Athene-Preisträger 2014

Zwei Athene-Preisträger im Porträt

Informatik-Professor Andreas Koch und Gastprofessor Markus Prechtl

Prof. Andreas Koch

Porträt von Prof. Andeas Koch. Bild: Katrin Binner
Bild: Katrin Binner

Für sein gemeinsam mit Studierenden entwickeltes E-Teaching-System erhält der Informatik-Professor Andreas Koch den Athene-Preis 2014 der TU Darmstadt. Das Projekt „lectureStudio“ soll Dozentinnen und Dozenten den Einstieg in die digitale, interaktive Vorlesung leicht machen.

Es war eine dieser Vorlesungen über die „Einführung in die Technische Informatik“, die den Ausschlag gab. Vor ihm saßen an die 600 Erstsemester, der Raum war überfüllt, ein zweiter Hörsaal kurzfristig nicht aufzutreiben“, erinnert sich Andreas Koch. Eine Lösung musste her und so setzte der Professor für Informatik auf sein Improvisationstalent. Mit wenigen Mouseclicks zeichnete er seine Vorlesung auf, zumindest Vortrag und Inhalte, die auf dem Bildschirm seines Rechners zu sehen waren und stellte sie seinen Erstsemestern für die Wiederholung des Stoffes und ein besseres Verständnis zur Verfügung.

Das war die Initialzündung für sein Projekt „lectureStudio“, für das der 46-Jährige jetzt den Athene-Preis 2014 erhielt. Dabei ist E-Teaching eigentlich gar nicht das Forschungsgebiet des seit 2005 an der TU lehrenden Informatikers. Koch befasst sich eher mit der Schnittstelle zwischen Hard-und Software und dem Anspruch, „keine Rechner von der Stange“ für die Informatik zu entwickeln. Doch des Professors Herz schlägt auch für die Lehre und gute Lehrbedingungen. Seine Idee von der digitalen, interaktiven Vorlesung verfolgte er konsequent weiter.

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Gastprofessor Markus Prechtl

Porträt von Markus Prechtl. Bild: privat
Bild: Privat

Er war für ein Jahr Gastprofessor am Fachbereich Chemie und hat gleich den Athene-Sonderpreis 2014 erhalten. In einem Pilotprojekt haben Markus Prechtl und Lehramtsstudierende erfolgreich eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer angeboten. Dabei ging es um den geschlechtersensiblen Unterricht in Naturwissenschaften.

Studierende bilden Lehrerinnen und Lehrer aus. Sie schlüpfen in die Rolle der Fortbilder und erhalten dafür umgehend das Feedback der Profis. Diese Idee hat Markus Prechtl, der als Studienrat im Hochschuldienst der Universität Siegen arbeitet, schon lange reizvoll gefunden. Der 38-Jährige ist Experte für Geschlechterforschung und Chemiedidaktik. Als er 2014 als Gastprofessor an die TU Darmstadt berufen wurde, um mit angehende Chemielehrerinnen und Lehrern zu arbeiten, konnte er diesen Ansatz in die Tat umsetzen. Herausgekommen ist ein Preis gekröntes Konzept, das Prechtl gemeinsam mit seinen Lehramtsstudierenden entwickelt hat und das auf praktische Übungen mit spielerischer Komponente setzt. Ein Ansatz, der beide Seiten begeistert: Die angehenden Chemiepädagoginnen und Pädagogen probieren möglichst früh ihre Ideen und Fähigkeiten aus und sehen, wie sie ankommen. Die Lehrerinnen und Lehrer erfahren neue Methoden und können einen ganzen Katalog an Arbeitsmaterialien für ihren Unterricht mitnehmen.

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Astrid Ludwig