gesprächsbereit!

Wissenschaft im Dialog

Gesellschaftlich relevant, politisch brisant und für jeden interessant – drei Themen, die uns alle beschäftigen, stehen je 45 Minuten lang zur Diskussion: Wie lassen sich gefährliche globale Konflikte wie die Verknappung von sauberem Wasser und Klimawandel lösen? Hilft uns elektrisches und autonomes Fahren, um die Umwelt und den Verkehr zu entlasten? Kollege Roboter – wie verändert künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt? Im Vordergrund steht immer die Verbraucherperspektive. Ein Moderator begleitet die Talkrunde und schlägt die Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Ein lebendiges Format, so schnell wie unsere Zeit.

Darüber wird diskutiert

11:30 Uhr im Wilhelm-Köhler-Saal, Hochschulstraße 1, Gebäude S1|03, Raum 283

Staaten und Volkswirtschaften greifen unentwegt auf knappe, lebenswichtige und gleichzeitig begehrte Güter zu. Der enorme Wasser- und Materialbedarf von Landwirtschaft und Industrie lässt  immer mehr Menschen unter Ressourcenknappheit leiden. Der menschliche Eingriff in natürliche Wasserkreisläufe sowie immer schneller voranschreitende Klimaveränderungen erhöhen diesen Stress weiter. Gleichzeitig haben zwei Fünftel der Weltbevölkerung immer noch keinen Anschluss an Sanitärsysteme.

Solche Verteilungskonflikte mit regional sehr unterschiedlicher Brisanz lassen sich nicht einfach lösen – verstärkte Koordination, Interessenausgleich und die Forschung zu Ersatz-Materialien erfordern große Anstrengungen. Aber Risiken und Gefahren lassen sich eingrenzen und deeskalieren – dazu gibt es ermutigende Beispiele an länderübergreifenden Strategien der Kooperation. Nur über globale Kooperationsmechanismen wird es künftig möglich sein, den fairen Zugang zu Trinkwasser und Nahrungsmitteln zu gewährleisten, einen gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch verantwortungsvollen Abbau von seltenen Erden zu sichern und dringend notwendige Akzente in der Klimapolitik zu setzen.

Es diskutieren: Professor Oliver Gutfleisch (Funktionale Materialien), Professorin Susanne Lackner (Abwasserwirtschaft), Professor Markus Lederer (Internationale Politik)

Moderation: Lars Hennemann, Chefredakteur des Darmstädter Echo

13:30 Uhr im Wilhelm-Köhler-Saal, Hochschulstraße 1, Gebäude S1|03, Raum 283

Verkehr und Mobilität zählen weltweit zu den Top-Themen, die dringend Lösungen erfordern. Die von Fahrzeugen ausgestoßenen Luftschadstoffe gefährden massiv Gesundheit und Umwelt, die wachsende Zahl von Staus fordert zu einem Verkehrsmanagement heraus, das beispielsweise die Straßennutzung über Preismodelle gezielt reguliert. Gleichzeitig drängt die Automobilbranche mit neuen Technologien nach vorne: Autonomes Fahren ist kein theoretisches Szenario mehr, Robo-Taxi-Flotten gehen an den Start. Elektrische Antriebe für Pkw und Lkw sind gesetzt. Wie rasch sich elektrische Fahrzeuge durchsetzen, hängt nicht zuletzt von den Fortschritten in den Batterietechnologien ab – deren Produkte müssen robuster, leistungsfähiger, sicher und recyclingfähig sein.

Wie vielversprechend ist hier die Forschung und welche nachhaltigen Alternativen gibt es? Hat die Verkehrsplanung noch wirksame Steuerungsinstrumente zur Hand? Wie wird die Technologie des autonomen Fahrens die Mobilität in den nächsten Jahrzehnten verändern – und mit welchen Folgen für die Gesellschaft?

Es diskutieren: Professorin Bai-Xiang Xu (Funktionale Materialien), Professor Hermann Winner (Fahrzeugtechnik), Professor Manfred Boltze (Verkehrsplanung und Verkehrstechnik)

Moderation: Petra Boberg, Redakteurin hr-info

15:30 Uhr im Wilhelm-Köhler-Saal, Hochschulstraße 1, Gebäude S1|03, Raum 283

Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt in den letzten Jahren und Jahrzehnten bereits massiv verändert und wird dies in Zukunft noch weiter tun. Automatisierung und besonders Robotisierung nehmen dabei als Trendthemen immer weiter an Fahrt auf. Schätzungen gehen so weit, dass in den kommenden Jahrzehnten jede zweite Tätigkeit von Robotern ausgeführt werden könnte.

Welches Potenzial bieten humanoide, soziale Roboter für die Arbeitswelt der Zukunft und welche Herausforderungen sind mit ihrem Einsatz verbunden? Sind sie beispielsweise geeignet im Service, als Kollegen in Projektteams oder gar als Führungskräfte mit Menschen zusammenzuarbeiten? Werden Menschen im Bereich bestimmter Tätigkeiten überflüssig? Und falls ja, auf welche alternativen Aufgaben werden sich Menschen dann fokussieren?

Es diskutieren: Professorin Ruth Stock-Homburg (Marketing und Personalmanagement), Professor Ralf Tenberg (Technikdidaktik), Professor Constantin Rothkopf  (Psychologie der Informationsverarbeitung)

Moderation: Patrick Körber, Leitender Redakteur für Darmstadt und Südhessen, Darmstädter Echo