Veranstaltungen

Übersicht

Name Jahr Art Beteiligte Verbünde
Mindroid-Workshop 2018 – heute Workshop SFB 1053 MAKI
Get-Together Brunch/ Lunch with the Speaker 2017 – heute Vernetzungstreffen SFB-TRR 211
Women's Week 2017 – heute Vortrag, Workshop, Colloquium SFB 1245
Lecture Series 2016 – heute Vortragsreihe GRK 2050
Networking of Women in Computing 2014 – heute Vernetzungstreffen SFB 1053 MAKI
Ruzena Bajcsy Lectures on Communication and Resilience 2014 – heute Vortragsreihe SFB 1053 MAKI
CROSSFYRE 2011 – heute Workshop SFB 1119 CROSSING
Gleichstellung im Forschungsalltag – wo betrifft mich das? 2020 Podiumsdiskussion SFB 805, SFB 1194, SFB-TRR 150 und SFB-TRR 270
Gender Equality in Physics 2019 Workshop SFB-TRR 211
Zwei Karrieren eine Familie 2019 Podiumsdiskussion SFB-TRR 150, SFB 1194, SFB 805
Karrierewege – Ingenieurinnen berichten 2018 Kaminabend SFB 805, SFB 1194, SFB-TRR 150

Gleichstellung im Forschungsalltag

Wir brauchen positive Rollenvorbilder!

„Gleichstellung im Forschungsalltag – wo betrifft mich das?“ Mit dieser Frage haben sich die Mitglieder der Sonderforschungsbereiche 805, SFB 1194, SFB-TRR 150 und SFB-TRR 270 intensiv auseinandergesetzt.

Unconscious Bias – die unbewussten Denkmuster, die wir alle im Kopf haben, prägen unser Denken und unsere Entscheidungen. Dies wurde von Moderatorin Prof. Dr. Claudia Schmeink (Schmeink Consulting) im Eingangsvortrag deutlich gemacht. Wo begegnen wir ihnen im (Arbeits-)Alltag und wie gehen wir damit um? Über diese Frage diskutierten Prof. Dr. Lambert Alff (PI und Mitglied des Gleichstellungsteams im SFB-TRR 270, sowie Mitglied des Beirats Forschungsorientierte Gleichstellung der TU Darmstadt), M.Sc. Pauline Brumm (Doktorandin im SFB 1194), Prof. Dr. Bettina Frohnapfel (PI im SFB-TRR 150) und Dr. Benjamin Lambie (Geschäftsführer SFB-TRR 150, SFB 1194 und Profilbereich TFI).

Alle Podiumsgäste berichteten davon, wie sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben, wo ihre individuellen Berührungspunkte liegen und wo ihnen Vorurteile oder Rollenerwartungen begegneten. Besonders betonten sie die Bedeutung von diversen Vorbildern und Netzwerken und das Hinterfragen von Stereotypen. Mentoring wurde als sehr geeignete Methode beschrieben, Verhaltensweisen zu reflektieren und sich über berufliche Schritte bewusst zu werden. Mindestens genauso wichtig sei es aber auch, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – besonders im Alter zwischen 30 und 40, in dem häufig die Phase wichtiger Karriereschritte mit der Phase der Familiengründung zusammenfällt – stärker in den Blick zu nehmen – und zwar für alle Geschlechter, um auch hier veraltete Rollenmuster aufzubrechen und moderne Familienmodelle leben zu können.

Die Podiumsdiskussion wurde umrahmt von Grußworten der vier Sprecher der Sonderforschungsbereiche. Prof. Dr. Andreas Dreizler (SFB-TRR 150), Prof. Dr. Oliver Gutfleisch (SFB-TRR 270) und Prof. Dr. Peter Stephan (SFB 1194) setzten zu Beginn der Veranstaltung ein deutliches Statement für die Bedeutung von Chancengleichheit in ihren Verbundprojekten. Zum Abschluss stellte Prof. Dr. Peter Pelz, der mit der maximalen SFB-Laufzeit von 12 Jahren auf eine langjährige Erfahrung mit dem Thema Chancengleichheit im SFB 805 zurückblicken kann, die Bedeutung von Veranstaltungen und Diskussionen wie dieser heraus.

