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14.06.2017

Offen am 275. Geburtstag des berühmten Physikers

TU Darmstadt lädt zum 1. Juli ins Georg Christoph Lichtenberg-Haus ein

Der 1. Juli ist ein besonderer Tag: Vor genau 275 Jahren wurde der Naturwissenschaftler und Schriftsteller Georg Christoph Lichtenberg in Ober-Ramstadt bei Darmstadt geboren. Das Jubiläum nimmt die Technische Universität Darmstadt zum Anlass, zum „Tag der offenen Tür“ in das Georg Christoph Lichtenberg-Haus, das Gästehaus der Universität für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, in der Dieburger Straße 241 einzuladen.

Georg Christoph Lichtenberg-Haus, Gästehaus der TU Darmstadt. Bild: TU Darmstadt / Thomas Ott
Das Georg Christoph Lichtenberg-Haus ist das Gästehaus der TU Darmstadt. Bild: TU Darmstadt / Thomas Ott

Das repräsentative Georg Christoph Lichtenberg-Haus mit seinem imposanten Jugendstil-Interieur und seinem großzügigen Garten ist von 15.00 bis 20.00 Uhr zur Besichtigung geöffnet – inklusive des Turms, von dem aus großartige Fernblicke möglich sind.

Um 15.30 Uhr wird eine neue Lichtenberg-Skulptur des Künstlers Detlef Kraft feierlich eingeweiht. Der Festvortrag „Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen – Georg Christoph Lichtenberg. Experimentalphysiker, Denker – Darmstädter" von Ulrich Joost und Vanessa Geuen, thematische Führungen durch das Gebäude mit seinen beiden Sälen, in denen häufig wissenschaftliche Tagungen, aber auch private und geschäftliche Feiern stattfinden, sowie Livemusik und Spiele für die Kleinen runden das Programm ab. Für besondere Getränke und kleine Speisen ist gesorgt.

Hintergrund: Chronik, Daten, Fakten zum Lichtenberg-Haus

1899: Der Architekt Franz Nick lässt ein Hotel und Parkrestaurant auf dem freien Grundstück bauen.

1905/06: Besitzerwechsel, erste Umbauten

1910/11: Prinz Otto von Schaumburg-Lippe erwirbt das Anwesen, das fortan „Haus Hagenburg“ heißt, für private Zwecke und lässt es aufwendig im Jugendstil neu gestalten: Das Treppenhaus wird mit prachtvollen Fliesen aus der von Jacob Julius Scharvogel aufgebauten und geleiteten Großherzoglichen Keramischen Manufaktur Darmstadt ausgestattet. Handwerker führen hochwertige Holz- und Steinmetzarbeiten aus. Jakob Krug, Mitarbeiter von Josef Maria Olbrich, Mitglied der Künstlerkolonie Mathildenhöhe, zeichnet für Umbauten mitverantwortlich.

nach 1924: zwei Besitzerwechsel

1938: Die NSDAP nimmt das Anwesen in Besitz und richtet eine SA-Gruppenschule ein.

1940–1945: Nutzung als Lazarett

1946: Erneute Nutzung als Krankenhaus

1948: Der Hessische Minister für Erziehung und Volksbildung wird neuer Eigentümer; Nutzung als städtische Frauenklinik

1955: Das Studentenwerk übernimmt die Immobilie und richtet ein Studentenwohnheim mit 92 Plätzen ein. Die TH Darmstadt nutzt einige „Clubräume“.

1977: Schließung des Wohnheims. Mit finanzieller Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung, des Landes Hessen und der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) wird das Gebäude zum Gästewohnhaus und Internationalen Begegnungszentrum umgebaut.

1980: Die ersten Gastwissenschaftler der TH Darmstadt und GSI ziehen in die neuen Wohnungen. Die Leitungen beider Institutionen bilden paritätisch den „Trägerverein des Internationalen Begegnungszentrums der Wissenschaft Darmstadt e.V.“.

1983: Abschluss der Restaurierungs- und Modernisierungsarbeiten

2006: Denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehülle

2012: Die TU Darmstadt übernimmt die alleinige Nutzung des Gebäudes und Geländes

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