Alumni-Fest

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Das Alumni-Fest der TU Darmstadt

Am 07.07.2017 fand erneut das Alumni-Fest der TU Darmstadt statt. 130 Alumni folgten der Einladung von Vizepräsident Prof. Dr. Rehahn in den Botanischen Garten der TU Darmstadt.

Nachdem in den Vorjahren im Staatsarchiv, im Hörsaal- und Medienzentrum oder auch im Herrngarten gefeiert wurde, begegneten sich die Ehemaligen in diesem Jahr auf dem Campus Botanischer Garten der TU Darmstadt.

Bilder: Gregor Rynkowski. Eine Bildergalerie mit ALLEN Fotos zum Alumni-Fest finden Sie in unserem Alumni-Portal über https://www.tu-darmstadt.de/alumni/netzwerk/index.de.jsp

Nach einem Sektempfang bei strahlendem Sonnenschein, begrüßte Prof. Dr. Rehahn die Gäste. Er sprach über aktuelle Forschungsthemen der TU Darmstadt und die damit verbundenen Transferaufgaben der Universität. Seinen Themenschwerpunkt setzte er mit Ausführungen zum Beitrag der Universität für Region und Gesellschaft, eine verantwortungsvolle Aufgabe, für welche die TU Darmstadt Unterstützung sucht. In diesem Zusammenhang lud er die Alumni ein, mit der Universität in einen Dialog zu treten und die Hochschulentwicklung durch eigene Ideen und eigenen Einsatz mitzugestalten, um so eine Win-win-Situation für alle zu schaffen.

Die Festrede hielt Dr. Jürgen Eck, Vorstandsvorsitzender der BRAIN Aktiengesellschaft in Zwingenberg. Diese Gründung von Absolventen der TU Darmstadt hat sich seit 1993 zu einem der technologisch führenden Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen, sogenannten Weißen Biotechnologie entwickelt und ist ein anschauliches Beispiel für den Wissens- und Technologietransfer an der TU Darmstadt. „Beklatschen Sie nicht mich, beklatschen Sie die TU Darmstadt“, kommentierte Eck den Erfolg seines international aufgestellten Unternehmens bescheiden. „Die TU hat uns mit der Vermietung von Laborräumlichkeiten die ersten Schritte ermöglicht … oder uns zumindest Mut gemacht, diesen Schritt zu wagen“.

Für Dr. Eck war der Abend eine Rückkehr in seine Vergangenheit, in seinen „alten“ Hörsaal im Fachbereich Biologie. In seinem Vortrag „Bio trifft Technologie: Auf dem Weg zu einer wissensbasierten Bioökonomie“ skizzierte er kurzweilig die Entwicklung der Biologie. Aktuelle Erkenntnisse zum ungeheuren Potenzial biologischer Syntheseleistungen verleihen der Wissenschaft zunehmend Bedeutung für die Industrie. Ein Beispiel: Mikroorganismen, die aus Kohlendioxid unter Zugabe von Wasserstoff die Ausgangsstoffe für bioabbaubare Kunststoffe oder Gummi synthetisieren. Solches Wissen zu gewinnen und industriell nutzbar zu machen, ermöglicht nachhaltige, klimaschonendere Produktionsverfahren.

Im Anschluss an die Vorträge ging es zur Feier in den Botanischen Garten. Dort führte Dr. Kerstin Reifenrath ihr interessiertes Publikum durch die Welt der Pflanzen. Bei einem mediterranen Grillbuffet sowie stimmungsvoller Begleitung durch die TU Big Band tauschten sich Alumni und Festredner bis tief in die Nacht aus und genossen das südliche Flair der Gartenanlage.

 
Dr. Jürgen Eck, Vorstandsvorsitzender der BRAIN AG, Bild: Gregor Rynkowski
Dr. Jürgen Eck, Vorstandsvorsitzender der BRAIN AG, Bild: Gregor Rynkowski

Dr. Jürgen Eck studierte Biologie an der Technischen Universität Darmstadt mit den Schwerpunkten Mikrobiologie und Molekularbiologie. Nach seiner Promotion zum Dr. rer. nat. in den Fächern Biochemie und Molekulargenetik stieß er 1994 zum Gründerteam der BRAIN AG. Im Jahr 2000 wurde Dr. Eck als CFO in den Vorstand der BRAIN AG berufen und mit dem Ressort Forschung und Entwicklung betraut. Zum 1. Januar 2010 wurde Dr. Eck in den Senatsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) berufen. Am 1. Juli 2015 übernahm er das Amt des Vorstandsvorsitzenden (CEO) der BRAIN AG.

Der Infopavillon im Botanischen Garten. Bild: Thomas Ott
Der Infopavillon im Botanischen Garten. Bild: Thomas Ott

Der erste Botanische Garten entstand 1814 nach Trockenlegung des Schlossgrabens. Auf Initiative von Baurat Johannes Hess ließ der Landesfürst einen Demonstrations- und Lehrgarten unter ausdrücklich wissenschaftlichen Aspekten anlegen. 1830 wurde er verlegt, um nach einigen Umzügen östlich des Woogs an der Roßdörfer Straße seinen finalen Platz zu finden.

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