Auch wenn in diesem Jahr auf die Vernetzungsmöglichkeit am Buffet verzichtet werden musste – die mehr als 50 Teilnehmenden der virtuellen Veranstaltung hatten im Anschluss die Möglichkeit, sich in kleinen Gruppen in Break out Sessions über das Gehörte auszutauschen und weiter zu vernetzen.

Zwei Karrieren eine Familie

Podiumsdiskussion zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Dual Career

Am 19. November 2019 stellte Ellen von Borzyskowski in einem Impulsvortrag die Angebote der TU Darmstadt zur Unterstützung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema Vereinbarkeit von Beruf Familie und Dual Career vor. In einer anschließenden Podiumsdiskussion berichteten Mitglieder der Sonderforschungsbereiche SFB-TRR 150, SFB 1194 und SFB 805 von persönlichen Erfahrungen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft ist ein Thema, das besonders in der Phase der Promotion oder Postdoc-Zeit viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigt. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, etwaige Auslandsaufenthalte, die berufliche Situation der Partnerin oder des Partners und eine große zeitliche Flexibilität stellen hohe Anforderungen an den Wissenschaftlichen Nachwuchs.

Um die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie zu erleichtern, Eltern und pflegende Angehörige in ihren Anliegen zu unterstützen und Wissenschaft familienfreundlicher zu gestalten, bietet die TU Darmstadt an vielen Stellen Unterstützung an. In einem Impulsvortrag gab Ellen von Borzyskowski, Leiterin der Servicestelle Familie, einen Überblick über die Angebote.

Hierzu gehören u.a. ein mehrstufiges Kinderbetreuungskonzept für unterschiedliche Zeitbedarfe, ein Unterstützungsfond für Studierende und Promovierende mit Kind sowie ein familienbewusstes Personalmanagement (Beratung, Sensibilisierung der Führungskräfte, Dual Career Service). Darüber hinaus gib es auch Unterstützung für Beschäftigte, die mehr Zeit für pflegebedürftige Angehörige brauchen.

In einer von Dr. Angela Müller (Ingenium) moderierten Podiumsdiskussion berichteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Sonderforschungsbereiche SFB-TRR 150, SFB 1194 und SFB 805 von ihren persönlichen Erfahrungen. Es diskutierten Elisabeth Diehl, M. Sc., Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 1194, Dr. rer. nat. Steven Wagner, Teilprojektleiter im SFB-TRR 150, Dr.-Ing. Maximilian Schäffner Wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB 805 und Prof. Dr. Annette Andrieu-Brunsen, Teilprojektleiterin im SFB 1194.

Women's Week

Die „Women’s Week“ ist ein Alleinstellungsmerkmal des SFB 1245 und kombiniert die Vorträge von renommierten Wissenschaftlerinnen mit Workshops und Trainings im Bereich Sensibilisierung und Unconscious Bias Training für alle Mitglieder des Verbunds. Integraler Bestandteil der „Women’s Week“ ist ein spezielles Kolloquium, für welches international hochangesehene Wissenschaftlerinnen als Sprecherinnen eingeladen werden.

So gab zum Beispiel im Jahr 2017 die renommierte Buchautorin Sharon Bertsch McGrayne ein Kolloquium zum Thema “Bayes’ rule and Laplace’s big data”. Im Jahr 2020 hielt Frau Prof. Samaya Nissanke, Gewinnerin des New Horizons Physics Prize, einen Kolloquiumsvortrag über „A new perspective on the Universe in the era of multi-messenger astronomy“ im Rahmen der „Women’s Week“. Das Kolloquium der „Women’s Week“ wird stets begleitet von Vernetzungstreffen der Wissenschaftlerinnen des SFBs mit der Kolloquiumssprecherin. Ein zentraler Baustein der „Women’s Week“ sind Workshops für die SFB-Mitglieder zu speziellen Themenschwerpunkten. Unter anderem fand im Jahr 2018 ein sogeannter “Challenge Club” von Christiane Zerfaß im Rahmen der „Women’s Week“ statt. Im Jahr 2020 war ein Workshop von Deborah Ruggieri zum Thema Genderbewusstsein und unbewusste Voreingenommenheit Teil der „Women’s Week“.

