Glossar

Chancengleichheit beschreibt die Idee, allen Menschen gleichberechtigt gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und spezifisch alle Chancen in Beruf und Karriere zu eröffnen. Dafür bedarf es den Abbau von Hindernissen und der Sensibilisierung für strukturelle Benachteiligungen.

Coaching als karrierefördernde Maßnahme ist eine anerkannte und etablierte Beratungsform, die Einzelpersonen oder Teams in verschiedenen beruflichen Situationen darin unterstützt, ihre eigene Situation zu klären, neue Ziele zu definieren und diese zu erreichen.

Diversität, aus dem Englischen auch Diversity, beschreibt die Vielfalt von Menschen bzw. Gruppen, die verschiedene Unterscheidungsmerkmale umfassen kann. Die gesetzlichen Regelungen aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) führen Merkmale wie Geschlecht, ethnische Herkunft, Religion und Weltanschauung, körperliche und geistige Behinderung, Alter und sexuelle Identität auf. Weitere individuelle sowie gruppenspezifische Merkmale, wie der Bildungshintergrund, können durch einen erweiterten Diversitäts-Begriff integriert werden.

Als Gläserne Decke (engl. glass ceiling) wird eine Barriere bezeichnet, mit der vorwiegend Frauen in ihrem Karriereverlauf konfrontiert werden. Diese unsichtbare Grenze wird vor allen Dingen beim Wechsel in höhere Positionen bemerkt, da trotz gleicher oder höherer Qualifikation viele Positionen vorwiegend an männliche Personen vergeben werden. Als Ursachen hierfür gelten unter anderem der fehlende Zugang zu (informellen) Netzwerken und stereotype, teilweise unbewusste Rollenvorstellungen der Entscheidungsträger*innen.

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in der Bundesrepublik Deutschland im Grundgesetz (GG), Art. 3, Abs. 2 geregelt. Dort heißt es: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts.

Das Kaskadenmodell wurde für die Wissenschaft entwickelt und ist auch Teil der Formulierung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG: „Danach ergeben sich die Ziele für den Frauenanteil einer jeden wissenschaftlichen Karrierestufe durch den Anteil der Frauen auf der direkt darunterliegenden Qualifizierungsstufe.“

Der Frauenanteil nimmt weiterhin mit jeder Karrierestufe in der Wissenschaft ab. Durch diese „Leaky Pipeline“ geht dem Wissenschaftssystem erhebliches Qualifikationspotential verloren und verweist auf eine fortbestehende strukturelle Ungleichheit von Männern und Frauen.

Mentoring ist ein bewährtes Instrument zur Nachwuchsförderung und Personalentwicklung in Unternehmen, Hochschulen und anderen Organisationen, dabei geht es um die Weitergabe von Erfahrungen und informellem Wissen zwischen einer beruflich noch unerfahrenen Person (Mentee) und einer Person mit Berufserfahrung (Mentorin).

Zielt darauf ab, auf strukturelle Benachteiligungen und eigene Formen von Stereotypen aufmerksam zu machen und darauf aufbauend einen neuen Umgang mit diesen im Arbeit- und Wissenschaftsumfeld zu etablieren.

Sonderforschungsbereiche sind langfristige, von der DFG geförderte, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen, in denen Wissenschaftler*innen im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten.

Ein SFB-TRR ist ein von der DFG geförderter Sonderforschungsbereich, der sich auf mehrere antragstellende Hochschulen verteilt, und ist ebenso eine auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtung, in der Wissenschaftler*innen im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten.

Die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere versucht Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen durch verschiedene Maßnahmen und Angebote bei der Wahrnehmung familiärer Verpflichtungen, wie Kinderbetreuung oder Pflege, zu unterstützen und ihnen dabei gleichzeitig die Verfolgung ihrer beruflichen Ziele zu ermöglichen.