Schon wieder ausgezeichnet

31.05.2016

Schon wieder ausgezeichnet

TU-Forschungsprogramm ist „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2016

Das Forschungsprogramm „Nanosensoren für Medizin- und Umwelttechnologien (iNAPO)“ zählt zu den 100 erfolgreichen Preisträgern 2016 im Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Der seit Anfang des Jahres im Rahmen des LOEWE-Exzellenzprogramms des Landes Hessen geförderte Schwerpunkt wurde von einer unabhängigen Expertenjury aus rund 1.000 Bewerbungen ausgewählt.

Im interdiziplinären Forschungsprojekt iNAPO werden kanalartige Virenproteine erforscht, die beispielsweise in Sensoren für die Medizintechnik eingesetzt werden könnten. Im Bild: Versuchsaufbau im Labor von Prof. Dr. Gerhard Thiel, der die Arbeitsgruppe Plant Membrane Biophysics am Fachbereich Biologie der TU Darmstadt leitet. Bild: Sandra Junker
Im interdisziplinären Forschungsprojekt iNAPO werden kanalartige Virenproteine erforscht, die beispielsweise in Sensoren für die Medizintechnik eingesetzt werden könnten. Bild: Sandra Junker

Mit dem Forschungsprogramm „iNAPO“ gehört die TU Darmstadt zu den Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016. Unter dem Motto „NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“ liefere das Projekt, so die Jury, eine überzeugende Antwort auf die Frage, wie gemeinschaftliches Handeln innovative Lösungen für Herausforderungen von morgen bieten kann. Mit dem Wettbewerb würdigen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zukunftsweisende Ideen, die die Potenziale von Nachbarschaft im Sinne von Gemeinschaft, Kooperation und Vernetzung nutzen und so einen gesellschaftlichen Mehrwert zur Lösung von gegenwärtigen oder künftigen Herausforderungen schaffen.

iNAPO wird bis Ende 2018 mit 3,9 Millionen Euro vom Land Hessen gefördert – im Rahmen der „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE). Die TU-Professoren Bodo Laube (Fachbereich Biologie) und Wolfgang Ensinger (Fachbereich Material- und Geowissenschaften) koordinieren das Forschungsprogramm, das der Kernfrage nachgeht, ob sich Virenkanäle und andere biologische Nanoporen eignen, um robuste, zuverlässige und sensitive Sensoren im Nano-Maßstab zu bauen. Dazu arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Biologie, Materialwissenschaften, Chemie, Physik und Elektrotechnik zusammen. Ein wichtiger Partner ist auch das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung. iNAPO will die Bau- und Funktionsprinzipien von hochselektiven biologischen Nanokanälen verstehen und für die Sensorik nutzbar machen. Die Endprodukte, Hybridsysteme aus biologischen und Kunststoff-Nanoporen, könnten mit Mikroelektronik verknüpft und in der Analytik und der Biomedizin eingesetzt werden.

Hintergrund: „Deutschland – Land der Ideen“

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Die Deutsche Bank ist seit 2006 Partnerin und Nationale Förderin des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken.

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