Kaminabend Karrierewege – Ingenieurinnen berichten

Wie sieht der Berufsalltag einer promovierten Ingenieurin aus? Welche Berufsperspektiven gibt es und wie unterschiedlich können Karriereverläufe sein?

Der Kaminabend „Karrierewege – Ingenieurinnen berichten“ am 13.12.2018 im Lichtenberg-Haus bot allen Interessierten Raum, diese und andere Fragen zu klären und sich zu individuellen Anliegen auszutauschen.

Die Sonderforschungsbereiche SFB 805, SFB 1194, SFB-TRR 150 und der Fachbereich Maschinenbau hatten zu der von der Servicestelle Gender Consulting organisierten Veranstaltung eingeladen und interessierte Studierende, Promovierende und Professorinnen und Professoren waren ihr gefolgt.

Nach der Begrüßung durch den Dekan, Prof. Dr. Rinderknecht, wurde bereits in der kurzen Präsentation der drei Sonderforschungsbereiche deutlich, wie vielfältig sich die Forschungsthemen im Fachbereich Maschinenbau gestalten. Die drei Sprecher der SFBs, Prof. Dr. Peter Pelz, Prof. Dr. Peter Stephan und Prof. Dr. Andreas Dreizler stellten ihre Forschungsschwerpunkte vor und wiesen besonders die anwesenden Studentinnen auf Promotionsmöglichkeiten in ihren Projekten hin. Das Forschungsportfolio wird aktuell noch durch das Forschungsgebiet Robotik bereichert, welches Gastprofessorin Dr. Debora Clever präsentierte. Sie skizzierte in einem mitreißenden Vortrag ihren Karriereweg und machte deutlich, dass sie als interdisziplinäre Mathematikerin in der Vereinbarkeit von Forschung, Lehre und Industrie im Rahmen ihrer Gastprofessur ihr derzeitiges lokales Optimum gefunden habe.

Große Bedeutung von Netzwerken für Karriere

In der sich anschließenden, von Dr. Uta Zybell moderierten Podiumsrunde diskutierten Dr. Lena Altherr, Teilprojektleiterin im SFB 805, Dr. Anja Ketelheun, Alumna des Fachbereichs Maschinenbau und Mitarbeiterin am Europäischen Patentamt, sowie Dr. Nora Jausen, Fraport AG, gemeinsam mit Gastprofessorin Dr. Clever über die Vielseitigkeit von Karrierewegen, die Bedeutung von Netzwerken, Mentoring und Frauenförderung in den Ingenieurwissenschaften und die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Alle Beteiligten betonten die große Bedeutung von Netzwerken für ihre Karrierverläufe und legten den Nachwuchswissenschaftler_innen nahe, die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen.

Im Anschluss gab es die Gelegenheit, sich am Buffet weiter mit den Gästen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen oder sich über Promotionsmöglichkeiten in den beteiligten SFBs sowie Frauenförderung im Maschinenbau und das Projekt PriMa zu informieren. In diesem Sinne legten alle Anwesenden gleich los und klärten ihre weiterführenden Fragen im individuellen Gespräch mit den Gästen und Teilnehmenden.

Lecture Series

Seit dem Jahr 2016 lädt das GRK 2050 regelmäßig Studentinnen zu einer Reihe von spannenden Vorträgen, in denen Wissenschaftlerinnen ihre Forschungsthemen vorstellen. So werden den Studentinnen Vorbilder aufgezeigt und die Idee einer wissenschaftlichen Karriere nähergebracht.

