Der Star ist eine androide Roboterfrau

28.05.2018

Der Star ist eine androide Roboterfrau

Kongress macht die Arbeitswelt der Zukunft erlebbar

Eine digitale Arbeitsfläche mit „fliegenden Fenstern“, intelligente Kleidung und virtuelle Realität, reichlich Robotik, Künstliche Intelligenz und Ingenieurwissenschaften: Beim „Zeitsprungkongress“ in einem aus der TU Darmstadt ausgegründeten Labor tauchten rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein in die Zukunft der Arbeitswelt. Der Star war Frau „Elenoide“, ein androider Roboter.

Bilder: Jakub Kaliszewski

Die Ergebnisse von Wissenschaft für die Gesellschaft sichtbarer machen, den konkreten Nutzen für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze herausstellen – das wollte Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein mit dem „Zeitsprungkongress“ im Darmstädter „leap in time Lab“ erreichen, den das Ministerium gemeinsam mit Professorin Dr. Ruth Stock-Homburg vom Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der TU Darmstadt veranstaltete. Hier sei das innovations-affine Publikum genau richtig, betonte TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel und hob die Spitzenposition der TU Darmstadt in Forschungsgebieten wie etwa in der IT-Sicherheit hervor.

Sichtlich stolz präsentierte Professorin Stock-Homburg ihr neuestes, frisch aus Japan importiertes Team-Mitglied: „Elenoide“, ein androider Roboter, der einer Frau verblüffend ähnlich sieht, Gefühle zeigen, sprechen und sich bewegen kann und wie ein Mensch mit stereoskopischem Sehvermögen ausgestattet ist. Passend zum Top-Act ließ die TU-Professorin ihren Kollegen an der Osaka University, Hiroshi Ishiguro, im Live-Video zuschalten – der weltweit gefragte Experte berichtete von der in Japan boomenden Entwicklung androider Roboter, die immer fähiger werden, mit Menschen in der Freizeit und am Arbeitsplatz zu interagieren und die lernen, Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren.

Wie an Ort und Stelle individuelles Arbeiten und der parallele Austausch im Team verschmelzen, demonstrierten TU-Informatik-Professor Max Mühlhäuser und sein Team an einem Smart Table – einem riesigen Touch Screen. Die Wissenschaftler sind noch nicht zufrieden: „Auf der nächsten Stufe wollen wir Arbeiten in der Dreidimensionalität ermöglichen, also zum Beispiel unmittelbar gedruckte 3-D-Objekte und Virtual Reality integrieren.“

Forscherinnen und Forscher gaben während des Kongresses in Kurzvorträgen, einem Science Slam, Live-Demonstrationen und einer Podiumsdiskussion Einblick in ein Thema, das relevanter kaum sein könnte: Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Auf welche Weise werden neue Technologien unsere Arbeitswelt verändern? Und wie können wir die Arbeitswelt von morgen so gestalten, dass es eine Welt wird, in der wir mit Freude arbeiten?

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