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16.12.2016

Die Uni-Allianz bewegt

Einjähriges Bestehen: Rhein-Main-Universitäten ziehen positive Bilanz

Die Strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten hat im ersten Jahr ihres Bestehens Impulse gesetzt „Wir sind sehr gut gestartet, um die Wissenschaftsregion weiter zu stärken“, so lautet die Bilanz der Universitätsleitungen der TU Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, und Prof. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt (v.li.). Bild: Paul Glogowski
Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, und Prof. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt (v.li.). Bild: Paul Glogowski

Mit einem Portfolio von rund 70 Kooperationsprojekten und fächerspezifischen Verbünden war die strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) im Dezember 2015 offiziell gestartet – ein Jahr später ist diese Liste bereits deutlich länger.

Im ersten Jahr des Bestehens ihrer strategischen Allianz konnten die Rhein-Main-Universitäten viele Projekterfolge verbuchen: Anfang 2016 nahm das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 4,7 Millionen Euro geförderte Graduiertenkolleg 2128 zu energieeffizienten Teilchenbeschleunigern die Arbeit auf – hier kooperieren Kernphysiker der Technischen Universität Darmstadt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

Zum 1. Juli 2016 startete der ebenfalls von der DFG geförderte Sonderforschungsbereich 1193 „Neurobiologie der Resilienz gegenüber stressinduzierter psychischer Dysfunktion: Mechanismen verstehen und Prävention fördern“ der Universitäten Mainz und Frankfurt mit einem Fördervolumen von rund 12,1 Millionen Euro in die erste Arbeitsperiode von vier Jahren sowie der Sonderforschungsbereich 1177 „Molekulare und funktionale Charakterisierung der selektiven Autophagie“, in dem ebenfalls die Goethe-Universität und die JGU kooperieren.

Die DFG fördert zudem im Rahmen des Programms „Performance Engineering für wissenschaftliche Software“ ein umfangreiches Hochleistungsrechen-Vorhaben der Rhein-Main-Universitäten im Verbund mit der TU Kaiserslautern. Seit Oktober 2016 existiert ein von der Goethe-Universität initiiertes Mercator Science-Policy Fellowship-Programm der RMU, das den Brückenschlag zwischen Spitzenforschung und der Welt der Entscheider stärkt. Das Jean Monnet Centre of Excellence der TU Darmstadt und der JGU, das sich dem Thema „EU in Global Dialogue“ widmet, feiert in diesen Tagen einjähriges Bestehen.

„Ein Plus an wissenschaftlicher Exzellenz“

„Wir haben gemeinsam ein Plus an wissenschaftlicher Exzellenz inmitten der Rhein-Main-Region erreicht – in Forschung und Lehre, in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, in Fragen der Steuerung und Verwaltung“, sagte Professor Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt. „Wir wollen diese extrem starke und innovative Region auf der Weltkarte der Wissenschaft noch sichtbarer platzieren und unseren international guten Ruf weiter ausbauen“, so Prömel.

Eine Besonderheit ist der gemeinsam aufgelegte und jährlich mit einer halben Million Euro gespeiste „Initiativfonds“, mit dessen Mitteln zukunftsträchtigen Forschungsverbünden der drei Partneruniversitäten ein zusätzlicher Anreiz zur gemeinsamen Arbeit geboten wird. In der ersten Ausschreibungsrunde konnten sich Kooperationen in der Medizintechnik und in den Digital Humanities behaupten und werden ab 2017 entsprechend finanziell gefördert. Mit dem Fonds schieben die RMU zum Beispiel auch neue Forschungsschwerpunkte zwischen Medizinern in Frankfurt und Mainz sowie Ingenieuren in Darmstadt an und arbeiten an einem gemeinsamen neuen Studiengang Medizintechnik.

Die drei Universitäten haben in den zurückliegenden Monaten in mehreren Feldern die Vernetzung ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorangetrieben. So fanden große Workshops zur Archäologie, der Afrikaforschung, den Digitalen Geisteswissenschaften und den Neurowissenschaften statt. „Gemeinsam können wir noch mehr erreichen. In der standortübergreifenden Zusammenarbeit der Rhein-Main-Universitäten gibt es noch etliche ungehobene Schätze“, sagte die Präsidentin der Goethe-Universität, Professorin Birgitta Wolff.

„Zudem haben die Rhein-Main-Universitäten in den vergangenen Monaten Stück für Stück ihre Strukturen in Hochschulsteuerung und Verwaltung aufeinander abgestimmt, um eine effektive Umsetzung gemeinsamer Entscheidungen zu ermöglichen“, betont Professor Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. So wurde im Sommer ein Forschungsrat eingerichtet, in den jede der Partneruniversitäten vier renommierte Experten und Expertinnen entsendet, die die unterschiedlichen Fachdisziplinen repräsentieren. Das Gremium berät den von den drei Hochschulleitungen gebildeten Lenkungskreis in fachlichen Angelegenheiten insbesondere der Forschungsförderung.

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