Mehr Informationen

Prof. Dr. Kristina Klein (Universität Bremen)

Too Warm or Too Competent – How Ambient Scent Might Affect the Two Trust Dimensions Differently Depending on Service Employees’ Gender

10.12.2018

Prof. Dr. Indra Spiecker (Goethe Universität Frankfurt)

Gegen den Strom: Datenschutz in der Digitalisierung? Gleichzeitig ein Bericht über den Werdegang als Wissenschaftlerin

20.11.2018

Dr. Steffi Haag

(TU Darmstadt)

Deviant Affordances:

When Tensions, Deadlocks, and Noncompliance

Generate Performance

20.02.2018

Dr. Jetzabel Serna

(Goethe Uni FFM)

Privacy enhancing tools to support Internet users in informed privacy decision making

06.02.2018

Dr. Jella Pfeiffer (KIT)

Gaze-based Classification of Consumer Information Search Behavior in Physical and Virtual Reality

08.01.2018

Prof. Dr. Hanna Krasnova (Univ. Potsdam)

Emotional Life of Social Media Users: The Bright and the Ugly

01.03.2017

Jun.-Prof. Dr. Delphine Reinhardt (Univ. Bonn)

Opportunities and Risks of Crowdsensing

01.02.2017

Dr. Irina Heimbach (TUD)

The Impact of Sharing Mechanism Design on Content Sharing in Online Social Networks

07.12.2016

CROSSFYRE

Für mehr Informationen besuchen Sie bitte die englischsprachige Seite.

Get-Together Brunch/ Lunch with the Speaker

Der SFB-TRR 211 bietet regelmäßig Veranstaltungen für die Wissenschaftlerinnen des Verbunds an, die Gelegenheiten zum Netzwerken bieten und Sichtbarkeit schaffen. Beispiele hierfür sind der „Get-Together-Brunch“ und der „Lunch with the Speaker“.

Gender Equality in Physics

Der SFB-TRR 211 hat im Dezember 2019 einen zweitägigen Workshop “Gender Equality in Physics” veranstaltet, zu dem Vortäge von internationalen Sprecherinnen über Diversität, Gender Bias, Diskriminierung und ein Coaching zum Thema “Gender aspects of career development” stattfanden.

Mindroid Workshop

Der SFB 1053 MAKI engagiert sich als Kooperationspartner des „NeXT-Generation-Lab“ am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. In den hier angebotenen Kursen und Workshops werden Schüler:innen an die Programmiersprache Java (LeJOS) herangeführt. Diese Kurse bieten die Grundlage für MAKIs Engagement, Schülerinnen gezielt anzusprechen, unter anderem im Rahmen des „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstags“ an der TU Darmstadt.

Im Mindroid-Workshop kommen Lego-Mindstorm-Roboter zum Einsatz, die über Android-Smartphones miteinander kommunizieren und kooperieren. Dieses Anwendungsszenario orientiert sich an den MAKI-Forschungsthemen; die gezielte Ansprache von Schülerinnen verfolgt das Ziel von MAKI, der Unterrepräsentanz von Wissenschaftlerinnen in den beteiligten Disziplinen (Elektrotechnik, Informationstechnik und Informatik) entgegen zu wirken.

Weitere Informationen

Network of Women in Computing

Name: Networking of Women in Computing

Seit: 2014

Verbund: SFB 1053 MAKI

Die „Networking of Women in Computing“-Treffen des SFB 1053 MAKI bieten Studentinnen, Doktorandinnen und Postdoktorandinnen die Möglichkeit, in lockerem Rahmen mit einer internationalen Wissenschaftlerin ins Gespräch zu kommen. Zugleich werden auch die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen untereinander großgeschrieben. Die Veranstaltungen stehen jeweils unter einem bestimmten Thema und behandeln dabei beispielsweise geschlechtsspezifische Karrierefragen.

Ruzena Bajcsy Lectures on Communication

Die vom SFB 1053 MAKI ins Leben gerufenen Vortragsreihe „Ruzena Bajcsy Lectures on Communication“ lädt regelmäßig internationale Forscherinnen ein, im Rahmen der Reihe ihre aktuelle Forschung vorzustellen. Dabei wird deutlich, wie viele bedeutende Wissenschaftlerinnen sich mit den Forschungsfragen von MAKI beschäftigen. Die Namensgeberin dieser Vortragsreihe ist selbst eine renommierte Forscherin aus der Elektro- und Informationstechnik und hielt den ersten Vortrag der Reihe im Jahr 2014. Seit 2021 beteiligt sich das LOEWE Zentrum emergenCITY an der Vortragsreihe, so dass diese in „Ruzena Bajcsy Lectures on Communication and Resilience“ umbenannt wurde.

Weitere Informationen