Die Natur als Vorbild

14.07.2016

Die Natur als Vorbild

iNAPO ist „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2016

Die TU Darmstadt ist mit dem interdisziplinären Forschungsprojekt „iNAPO – Nanosensoren für Medizin- und Umwelttechnologien“ Preisträgerin im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016. Nun fand die offizielle Preisverleihung statt.

Auszeichnung: „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2016. Bild: Andreas Mann
Der Preis des bundesweiten Innovationswettbewerbs „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2016. Bild: Andreas Mann

Zum Thema „NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“ liefert das Kooperationsprojekt „Nanosensoren für Medizin- und Umwelttechnologien (iNAPO)“ in der Kategorie Wissenschaft eine Antwort auf die Frage, wie moderne Nanotechnologie dazu beitragen kann, Krankheiten und Umweltgifte zu erkennen.

Miniatur-Messgeräte, die Blutdruck oder Temperatur anzeigen, ermöglichen ihrem Träger den täglichen Gesundheitscheck – oder die medizinische Kontrolle aus der Ferne. Möglich wird die Technologie dank Sensoren im Nanomaßstab, die die gewünschten Werte liefern. Im LOEWE-Projekt iNAPO entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen nach dem Vorbild der Natur eine neue Generation besonders empfindlicher und damit leistungsstarker Nanosensoren. Diese sind winzig klein – und helfen künftig kostengünstig und verlässlich dabei, Krankheiten zu diagnostizieren oder giftige Stoffe in Lebensmitteln aufzuspüren.

iNAPO zählt nun zu den 100 erfolgreichen Preisträgern im Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Der seit Anfang des Jahres im Rahmen des LOEWE-Exzellenzprogramms des Landes Hessen geförderte Schwerpunkt wurde von einer unabhängigen Expertenjury aus rund 1.000 Bewerbungen ausgewählt.

Zahlreiche Gratulanten

Das Team von iNAPO freut sich über den Preis „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2016. Bild: Andreas Mann
Das Team von iNAPO freut sich über den Preis „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2016. Bild: Andreas Mann

Bei der offiziellen Preisverleihung gratulierten TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium sowie Dr. Rolf Bernhardt, Ministerialdirigent im Hessischen Wissenschaftsministerium. Laudatio und Preisübergabe übernahmen Anja Schlottmann von „Deutschland – Land der Ideen“, der gemeinsamen Initiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, sowie Thomas Eberle, Deutsche Bank, die Partnerin und Förderin des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte“ ist. Die iNAPO-Koordinatoren Prof. Dr. Bodo Laube (Fachbereich Biologie) und Prof. Dr. Wolfgang Ensinger (Fachbereich Material- und Geowissenschaften) stellten den Schwerpunkt vor.

iNAPO wird bis Ende 2018 mit 3,9 Millionen Euro vom Land Hessen gefördert und geht der Kernfrage nach, ob sich Virenkanäle und andere biologische Nanoporen eignen, um robuste, zuverlässige und sensitive Sensoren im Nano-Maßstab zu bauen. Dazu arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Biologie, Materialwissenschaften, Chemie, Physik und Elektrotechnik zusammen. Ein wichtiger Partner ist auch das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung.

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