Es wird heiß – was nun?

30.07.2026

Mit unseren Hitzeschutztipps bereitet Sie das BGM in Kooperation mit dem Büro für Nachhaltigkeit auf die nächste Hitzewelle vor.

Die Sommer werden spürbar heißer und langanhaltende Hitzewellen stellen eine echte Belastung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit dar. Neben direkten gesundheitlichen Folgen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Dehydrierung birgt Hitze auch indirekte Risiken wie ein erhöhtes Unfallrisiko.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement und das Büro für Nachhaltigkeit geben Ihnen daher praxisnahe Empfehlungen, wie Sie besser durch heiße Arbeitstage kommen:

1. Hitzewarnungen im Blick behalten:

Informationen erhalten Sie über die Warnkarte oder den E-Mail-Newsletter des Deutschen Wetterdienstes.

2. Flexibel arbeiten und Absprachen treffen:

Sprechen Sie frühzeitig mit Ihren Vorgesetzten über flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice-Möglichkeiten. An besonders heißen Tagen können die Arbeitsbereiche der TU Darmstadt eigenständig interne Reglungen zur Arbeitszeitgestaltung treffen (weitere Infos hierzu unter Dezernat VII – Hitze am Arbeitsplatz).

3. Halten Sie Ihre Büroräume oder Wohnung möglichst kühl:

  • Richtig lüften: Nutzen Sie die kühlen Morgenstunden zum ausgiebigen Durchlüften.
  • Sonnenschutz: Halten Sie im Anschluss die Fenster verschlossen und verwenden Sie Fensterläden, Jalousien oder Vorhänge zum Schutz vor Sonneneinstrahlung.
  • Ergänzung: Setzen Sie Ventilatoren oder Fächer zur Luftzirkulation ein.

4. Hitze meiden und kühle Orte aufsuchen

  • Erholsame Pausen: Sorgen Sie für erholsame Pausen an kühlen, klimatisierten Orten oder schattigen Außenplätzen. Lesen Sie hierzu auch die aktuellen News des Büros für Nachhaltigkeit.
  • TUDa Green Map: Finden Sie Abkühlung direkt auf und um den Campus über die TUDa Green Map des Büros für Nachhaltigkeit.
  • Schatten-Routing: Das vom Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT) entwickelte Schatten-Routing, berechnet Fußwege basierend auf dem aktuellen Sonnenstand und dem Schattenwurf von Gebäuden oder Bäumen.
  • Wärmekarte Darmstadt: Die Live-Wärmekarte der Stadt Darmstadt kann dabei helfen, der Hitze möglichst gut aus dem Weg zu gehen.

5. Ausreichend Trinken und Kühlhaltung des Körpers:

  • Kleidung: Tragen Sie leichte, locker sitzende Kleidung aus Naturfasern.
  • Abkühlung für zwischendurch: Verwenden Sie Kühlpacks, feuchte Handtücher oder lassen Sie kaltes Wasser über Ihre Handgelenke laufen.
  • Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie regelmäßig Wasser, aber schränken Sie zucker- und koffeinhaltige Getränke ein.
    • Hinweis zu Trinkwasser: An besonders heißen Tagen können Führungskräfte der TU Darmstadt Trinkwasser mit Verweis auf die Hitzesituation aus Landesmitteln finanzieren.
    • Wasser-Refill-Stationen finden Sie zudem auf der TUDa Green Map.
    • Ausdrücklich möchten wir in diesem Zusammenhang an die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden appellieren, dieses Angebot auch zu nutzen. Weitere InformationenDezernat VII – Hitze am Arbeitsplatz
  • Leichte Küche: Greifen Sie zu kleineren, eiweißarmen Mahlzeiten (beachten Sie auch das tägliche Mensaangebot).

6. Aufeinander achten und Hilfe anbieten

  • Ins Gespräch kommen: Thematisieren Sie anstehende Hitzewellen bei Ihren Bekannten und Kolleg:innen.
  • Hitzenotfälle erkennen: Achten Sie auf Warnsignale wie heftiges Erbrechen, plötzliche Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung, sehr hohe Körpertemperatur (>39°C), Krämpfe, Kreislaufschock oder starke Kopfschmerzen. In diesen Fällen sollte der Notruf (112) gewählt werden.
  • Vorsorge: Informieren Sie sich über Erste-Hilfe-Maßnahmen z. B. über die Erste-Hilfe-Karte der DGUV.

7. Sicherer Umgang mit Medikamenten

  • Lagerung: Einige Medikamente können unter Hitzeeinwirkung Ihre Wirksamkeit verlieren. Achten Sie auf die Lagerungshinweise.
  • Wechselwirkungen: Informieren Sie sich in der Packungsbeilage oder sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke über hitzebedingte Wechselwirkungen.

Unsere Tipps basieren auf offiziellen Empfehlungen von:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. (2026). Klimawandel und Belastung durch saisonale Hitze: Eine Erläuterung zu saisonaler Hitze und klassischer Hitzearbeit (FBVW-505).

Robert-Koch-Institut. (2023). Hitze in Deutschland: Gesundheitliche Risiken und Maßnahmen zur Prävention. Journal of Health Monitoring, 8(S4). https://doi.org/10.25646/11413

Weltgesundheitsorganisation, Regionalbüro für Europa. (2019). Gesundheitshinweise zur Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden: Neue und aktualisierte Hinweise für unterschiedliche Zielgruppen. Weltgesundheitsorganisation.