Alumni-Fest 2014

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Alumni-Fest 2014

Auf der Sonnenseite des Karolinenplatzes, Fotografin: Sandra Junker
Auf der Sonnenseite des Karolinenplatzes, Fotografin: Sandra Junker
 

Am 19. September fand das Alumni-Fest 2014 der TU Darmstadt statt – in diesem Jahr mit etwa 100 Gästen im Haus der Geschichte am Karolinenplatz.

[Zum Starten der Bildergalerie auf Bild klicken] Fotografin: Sandra Junker
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[Zum Starten der Bildergalerie auf Bild klicken] Fotografin: Sandra Junker

Gegen 17 Uhr füllte sich das Haus rasant. Über 100 Ehemalige kamen, um wieder einmal Uni-Luft zu schnuppern, um dem Festvortrag von Dr. Christoph Franz zu lauschen, aber auch um sich gegenseitig auszutauschen. Das Netzwerk-Angebot, sich mit einem farbigen Aufkleber zum eigenem Fachbereich zu bekennen, wurde daher sehr gut angenommen.

Als Vizepräsidentin der TU Darmstadt eröffnete Prof. Dr.-Ing. Mira Mezini das Fest. Sie stellte ihren Aufgabenbereich Wissens- und Technologietransfer vor. Zudem erläuterte sie das neue Festkonzept, Alumni stets an andere Standorte der TU einzuladen und ihnen verschiedene Bereiche der TU vorzustellen.

Der Sommerabend wurde zum ausgiebigen Feiern genutzt. Fotografin: Sandra Junker
Der Sommerabend wurde zum ausgiebigen Feiern genutzt. Fotografin: Sandra Junker

Im Anschluss sprach Dr. Christoph Franz, Präsident des Verwaltungsrates der Roche Holding AG und Alumnus der TU Darmstadt. In einem sehr lebendig gehaltenen Festvortrag behandelte er die Thematik „Mobilität im Beruf und Mobilität als Beruf“ aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, unterlegt mit eigenen Erfahrungen.

Gefeiert wurde dann im Foyer, dank des wunderbaren Spätsommerwetters jedoch auch draußen auf dem Karolinenplatz. Gesangliche Darbietungen, Salonmagie mit dem Zauberkünstler Sigma sowie eine nächtliche Expedition über den stark veränderten Campus Stadtmitte rundeten das Programm ab.

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Mehr zum Wissens- und Technologietransfer

Frau Mezini verknüpfte in ihrer Ansprache eine der ersten Transferleistungen der Hochschule, den 1882 durch Prof. Dr. Erasmus Kittler angeregten Bau des Darmstädter E-Werks Centralsation, mit der Historie des Hauses der Geschichte Darmstadt (auch bekannt als Mollerbau). Mit der Elektrifizierung der Stadt gelang es, das im 19. Jahrhundert noch als Theater genutzte Gebäude mit einer sichereren Beleuchtung auszustatten als den damals üblichen Gaslampen.

Heute ist der Wissens- und Technologietransfer ein elementarer Aufgabenbereich der Universität, der Forschungsergebnisse systematisch nutzbar machen möchte.

Bild: Portrait von Christoph Franz
Dr. Christoph Franz, Bild: Roche Holding AG

Mehr zum Festredner Dr. Christoph Franz

Dr. Christoph Franz ist neuer Verwaltungsratspräsident des Schweizer Pharmakonzerns Roche. Am 19. September kam er als Keynote Speaker des zentralen Alumni-Fests der TU Darmstadt zurück an seine Alma Mater.

Christoph Franz, 1960 in Frankfurt a. M. geboren, studierte Wirtschaftsingenieurwesen (Maschinenbau) an der Technischen Universität Darmstadt, der École Centrale de Lyon und der École Supérieure de Commerce de Lyon (Frankreich). Im Anschluss promovierte er an der TU Darmstadt in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Nach einem Postdoc-Forschungsaufenthalt an der University of California, Berkeley (USA), begann Franz im Alter von 30 Jahren seine berufliche Laufbahn bei der Deutschen Lufthansa AG.

Eine große Chance, denn schon nach wenigen Monaten im Konzern arbeitete er unter Wolfgang Mayrhuber im Stab von Vorstandschef Jürgen Weber am Turnaround des nach dem Golfkrieg kriselnden Unternehmens. Nach dessen Sanierung wechselte Franz 1994 zur Deutschen Bahn AG, wo er bereits 1999 zum Vorstandsvorsitzenden der DB Reise & Touristik AG und damit auch zum Mitglied im Konzernvorstand der Deutschen Bahn AG aufstieg. Sein Einsatz für das damals neu eingeführte Preissystem, das abhängig von der Auslastung der Züge konzipiert war, löste Protest der Bahnkunden aus, woraufhin Franz 2003 ausschied.

Chef zweier Airlines

Ein Jahr später konnte Franz an seine vorherigen Erfolge anknüpfen als CEO für die Sanierung der Swiss International Air Lines. Dort bewies sich Franz durch seine erfolgreiche Führung der Fluggesellschaft. 2009 wurde er zum Vorstand Passage Airlines der Lufthansa berufen. Am 1. Januar 2011 trat er als Nachfolger von Wolfgang Mayrhuber das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa an und legte dort das Zukunftsprogramm Score auf mit dem Ziel, das Betriebsergebnis entscheidend zu verbessern.

Seinen Wohnsitz behielt Franz in seiner Wahlheimat, der Schweiz, in der er nach wie vor bestens vernetzt ist. Die neue berufliche Herausforderung beim Schweizer Pharmakonzern Hoffmann-La Roche nahm der 53-Jährige daher gern an. Seit dem 4. März 2014 ist Franz − in Nachfolge von Franz B. Humer − neuer Verwaltungsratspräsident beim Pharmaunternehmen Roche.