Defektquantifizierung im PBF-LB/M mittels Sensordatenfusion

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der TU München wird am PTW daran gearbeitet, Defekte im PBF-LB/M gezielt zu erkennen, zu klassifizieren und quantitativ zu bewerten, um die Qualität sicherheitskritischer Bauteile zuverlässiger abzusichern. Hintergrund ist, dass durch die Prozesskomplexität unvermeidbare Fehler entstehen, deren Art, Verteilung und Ausprägung mit bisherigen Prüfmethoden wie Mitlaufproben oder CT-Scans nur unzureichend beziehungsweise sehr aufwendig erfasst werden können. Dazu wird der Fertigungsprozess mit mehreren optischen und akustischen Sensorsystemen überwacht, deren Daten auf System- und Auswertungsebene zusammengeführt werden (Sensordatenfusion). Mit Hilfe von Domänenwissen und charakteristischen Datenmustern sollen die Defekte hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit und Ausprägung beschrieben werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Berücksichtigung des Selbstheilungseffekts im Prozess, bei dem bestimmte Fehler im weiteren Verlauf durch Wiederaufschmelzen (teilweise) ausgeglichen werden können.