Neues Policy Paper der TU9 stellt Projekte der TU Darmstadt vor
25.02.2026
Die Energiewende verändert das deutsche Energiesystem grundlegend. Das vorhandene Stromnetz, ursprünglich auf wenige zentrale Großkraftwerke ausgelegt, steht heute vor einer Vielzahl neuer Anforderungen: steigende Einspeisung erneuerbarer Energien, höhere Volatilität, zunehmende Dezentralität und gesteigerte Anforderungen an Cybersicherheit.
Als Mitglied der TU9-Allianz führender Technischer Universitäten übernimmt die TU Darmstadt Verantwortung und trägt gemeinsam mit den anderen TU9-Universitäten zur Bewältigung dieser großen gesellschaftlichen Herausforderungen bei.
Die TU Darmstadt verbindet dafür ihre exzellente Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung und Innovation. Das aktuelle TU9 Policy Briefing (PDF-Datei) (wird in neuem Tab geöffnet) „Die Energiewende gestalten – Innovationen für ein sauberes, sicheres und bezahlbares Energiesystem“ zeigt, wie konkrete Projekte aus den Universitäten dazu beitragen, Nachhaltigkeitsziele in die Tat umzusetzen.
Folgende Forschungsprojekte der TU Darmstadt sind im TU9 Policy Briefing besonders im Fokus.
CyberStress – Stresstests für cybersichere Energienetze
Das BMFTR-Projekt CyberStress entwickelt modellbasierte Verfahren, um Energienetze systematisch auf Cyberangriffe und digitale Störereignisse zu prüfen. So entstehen neue Methoden, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die Resilienz kritischer Infrastrukturen zu stärken.
Clean Circles – Eisen als Energieträger einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft
Clean Circles erforscht einen innovativen Energiekreislauf auf Basis von Eisen, das als reaktives Metall enormes Potential für die Energiewende hat. Der Ansatz ermöglicht die CO₂‑freie Speicherung und den Transport großer Energiemengen über große Distanzen und schafft damit eine potenzielle Grundlage für klimaneutrale industrielle Prozesse. Das Projekt wird gefördert durch das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
Zudem stellt das Policy Briefing weitere Projekte vor, an denen die TU Darmstadt beteiligt ist:
SFB 1463 „Offshore-Megastrukturen“
Der Sonderforschungsbereich entwickelt tragfähige, langlebige und digital optimierte Strukturen für zukünftige Offshore-Energieanlagen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur sicheren Nutzung erneuerbarer Energien auf See.
Kopernikus-Projekt „SynErgie“
Im Rahmen eines der größten Energiewende-Forschungsprogramme Deutschlands arbeitet die TU Darmstadt daran, industrielle Prozesse flexibel an die fluktuierende erneuerbare Stromerzeugung anzupassen. Ziel ist eine energieadaptive, wirtschaftlich wettbewerbsfähige Industrieproduktion.
B‑SWIVT – Sektorenkopplung im Bestandswohnquartier
Das Projekt untersucht, wie Bestandswohnquartiere durch intelligente Verknüpfung von Wärme, Strom, Speichertechnologien und digitaler Steuerung energetisch modernisiert werden können – ein zentraler Baustein für klimafreundliche Städte.
Mit diesen und vielen weiteren Projekten zeigt die TU Darmstadt, wie technische Spitzenforschung im Forschungsfeld E+E konkrete Lösungen für die Energiewende liefert. Als Teil der TU9-Allianz verbindet sie wissenschaftliche Exzellenz mit Innovationskraft und leistet so einen entscheidenden Beitrag zu einem sauberen, sicheren und bezahlbaren Energiesystem der Zukunft.