Medienschau: Expertin Hanson zu Bedeutung von erneuerbaren Energien zur Stromnetzstabilisierung

Online Veranstaltung des Science Media Centers

03.06.2026

Professorin Jutta Hanson, Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz Erneuerbarer Energien am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt, hat bei einer Online-Veranstaltung des Science Media Centers die Bedeutung von erneuerbaren Energiequellen für die Stabilität des Stromnetzes in Deutschland betont. Daraus zitiert auch die Tagesschau in einem Onlinebericht. Laut Hanson nimmt der Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung zu, was die Frage aufwerfe, wie man die Aufgaben zwischen den erneuerbaren Energiequellen und den konventionellen Kraftwerken aufteilen muss, um die Spannung regeln zu können. Kraftwerke seien „wie Stützpfeiler im Netz", so die Wissenschaftlerin. Deshalb müssen erneuerbare Energie in der Zukunft mehr zu der Stabilität im Netz beitragen.

Hintergrund für diese Online-Veranstaltung war der Stromausfall vom 28. April 2025, der die Infrastruktur in großen Teilen Spaniens und Portugals für über zwölf Stunden lahmgelegt hat. Die Gründe für diesen Blackout sind laut Analyse-Bericht der europäischen Übertragungsnetzbetreiber mehrere Fehler im Netz. Zunächst hat eine Routinemaßnahme zu einem Überschuss an Spannung im Stromnetz geführt, was die Abschaltung von Photovoltaik und Windkraftwerke verursacht hat. Die Ursache für ihren Ausfall sind ihre sogenannten Wechselrichter, die den Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Diese haben auf den Überschuss an Spannung empfindlich reagiert und trennten sich aus Selbstschutz vom Netz. mob/bjb