Appetit aufs Gründen

Verbunden bleiben

01.03.2018

Appetit aufs Gründen

Plattform CookMe bringt Freizeitköche an einen Tisch

In der App CookMe können sich Menschen verbinden, die Wert auf frisch zubereitete Mahlzeiten zu fairen Preisen legen und nicht gerne alleine essen.

Team CookMe: Lukas Stäcker, Kilian Jolmes, Tristan Eckart, Sebastian Köhler und Jon Krüger (v.li.). Bild: CookMe
Team CookMe: Lukas Stäcker, Kilian Jolmes, Tristan Eckart, Sebastian Köhler und Jon Krüger (v.li.). Bild: CookMe

Lukas Stäcker, Kilian Jolmes, Tristan Eckart, Sebastian Köhler und Jon Krüger kennen sich bereits seit Beginn ihres Studiums an der TU Darmstadt. Jetzt sind die fünf im Masterstudium Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau – und hatten Lust auf ein gemeinsames Projekt. »Da uns die Start-up-Branche schon lange interessiert hat, war das Seminar ›Start-up-Community Darmstadt‹ von Professorin Bock genau das Richtige für uns«, sagt Tristan Eckart.

Im Seminar begann dann das Brainstormen für eine Start-up-Idee, die es wert war, weiterverfolgt zu werden: »Wir haben uns bekannte erfolgreiche Plattformen wie Uber, Airbnb oder BlaBlaCar angeschaut, die Konzepte dahinter verglichen und uns überlegt, worauf man diese übertragen könnte«, erklärt Tristan. Herausgekommen ist eine Sharing-Economy-Plattform zum gemeinsamen Essen.

„Frisches Essen für jeden“

Das Prinzip: Auf CookMe können Nutzer online selbst gekochte Mahlzeiten anbieten oder buchen, um dann gemeinsam zu essen. Ein Nutzer, der Lust hat, Gäste bei sich zu Hause zu bekochen, stellt also sein geplantes Menü mitsamt Ort und Zeit online; andere Nutzerinnen und Nutzer, die daran interessiert sind, können sich dann zu dieser Mahlzeit anmelden. »So wird frisches Essen für jeden erreichbar – und zwar jeden Tag«, sagt Tristan. Denn der Preis orientiert sich an den Einkaufskosten und überschreitet selten zehn Euro. Dabei ist die Zielgruppe, die die fünf Freunde im Blick haben, heterogen: »Das geht von Studenten, die eine Alternative zur Mensa suchen, bis hin zu Eltern, deren Kinder aus dem Haus sind und die sich mal wieder über einen vollbesetzten Tisch freuen.«

Nach dem Start-up-Seminar an der TU, an dessen Ende ein ausgefeilter Businessplan stand, stellte sich für die fünf Studenten die Frage, ob sie mit CookMe tatsächlich den Weg zur Gründung gehen wollten. Im Dezember stand die Entscheidung fest: »Den Ausschlag dafür, mit CookMe weiterzumachen, gab die Erkenntnis, dass wir das alles aus eigener Kraft schaffen können«, sagt Tristan, der im Team für Strategie und Vertrieb zuständig ist. »Wir haben von der Uni das Werkzeug an die Hand bekommen, um erfolgreich zu gründen.«

Das Schlagwort, um das sich bei CookMe alles dreht, ist Community-Aufbau. Der Nutzerstamm muss ständig erweitert, auf das Feedback der Community eingegangen werden. »Solche Plattformen laufen nur erfolgreich, wenn das Vertrauen der Nutzer da ist«, sagt Eckart. Auch deshalb hat sich das Team entschieden, in Darmstadt mit dem Angebot zu beginnen. »Hier können wir den Markt gut steuern und auch Freunde bitten, doch mal ein Essen über unsere Plattform anzubieten.« Gerade führt das Team Test-Events durch, in Kürze soll die App an den Start gehen.

Auch das CookMe-Team ist Teil des seTUp-Programms von Highest, hat einen Raum im Technologie- und Innovationszentrum TIZ und profitiert vom Highest-Netzwerk: »Das Mentoring dort schätzen wir sehr. So gern man alles gerne selbst können möchte – das Feedback von außen ist für junge Gründer sehr wertvoll.«

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