Dehnungsmessstreifen werden verwendet, um die Verformung von Teilen unter Belastung zu messen. Bei hoch spezifizierten Teilen können die mit Hilfe der Dehnungsmessstreifen ermittelten Verformungswerte zur Messung der auf das Teil wirkenden Kraft verwendet werden. Verformungsplatten in Verbindung mit den Dehnungsmessstreifen bilden in diesem Zusammenhang einen Sensor.
Beim PBF-LB/M-Verfahren können Komponenten wie Verformungsplatten im Prozess in die gefertigten Teile eingelegt werden. Anschließend kann der Prozess erneut gestartet werden und die eingebrachten Komponenten werden mit den nachfolgenden Schichten mit den Bauteilen verschmolzen.
Um einen Sensor zu schaffen, der in komplexe Strukturen integriert werden kann, wurden Prototypen gebaut, in die Verformungsplatten während des Druckprozesses eingefügt wurden. Die Platten wurden erfolgreich mit den additiv gefertigten Teilen verschmolzen und die Funktionsfähigkeit der Sensoren erreicht. In Tests wurden eine zuverlässige Kraftübertragung und eine ausreichend niedrige Verformungshysterese beobachtet. Diese Implementierung des Sensorkonzept legt den Grundstein für eine tiefere Sensorintegration in den Kraftfluss von additiv gefertigten Teilen.