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08.09.2017

Zuverlässige Sicherheitskonzepte

Abschlusskonferenz der Forschungsinitiative „Reliably Secure Software Systems“

Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für IT-Sicherheit haben sich in Darmstadt getroffen, um sich zum Abschluss der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit zwölf Millionen Euro geförderten Forschungsinitiative Reliably Secure Software Systems (RS³) über ihre Forschungsergebnisse auszutauschen und Grundsteine für die IT-Sicherheit der Zukunft zu legen.

Internationale Expertinnen und Experten für IT-Sicherheit trafen sich in Darmstadt zur Abschlusskonferenz der Forschungsinitiative „Reliably Secure Software Systems“. Bild: Jessica Bagnoli
Internationale Expertinnen und Experten für IT-Sicherheit trafen sich in Darmstadt zur Abschlusskonferenz der Forschungsinitiative „Reliably Secure Software Systems“. Bild: Jessica Bagnoli

Die nationale Forschungsinitiative RS³, die 2010 ihre Arbeit aufgenommen hat und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 12 Millionen Euro gefördert wurde, hat einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel in der IT-Sicherheitsforschung vorangetrieben. Ziel der Forscherinnen und Forscher war die Entwicklung zuverlässiger Sicherheitskonzepte, die diesen Paradigmenwechsel unterstützen, um Softwaresicherheit zu verbessern.

Um diesen Paradigmenwechsel voranzutreiben, wurden theoretische und methodische Grundlagen erforscht, Analysewerkzeuge konstruiert und diese in drei verschiedenen Anwendungsszenarien erprobt. So verbesserten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Softwaresicherheit von Smartphones und illustrierten dieses an einem eigenen prototypischen App-Store, der Sicherheit aus Nutzersicht gezielt verbessert. Weiterhin arbeiteten sie an einem sicheren E-Voting – also der elektronischen Stimmabgabe. Zudem entwickelten sie ein Konferenzmanagementsystem mit mathematisch bewiesenen Sicherheitsgarantien, das bereits bei internationalen Konferenzen zum Einsatz kam.

Renommierte Gäste bei der Abschlusskonferenz

Fred B. Schneider von der Cornell University bei seinem Vortrag. Bild: Jessica Bagnoli
Fred B. Schneider von der Cornell University bei seinem Vortrag. Bild: Jessica Bagnoli

Die Abschlusskonferenz der Forschungsinitiative begleiteten renommierte Gastreferenten wie Fred B. Schneider von der Cornell University, USA. Schneider unterstrich die Notwendigkeit eines allumfassenden Sicherheitsschutzes für die Gesellschaft, die immer abhängiger von Computernetzwerken im Alltag ist und vor zunehmenden Attacken in der digitalen Welt geschützt werden muss. Er geht davon aus, dass die fundamentalen Ansätze und Ergebnisse der RS³-Initiative einen langfristigen Einfluss auf die IT-Sicherheit der Zukunft haben werden.

Auch Philippa Gardner, Informatikprofessorin am Imperial College London, die im Bereich Programmverifikation forscht, betonte im Hinblick auf die Schadsoftware „WannaCry“, die vor einigen Monaten Rechner von Krankenhäusern, der Deutschen Bahn und etlichen Unternehmen lahmlegte, dass mehr in IT-Sicherheit und Forschung investiert werden muss: „es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns.“

Forschungskoordinator der Initiative, Informatikprofessor Dr. Heiko Mantel, Leiter des Fachgebiets Modellierung und Analyse von Informationssystemen (MAIS) der TU Darmstadt, betrachtet die Tagung als gelungenen Abschluss der Initiative. „RS³ war ein ganz wichtiger Schritt, um die für zuverlässige Softwaresicherheit so notwendigen Grundlagen zielgerichtet weiterzuentwickeln und praktisch zu erproben. Durch RS³ wurde ein Netzwerk geschaffen, auf dem zukünftige Forschungsinitiativen aufbauen können. Es ist auch toll zu sehen, wie sich die beteiligten Nachwuchswissenschaftler fachlich und persönlich weiterentwickelt haben – viele haben bereits weitere Karriereschritte im In- und Ausland erreicht.“ Aus der Initiative RS³ sind bisher sechs Professorinnen und Professoren, sechzehn Promovenden und eine Vielzahl an Master- und Bachelorabsolventen hervorgegangen.

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