Die aktuelle hoch³

Publikationen der TU Darmstadt und Publikationen, die die TU im Inhalt haben

Liebe Leserinnen und Leser,


hoch³ 3/2007
hoch³ 3/2007

der 16. April 2007, der Tag, an dem ein 23-jähriger Student an der Virginia Tech in Blacksburg/USA 32 Studenten und Lehrkräfte erschoss und sich anschließend selbst tötete, wird auch im kollektiven Gedächtnis der TU Darmstadt unauslöschlich als ein erschütternder Tag haften bleiben. Die Trauer ist noch immer groß, denn außerordentlich eng, freundschaftlich und sehr persönlich sind die Beziehungen zur Partneruniversität Virginia Tech. Vizepräsident Professor Reiner Anderl drückte, unmittelbar nachdem die Nachrichten über den Amoklauf um die Welt gingen, dem Präsidenten der Virginia Tech, Charles Steger, das tiefe Mitgefühl und Solidarität mit den Angehörigen und Freunden der Opfer aus. Viele intensive Telefongespräche und emotional getönte Mails zwischen Blacksburg und Darmstadt gab es in den Stunden nach der Gewalttat. In die Trauer mischte sich ein wenig Erleichterung, dass die sechs Studierenden aus Darmstadt an der Virginia Tech den Umständen entsprechen wohlauf und die beiden Austauschstudierenden, die aus Blacksburg an der TU Darmstadt zu Gast sind, halbwegs gefasst waren. Das Kondolenzbuch, in das sich in den Tagen danach viele Mitglieder der TU Darmstadt eintrugen, wurde von Professor Manfred Hampe persönlich dem Präsidium der Virginia Tech überreicht. Einen Kondolenzbesuch stattete auch Professor Anderl ab. Beide führten viele bewegende Gespräche auf dem Campus der Virginia Tech und nahmen an Trauer-Zeremonien teil, ebenso wie Michelle Cunningham-Wandel von der Uni-Abteilung für internationale Beziehungen, die nach Bekanntwerden des Amoklaufs ihre Dienstreise in den USA unterbrach und auf Einladung der Virginia Tech sofort an die Partner- Uni eilte, um ihren Beistand anzubieten. Die tiefen Eindrücke der TU-Mitglieder können Sie in dieser Ausgabe lesen. Vor wenigen Tagen haben mehrere tausend Absolventen der Virginia Tech in einer bewegenden Feier die diesjährigen Diplomzeugnisse erhalten. Etliche Opfer wurden postum mit Ehrendiplomen geehrt. Den Hinterbliebenen wurden Ringe ausgehändigt, wie sie für gewöhnlich den Abgängern der Universität verliehen werden.

Jörg Feuck