Entspannung und Achtsamkeit

Achtsamkeit an der TU Darmstadt

"Achtsamkeit löst keine strukturellen Probleme oder Ungleichheiten. Es ist ein attraktiver Ansatz, damit wir in der Dynamisierung unserer Lebenswelten uns zurecht finden und uns wohl fühlen in unserer Haut." - Tobias Blank; Leiter HDA

Achtsamkeit hält in viele Lebensbereiche Einzug. Sie kann einerseits auf der individuellen Ebene dazu beitragen, mit den eigenen Lebensbedingungen auf eine neue Art und Weise umzugehen, gleichermaßen kann sie aber auch auf struktureller Ebene Organisationen zu Veränderungen anregen. Achtsamkeit bedeutet, ich nehme in diesem Moment alles wertfrei wahr, was gerade präsent ist. Alles darf sein. Ich lasse alles zu, ohne es zu bewerten. So entstehen Momente voller Konzentration und Aufmerksamkeit, die dann in Kreativität und Produktivität verwandelt werden können. Die TU Darmstadt bietet eine Vielzahl an achtsamkeitsbasierten Angeboten, wie die Meditative Mittagspause, MBSR-Kurse, Entspannungstrainings sowie Stressreduktionsprogramme an.

Achtsamkeitsübung II

Achtsamkeit löst keine strukturellen Probleme – schafft aber auf Individueller Ebene Entspannung und eine bewusstere Wahrnehmung der Umwelt.

Anna Eger, Mitarbeiterin des Gesundheitsmanagements an der TU Darmstadt lädt zu einer kleinen Meditationsübung ein – wann immer Sie sie brauchen.

Hell und freundlich ist er geworden der neue Ruheraum im Alten Hauptgebäude. Er steht Beschäftigten zur Verfügung, die eine Auszeit im Alltag benötigen. Wir alle brauchen Pausen und wir müssen sie uns nehmen“, so Efinger bei seiner Eröffnungsrede. Der kombinierte Erste-Hilfe und Ruheraum bietet einen gemütlichen Loungesessel und für junge Eltern einen Wickeltisch. Zur Entspannung können Sie sich einen MP3-Player mit Autogenem Training entleihen. Wir wünschen Ihnen eine gute Erholung.

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08:00–18:00 Uhr, ausgenommen Feiertage
  • Wo: Stadtmitte, Altes Hauptgebäude, S1/03, Raum 79
  • Schlüssel: Pforte
  • Informationen: Gesundheitsmanagement,Tel.: -21683,
  • Bei Fragen:

Wir bedanken uns bei der Firma Funktion für ihre Unterstützung.

Duftöle können das Wohlbefinden verbessern. Beschäftigte der Universität können jetzt beim Gesundheitsmanagement eine Lampe und Öle entleihen. Für ein angenehmes Raumklima.

Besondere Umstände erfordern besondere Herangehensweisen. Viele von uns empfinden die aktuelle Phase als sehr herausfordernd und suchen nach Umgangsformen, die Erleichterung versprechen. Um diesen Umständen zu begegnen, kann die Achtsamkeitspraxis einen wichtigen Anker im Alltag darstellen, um beispielsweise Strukturen zu schaffen, Ausgeglichenheit zu fördern und vor allem Sensibilität dafür zu schaffen, was gerade tatsächlich in einem selbst vor sich geht.

Denn Achtsamkeit bedeutet in erster Linie die wertfreie Wahrnehmung und Beobachtung dessen, was gerade in einem geschieht- welche Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken aufkommen. Viele Studien zeigen auf, dass eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis vielfältige, positive Effekte auf die psychische, neurophysiologische und emotionale Gesundheit (uvm.) hat, so wird beispielsweise die Wahrnehmung von Optimismus und Lebenszufriedenheit erhöht, soziale Ängste und Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation verringern sich, das Immunsystem wird gestärkt und das Gehirn verändert.

Im Folgenden haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die einen achtsamen Umgang mit Digitalen Medien unterstützen können:

Konsumkontrolle

Digitale-Bildschirmzeiten planen und in den Pausen den Augen bildschirmfreie Zeiten gönnen (kein Smartphone, TV, Laptop etc.)

Offline Zeiten einplanen

Mittagessen terminieren, Spaziergang einplanen, Bewegung einplanen, soziale Kontakte einplanen (bspw. eine Freundin damit „beauftragen“, zu bestimmter Zeit anzurufen, damit sozialer Kontakt zustande kommt und eine Pause eingelegt wird)

• Die Augen mit Entspannungsübungen von der Bildschirmzeit erholen

• In die Natur gehen und das Nervensystem entlasten, bewusst die Sinne aktivieren

• Gezielte Übungen in den Alltag einbauen: Individuell(!) hilfreiche Gewohnheiten schaffen, die das eigene Stresslevel senken, wie beispielsweise: Bewegung, Spazieren, Yoga, Meditation, Musik hören, Instrumente spielen, Singen, Tanzen, Zeichnen, Gartenarbeit, Lesen, Kreativsein, spielerische Übungen mit Kindern entdecken, uvm.

• In stressvollen Momenten bewusst Achtsamkeit- also eine gezielte Aufmerksamkeit und Konzentration- hineinbringen: Tiefes Atmen, Augen für einen Moment schließen, Anspannung im Körper wahrnehmen und wenn möglich loslassen, Wahrnehmen, was gerade da ist- ohne Erwartung, ohne Bewertung, ohne Ziel, ohne Ergebnis. Beobachtung der eigenen Verfassung.

Reflexion

Den eigenen Umgang mit Stress überprüfen. Wie reagiere ich in stressvollen Momenten? Welche Stressbewältigungsstrategien habe ich im Laufe meines Lebens automatisiert? Was tut mir wirklich gut, wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin? Wie kann ich davon noch mehr in meinen Alltag integrieren? Was hilft mir ganz konkret, um gut mit Stress umzugehen? Welche eine (kleine oder größere) Veränderung nehme ich mir vor ab heute umzusetzen, um mein Stresserleben positiver zu gestalten?

• Die Perspektive verändern: Was kann ich aus dieser Herausforderung mitnehmen? Was kann ich daraus lernen? Wofür habe ich nun mehr Zeit? Welche Gelegenheiten ergeben sich? Worauf bin ich eingeladen meinen Blick mehr zu richten? Wo kann ich eine Chance erkennen?

Achtsamkeits- und Meditationstechniken sind keine Allheilmittel, aber sie können helfen und unterstützen, das eigene Stress- und Angsterleben zu senken und damit zu einem bewussteren Umgang mit Krisen beitragen. Wer auf mentaler Ebene seine Gesundheit stärkt, wirkt damit auch automatisch auf seine physiologischen Mechanismen mit ein und tut damit seinem Immunsystem etwas Gutes. Denn wenn sich der menschliche Körper weniger häufig in Anspannung und längerfristigen Stresszuständen befindet hat er mehr Kapazitäten, um sich um das Immunsystem und viele weitere wichtige Funktionen zu kümmern, die unter Stresseinfluss runtergefahren werden.