TU Ideenwettbewerb

Preisverleihung des TU Ideenwettbewerbs

Technische Universitäten verfügen über eine enorme Innovationskraft. Mit dem jährlich stattfindenden TU Ideenwettbewerb macht das Innovations – und Gründungszentrum HIGHEST dieses wertvolle Potenzial an der TU Darmstadt sichtbar. Sogar mehr als das: Viele einstige Preisträger haben heute erfolgreiche Produkte auf den Markt gebracht.

Am Abend des Startup & Innovation Days werden aus den eingereichten Wettbewerbs-Ideen die besten vorgestellt und die erfolgversprechendsten mit Preisen gekürt. Auf der Gründermesse gibt es außerdem die Möglichkeit, mit den Ideengebern persönlich ins Gespräch zu kommen.

Die Bewerbungsphase endete am 14. August 2018

Sieger in der Kategorie Wissenschafftler: MagnoTherm Solutions

GRÜNDER: Max Fries, Timur Sirman, Dimitri Benke, Tino Gottschall, Prof. Oliver Gutfleisch

BRANCHE: Kühlindustrie | Green-Tec

GRÜNDUNG: vsl. 2019

WEBSITE: www.magnotherm-solutions.com

HINTERGRUND: Materialwissenschaft | Physik | Maschinenbau

MagnoTherm Solutions entwickelt umweltfreundliche Kühlsysteme, die sicher, effizient und leise sind. Außerdem sind sie frei von F-Gasen und benötigen lediglich einen Festkörper und Wasser zur Kühlung. Die momentanen Kühllösungen, die vor allem auf der Gaskompressionstechnologie basieren, verwenden bis dato fluorierte Gase, die in der EU spätestens bis 2030 nicht mehr eingesetzt werden dürfen; neuere Systeme verwenden natürliche Gase, die entweder explosiv, sehr leicht entzündlich oder giftig bzw. die Aggregate zu laut und wartungsintensiv sind.

Mit der an der TU Darmstadt entwickelten innovativen Materialtechnologie kann MagnoTherm Solutions als erster Anbieter weltweit leistungsstarke Wärmetauscher kostengünstig und in skalierbaren Maßstab zu magnetokalorischen Kühlaggregaten verbauen. Die Initialmärkte sind hierbei die Transportkühlung und Kühldisplays für Supermärkte.

 

Sieger in der Kategorie Studierende: Soft Exosuit

Die Idee: Als Folge eines Schlaganfalls, sind Patienten zur eigenständigen Bewegung der Hand häufig nicht mehr in der Lage. Der Handschuh unterstützt Patienten beim Greifen von Gegenständen im Alltag und kann zusätzlich für Rehabilitationszwecke eingesetzt werden. Um die Koordinationsfähigkeit der Finger wiederherzustellen, müssen täglich bis zu 1000 Bewegungen durchgeführt werden. Diese führt der Handschuh automatisch aus und beschleunigt so die Genesung.

 

Gewinner des Sonderpreises: Floating Office

GRÜNDER: Philipp Overath, Maciej Walasek, Florian von Heißen

BRANCHE: Einrichtung

GRÜNDUNG: vrs. 2018

WEBSITE: www.floating-office.info

HINTERGRUND: Mechatronik| Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau | Maschinenbau

Floating Office ist der höhenverstellbare Schreibtisch für das Büro der Zukunft. Der Clou: Die Tischplatte besitzt keine Beine, stattdessen ist sie mit Seilen an der Decke befestigt. Der Tisch kann dadurch in seiner Höhe individuell an den Nutzer angepasst, geneigt und auf Wunsch innerhalb weniger Sekunden bis unter die Decke gefahren werden. Freiraum für Präsentationen oder Workshops entsteht somit auf Knopfdruck. Durch das intelligente Stabilisierungssystem, welches die insgesamt zehn Seile in jeder Höhe optimal verspannt, wird der Tisch zu einem stabil schwebenden Arbeitsplatz.

Die Mission von Floating Office ist es, eine kreative Lösung für die sich verändernden Herausforderungen einer immer flexibleren Arbeitswelt zu schaffen, die von Raumknappheit, steigenden Mietpreisen und mangelnder Ergonomie am Arbeitsplatz geprägt ist.

 

Publikumspreis in der Kategorie Wissenschaftler: Rapid Compact

Die Idee: RapidCompact, entstanden an der TU Darmstadt und am Fraunhofer IGD, ist eine Software zur Reduktion von 3D-Daten für die effiziente Onlinepräsentation. Was bislang in Handarbeit bis zu 60 Minuten brauchte, leistet RapidCompact in 30 Sekunden vollautomatisch. Diese drastische Einsparung an Zeit und Kosten macht die Aufbereitung von 3D-Scans für die Onlinepräsentation, aber auch für Virtual- und Augmented Reality, erstmals im großen Stil möglich.

 

Publikumspreis in der Kategorie Studierende: Sensorpflaster

Die Idee: Wie wäre es, könnte deine Maschine mit dir sprechen? Wie wäre es, wüsstest du immer über ihr Wohlbefinden Bescheid? Hello IIOT. Die Sensortags lassen sich wie eine intelligente Oberfläche über die Bauteile legen und geben dir die nötigen Informationen. Dabei brauchst du nur wenige Sekunden für die Einrichtung – kein lästiges Kabel verlegen und teures Equipment mehr. Eine geniale Investition für die Maschine des 21.Jahrhunderts.