Synchronisierung der Amtszeiten der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten

Die erste Kohorte startet ins Amt

22.07.2026

Ein neues Kapitel in der dezentralen Gleichstellungsarbeit der TU Darmstadt beginnt: Erstmals sind die Amtszeiten der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten synchronisiert worden. Das neue Konzept ist aufgegangen – knapp 50 neu- und wiedergewählte Gleichstellungsbeauftragte sind gemeinsam in ihre zweijährige Amtszeit gestartet und bilden die erste Kohorte.

Der Idee vorausgegangen waren intensive Gespräche mit den dezentralen Gleichstellungsbeauftragten, dem Präsidium und den Dekan:innen. Das gemeinsame Ziel ist die Zusammenarbeit über Fachbereichsgrenzen hinweg zu stärken, den Austausch zu erleichtern und den Einstieg in das Amt künftig gemeinsam zu gestalten. Bisher begannen die Amtszeiten zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Dadurch waren aufeinander aufbauende Qualifizierungsangebote und eine kontinuierliche Vernetzung nur eingeschränkt möglich. Das ändert sich nun, mit der Synchronisierung sind dafür beste Voraussetzungen geschaffen.

Im April und Mai 2026 fanden in den Fachbereichen und zentralen Einrichtungen die Frauen*vollversammlungen statt. Dort wurden die neuen dezentralen Gleichstellungsbeauftragten nominiert. Gleichzeitig boten die Versammlungen Gelegenheit, auf die Arbeit der bisherigen Gleichstellungsteams zurückzublicken und aktuelle Themen und Bedarfe aus den Fachbereichen und Einrichtungen aufzugreifen.

Ein besonderer Moment folgte am 21. Mai 2026 bei der Franziska-Braun-Preisverleihung: Im feierlichen Rahmen wurden die Amtszeiten symbolisch übergeben. Uta Zybell dankte den ausscheidenden Gleichstellungsbeauftragten für ihr großes Engagement und würdigte, wie sie Gleichstellung in ihren Bereichen vorangebracht haben. Die neu- und wiedergewählten Beauftragten wurden herzlich willkommen geheißen und erhielten zum Start eine Broschüre mit den rechtlichen Grundlagen ihrer Tätigkeit. Dabei machte Uta Zybell deutlich, welche Bedeutung dem Amt zukommt: Die Gleichstellungsbeauftragten übernehmen einen gesetzlich verankerten Auftrag und gestalten aktiv die chancengerechte Entwicklung der Universität mit. Ein Staffelstab, der symbolisch von einer ausscheidenden an eine neugewählte Gleichstellungsbeauftragte übergeben wurde, machte den Übergang sichtbar.

Am 1. Juni 2026 begann schließlich offiziell die neue Amtszeit. Besonders erfreulich: In den meisten Teams arbeiten erfahrene und neu gewählte Gleichstellungsbeauftragte künftig Seite an Seite. So bleibt wertvolles Erfahrungswissen erhalten und gleichzeitig bringen neue Kolleginnen frische Perspektiven und Ideen ein.

Der gemeinsame Auftakt der neuen Kohorte folgte Ende Juni. Bei einer zweitägigen Klausurtagung kamen rund 25 dezentrale Gleichstellungsbeauftragte erstmals in ihrer neuen Zusammensetzung zusammen. Die Kick-off-Veranstaltung bot Gelegenheit, sich kennenzulernen, Netzwerke aufzubauen und gemeinsam in die Aufgaben des Amtes einzusteigen.

Mit Unterstützung interner und externer Expertinnen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit den Grundlagen der Gleichstellungsarbeit an der TU Darmstadt, diskutierten über Gender, Macht und Wissenschaft und reflektierten ihre Rolle als Gleichstellungsbeauftragte. Workshops, Praxisbeispiele und der intensive Austausch untereinander machten deutlich, wie vielfältig und unerlässlich das Amt ist. Am zweiten Tag standen chancengerechte Auswahlverfahren, Instrumente der dezentralen Gleichstellungsarbeit, Anti-Sexismus sowie die Entwicklung konkreter Maßnahmen für die Arbeit in den Fachbereichen und zentralen Einrichtungen im Mittelpunkt.

Diese Form des Onboardings hat sich als erfolgreich erwiesen: Im Rahmen der Klausurtagung ist aus vielen einzelnen Akteurinnen eine vernetzte und engagierte Gruppe geworden. Die neue Kohorte startet mit einem gemeinsamen Verständnis ihrer Aufgabe, einem starken Netzwerk und großer Motivation in die kommenden zwei Jahre. Genau das war das Ziel der Synchronisierung der Amtszeiten – und der gelungene Auftakt zeigt, dass das neue Konzept trägt.