Vier Vizes für das Präsidium

07.12.2016

Vier Vizes für das Präsidium

Universitätsversammlung der TU Darmstadt folgt Wahlvorschlag

Zwei neu gewählte und zwei wiedergewählte Vizepräsidenten und Vizepräsidentinnen gehören ab 1. Januar 2017 dem Präsidium der TU Darmstadt an: Die Universitätsversammlung folgte in ihrer Sitzung am Mittwoch. 7. Dezember 2016, den Wahlvorschlägen von Präsident Professor Hans Jürgen Prömel.

Gruppenbild mit den vier gerade gewählten Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten der TU Darmstadt. Bild: Paul Glogowski
Die frisch gewählten Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten der TU Darmstadt. Bild: Paul Glogowski

Professor Ralph Bruder wurde mit 44 von 58 abgegebenen Stimmen für eine zweite dreijährige Amtszeit als hauptamtlicher Vizepräsident für Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs bestätigt. Bruder ist seit 2006 Professor für Arbeitswissenschaft im Fachbereich Maschinenbau und seit 2011 wissenschaftlicher Direktor von Ingenium, der Dachorganisation zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt.

Professorin Mira Mezini wurde zur Vizepräsidentin für Forschung und Innovation gewählt. Für sie votierten 46 der 58 anwesenden Mitglieder der Universitätsversammlung. Die Informatik-Professorin, die 2002 an die TU berufen wurde und das Fachgebiet Softwaretechnik leitet, verantwortete seit 2014 im Präsidium die Ressorts Wissens- und Technologietransfer sowie Alumni.

Professor Matthias Rehahn wurde mit 39 Ja-Stimmen zum neuen Vizepräsidenten für Wissens- und Technologietransfer, Alumni und Fundraising gewählt. Er ist seit 1999 Professor für Makromolekulare Chemie an der TU Darmstadt. Rehahn leitete bis 2012 das Deutsche Kunststoff-Institut in Darmstadt und hatte in dessen Nachfolge-Einrichtung, dem Bereich „Kunststoffe“ des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, bis Ende 2015 die Bereichsleitung sowie die stellvertretende Institutsleitung inne.

Ebenfalls neu ins Leitungsteam rückt Professorin Andrea Rapp. Die künftige Vizepräsidentin für wissenschaftliche Infrastruktur erhielt 55 Ja-Stimmen. Rapp ist seit 2010 Professorin für Germanistische Computerphilologie und Mediävistik am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft.

Aus dem Präsidium scheidet zum Jahresende Professor Jürgen Rödel aus, der seit 2014 das Amt des Vizepräsidenten für Forschung innehatte. Der Professor für Nichtmetallisch-Anorganische Werkstoffe stand nur für eine Amtsperiode von drei Jahren zur Verfügung.

Vor der Universitätsversammlung dankte Rödel „für das mir entgegengebrachte große Vertrauen und die wirklich tolle Zusammenarbeit“. Er habe das „sehr gut funktionierende Zusammenspiel zwischen Zentrale und den dezentralen Einheiten“ schätzen gelernt und persönlich eine „ungemeine Verbreiterung meines Horizonts erfahren.“ Mit dem ihm eigenen hintergründigen Humor fügte er hinzu: „Und ich habe nicht gewusst, welche verschiedenen Bedenken es innerhalb der Universität geben kann.“

TU-Präsident Hans Jürgen Prömel dankte dem scheidenden Vizepräsidenten „von ganzem Herzen“ für dessen „sehr konstruktives und aktives Wirken“. Prömel weiter: „Die Zusammenarbeit mit Ihnen hat Riesenspaß gemacht.“

Die Wahl in Bildern

Bilder: Claus Völker

Zwei Vizepräsidentinnen, zwei Vizepräsidenten

Prof. Dr. Ralph Bruder. Bild: Katrin Binner
Professor Ralph Bruder. Bild: Katrin Binner

