „Points of Interest“ vorbei. An einem „Boxenstopp“ auf dem Weg besteht zudem die Möglichkeit, andere Gruppen zu treffen und kennen zu lernen.

Preis für den besten technischen Ansatz (Gruppe 41)

Moodle machts möglich

Der Preis für den besten technischen Ansatz ging an eine Gruppe von Studierenden der Elektro- und Informationstechnik. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die bereits an der TU Darmstadt verwendete Plattform Moodle. Über Moodle läuft die gesamte Kommunikation – von der Rallye-Anmeldung bis zur Rückmeldung der Ergebnisse. Mit Hilfe der Datenbankfunktion von Moodle wird ein effizientes Rallye-Managementsystem aufgebaut. Über das Internet findet die Vernetzung und Auswertung in Echtzeit statt. Das Konzept überzeugt insbesondere durch seine einfache Umsetzbarkeit, da auf schon vorhandene Strukturen zurückgegriffen werden kann.

Publikumspreis (Gruppe 8)

Rallye-App für das Tablet

Der Publikumspreis ging an eine interdisziplinäre Gruppe aus Studierenden der Psychologie und Elektro- und Informationstechnik. Im Mittelpunkt der Rallye steht eine App für Tablets. Diese leitet die Teilnehmer zu den Stationen und versorgt sie über Push-Nachrichten mit zusätzlichen nützlichen Informationen zu den besuchten Orten.

Die App meldet sich automatisch an den einzelnen Stationen an. An jeder Station werden die Teilnehmer mit einem Videobeitrag begrüßt, der wichtige Informationen über den Standpunkt sowie die Aufgabenstellung enthält. RFID-Chips am Tablet übermitteln die Ergebnisse, die die Rallye-Teilnehmer beim Lösen der Aufgabe erzielen, an den Hauptserver. Nach Beenden der Aufgabe meldet sich die App automatisch von der Station ab.