Prof. Dr.-Ing. Ralph Bruder, geb. 1963

1982 – 1988: Studium der Elektrotechnik, Studienrichtung Regelungstechnik, TH Darmstadt
1988 – 1996: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitswissenschaft der TH Darmstadt
1992: Dissertation zum Dr.-Ing. am Fachbereich Maschinenbau der TH Darmstadt
1996: Ruf auf die Universitätsprofessur für Ergonomie im Design, Universität Duisburg-Essen
2002 – 2005: Gründung und Leitung des Instituts für Ergonomie und Designforschung, Universität Duisburg-Essen
2003 – 2006: Gründungspräsident und Geschäftsführer Zollverein School of Management and Design, Essen
seit 2006: Professor für Arbeitswissenschaft und Leitung des Instituts für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt
seit 2011: Wissenschaftlicher Direktor von Ingenium, der Dachorganisation für den wissenschaftlichen Nachwuchs an der TU Darmstadt.
seit 2014: hauptamtlicher Vizepräsident für Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs

Weitere berufliche Aktivitäten:

2011 – 2015: Präsident der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft
2008 – 2012: Vorstandsmitglied der International Ergonomics Association (IEA), dem globalen Dachverband von nationalen Gesellschaften in Human Factors / Ergonomics
Mitgliedschaften: wissenschaftlicher Beirat des Exzellenzclusters „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ der RWTH Aachen; wissenschaftlicher Beirat der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin; in zahlreichen wissenschaftlichen Programmbeiräten für nationale und internationale Konferenzen. Sitzungsleitungen bei zahlreichen nationalen und internationalen Konferenzen.
Mitwirkung in nationalen/internationalen Gremien der Normung

Prof. Dr. Mira Mezini. Bild: Katrin Binner
Professorin Mira Mezini. Bild: Katrin Binner

Prof. Dr.-Ing. Mira Mezini, geb. 1966

1989: Diplom in Informatik, Universität Tirana, Albanien
1997: Promotion in Informatik, Universität Siegen
1997 – 1999: Assistenzprofessorin, Northeastern University, Boston, USA
1999 – 2000: Wissenschaftliche Assistentin, Universität Siegen
seit 2000: Professorin im Fachbereich Informatik, TU Darmstadt
2013 – 2016: Gastprofessorin, Lancaster University, United Kingdom
2014 – 2016: Vizepräsidentin für Wissens- und Technologietransfer

Leitung wissenschaftlicher Tagungen:

2015: Program Chair, GI Software Engineering Konferenz
2013: Program Chair, ACM Symposium on Foundations of Software Engineering (FSE)
2011: Program Chair, European Conference on Object-Oriented Programming (ECOOP)
2008: Program Chair, International Conference on Aspect-Oriented Software Development (AOSD)
2005: General Chair, AOSD

Editorial, Steering, Review, Advisory Boards

2001 – 2014: Steering board, AOSD(president 2009 – 2011)
2004: Steering board, ECOOP (vice-president 2005 – 2007)
2010: Editorial board, Journal of Object Technology
2013: Steering board, European Conference on Software Engineering (ESEC)
2014: Editorial board, IEEE Transactions on Software Engineering (TSE)
2004: Editorial board, Transactions on AOSD (editor in chief: 2010 – 2012)
2014, 2016: European Research Council (ERC), Consolidator Grant Panel
2014: 2016 DG Connect Advisory Board for the EU Horizon 2020 Programme
2016: Fachkollegium Informatik der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
2016: Informatics Europe Board

Preise und Stipendien

2016: Mitglied Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech)
2014: Deutscher IT-Sicherheitspreis
2013: Ehrendoktorwürde, University of Tirana
2012: European Research Council (ERC) Advanced Grant
2010: Ideenwettbewerb der TU Darmstadt
2006: IBM Eclipse Innovation Award
2005: IBM Faculty Award
1998: Promotionspreis der Universität Siegen

Prof. Dr. Matthias Rehahn. Bild: Jan-Christoph Hartung
Professor Matthias Rehahn. Bild: Jan-Christoph Hartung

Prof. Dr. rer. nat. Matthias Rehahn, geb. 1961

1981 – 1986: Studium der Chemie (Diplom), Johannes Gutenberg-Universität Mainz
1987 – 1990: Doktorand am Max Planck-Institut für Polymerforschung Mainz
1990: Promotion, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
1990 – 1993: Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Karlsruhe
1993 – 1994: Postdoktorand am Institut für Polymere, ETH Zürich
1994 – 1997: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Karlsruhe
1996: Habilitation an der Universität Karlsruhe
1997 – 1998: Vertretung einer C4-Professur am Institut für Organische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
seit 1999: Professor am Ernst-Berl-Institut für Technische und Makromolekulare Chemie und Leiter des Fachgebiets Chemie der Polymeren an der TU Darmstadt
1999 – 2012: Leiter des Deutschen Kunststoff-Instituts (DKI) Darmstadt
2012 – 2015: Stellvertretender Institutsleiter und Bereichsleiter „Kunststoffe“ des Fraunhofer-Instituts LBF, Darmstadt (Nachfolge-Einrichtung des DKI)

Funktionen in wissenschaftlichen Gesellschaften:

seit 2003: Fachgutachter der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke (AiF),
2004 – 2010: Stellvertretender Vorsitzender AiF-Gutachtergruppe 1
seit 2010: Vorsitzender der AiF-Gutachtergruppe 1 (Werkstoffe)
seit 2008: Mitglied des Wissenschaftlichen Rates und Präsidiumsmitglied der AiF
seit 2012: Gewählter Vorstand und Vizepräsident der AiF
2005 – 2014: Mitglied des technisch-wissenschaftlichen Beirates des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), Geesthacht
2008 – 2014: Vorsitzender des technisch-wissenschaftlichen Beirates des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), Geesthacht
seit 2015: Mitglied des Aufsichtsrates des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), Geesthacht
2005 – 2015: Mitglied des technisch-wissenschaftlichen Beirates des Leibniz-Instituts für Polymerforschung (IPF), Dresden

Prof. Dr. Andrea Rapp. Bild: Katrin Binner
Professorin Andrea Rapp. Bild: Katrin Binner

Prof. Dr. Andrea Rapp, geb. 1963

1990: Magisterexamen in Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Trier
1990 – 2000: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Trier im Rahmen eines Sonderforschungsbereichs
1996: Promotion im Fach Ältere deutsche Philologie, Universität Trier
2001 – 2002: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier (Trier Center for Digital Humanities) sowie in DFG-geförderten Projekten
2003 – 2004: Leiterin des Göttinger Digitalisierungszentrums an der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Leitung der Abteilung ,Digitale Bibliothek‘
2004 – 2010: Akademische (Ober-)Rätin im Fachteil Ältere deutsche Philologie sowie Geschäftsführerin des Trier Center for Digital Humanities an der Universität Trier
seit 2010: Professorin für Germanistik – Computerphilologie und Mediävistik an der Technischen Universität Darmstadt

Mitgliedschaften und Funktionen in wissenschaftlichen Gesellschaften:

Wissenschaftlicher Beirat des Vorhabens „Digitaler Wissensspeicher“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften;
Unterausschuss für elektronisches Publizieren der DFG (bis 2016);
Beirat des Mediävistenverbands;
Beirat des Forschungsverbunds Marbach-Weimar-Wolfenbüttel;
Wissenschaftlicher Beirat der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel;
Wissenschaftliche Kommission für das Akademienprogramm & der AG E-Humanities der Akademienunion;
Wissenschaftlichen Beirat des Blogportals Hypothèse;
Ständige Delegierte der TU Darmstadt des Philosophischen Fakultätentags

Gutachtertätigkeiten u.a.: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Wissenschaftsrat (Sachverständige), Leibniz-Gemeinschaft, Alexander von Humboldt-Stiftung, Senatsverwaltung Wirtschaft, Forschung und Technologie des Landes Berlin, Deutsch-französische Hochschule, Thyssen-Stiftung, Geschwister Boehringer Ingelheim Stiftung für Geisteswissenschaften, Österreichischer Wissenschaftsfonds (FWF), Fonds de la Recherche Scientifique FRS FNRS BELGIUM

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