Ringvorlesung Global Challenges 2021

Das COVID-19-Virus hat die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und regiert werden, tiefgreifend verändert. Viele dieser Veränderungen werden bleiben. In unserer interdisziplinären, öffentlichen Ringvorlesung werden wir die Folgen der Pandemie und ihrer Bekämpfung in den Blick nehmen. Themen sind unter anderem die fortschreitende Digitalisierung, die Veränderung der Arbeitswelt und der Geschlechterverhältnisse, aber auch soziale Ungleichheit, Populismus und fake news. Auch das Verhältnis von Wissenschaft und Politik, die Rolle internationaler Zusammenarbeit und die Chancen einer nachhaltigen Entwicklung werden zur Sprache kommen. Was hat die COVID-19-Krise in all diesen Bereichen verändert? Hat sie nur bestehende Veränderungsprozesse beschleunigt oder hat sie ganz neue in Gang gesetzt? Hat sie manche Entwicklungen vielleicht sogar umgekehrt? Diese Fragen wollen wir mit Wissenschaftler*innen aus den Reihen der TU Darmstadt aber auch auswärtigen Gästen besprechen. Die Veranstaltung findet online via zoom statt.

Programmflyer der Ringvorlesung

Kein Staat der Welt ist bislang von den Auswirkungen der globalen COVID-19-Krise verschont geblieben. Die tödliche Pandemie hat unseren Alltag und die Art und Weise, wie wir regiert werden, seit ihrem Ausbruch komplett verändert. Die COVID-19-Krise ist dabei nicht nur eine globale Gesundheitskrise, sondern auch eine Krise sozialer Strukturen und Werte. Neue internationale und interkulturelle Gräben entstehen, Debatten über Solidarität und wirtschaftliche Ungleichheit sind allgegenwärtig, fake news verbreiten sich und Isolation führt zu beispiellosen sozialen Notlagen. Wie die meisten Krisen wirkt auch die COVID-19-Krise dabei als Beschleuniger bereits bestehender gesellschaftlicher, politischer und sozioökonomischer Entwicklungen.

In dieser Vortragsreihe wollen wir die neuen Herausforderungen diskutieren, die die COVID-19-Pandemie an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stellt. Vor dem Hintergrund neuer sozialer Bewegungen wie der „Querdenker“ sowie der oft rasanten Verbreitung von fake news in der COVID-19-Krise muss die Rolle von Wissenschaft und Fachkompetenz neu eingeordnet und diskutiert werden. Während Solidarität in öffentlichen Diskursen zu Beginn der Pandemie an Bedeutung gewann, müssen wir uns heute fragen, was langfristige Solidarität in einer globalen Pandemie bedeutet und welche Konsequenzen sich daraus für ein nationales, regionales oder internationales Verständnis von Solidarität ergeben. Diese Fragen betreffen auch die künftige Gestaltung unserer globalen Zusammenarbeit, beispielsweise im Rahmen der Weltgesundheitsorganisation und damit einhergehenden Fragen wie die Verteilung von Impfstoffen und anderen wichtigen Medikamenten. Auch die Folgen der Pandemie im globalen Süden sowie die langfristigen ökologischen Konsequenzen sollen in der Vorlesungsreihe diskutiert werden.

Die COVID-19-Krise hat auch Fragen nach zukunftsfähigen Modellen des Arbeitens und Wirtschaftens aufgeworfen: wie können wir Arbeitszeiten und Arbeitsplätze flexibler gestaltet, und wie kann der global voranschreitenden Digitalisierung Rechnung getragen werden? Wie kann die deutlich gewordene ungleiche Belastung der Geschlechter durch Kinderbetreuung und home schooling künftig vermieden werden? Welche Konsequenzen ergeben sich aus der COVID-19-Krise für die Weltwirtschaft?

Die Vortragsreihe wird am 12. April mit einer Podiumsdiskussion der drei Projektleiter*innen des iSP-Programms eröffnet, die die diversen Aspekte der COVID-19-Krise vorstellen, breitere Perspektiven zu langfristigen Folgen der Krise bieten und Einblicke in die Praxis der Krisenbewältigung geben werden. Im Sommersemester 2021 wird die Ringvorlesung Global Challenges federführend von Prof. Jens Steffek (Technische Universität Darmstadt) und Miranda Loli (iSP TuE) organisiert.

Eckdaten

Zeit: Montag, 18.00 bis 19.30 Uhr
Ort: virtuell (via Zoom)
Leistungsumfang: 3 CP (benotet, Klausur)
TUCaN-Nr: 02-TE-1002-vl

Zielgruppe

Studierende aller Fachbereiche: Anmeldung über TUCaN sowie separate Anmeldung für jeden Termin erforderlich.

Interessierte Gasthörende: Separate Anmeldung für jeden Termin erforderlich.

So funktioniert die Anmeldung

1. Im Programm der Ringvorlesung (siehe unten) finden Sie alle Termine im Überblick. Für jeden Termin müssen Sie sich separat anmelden.

2. Klicken Sie auf Anmeldung zu diesem Termin.

3. Geben Sie Ihren Namen sowie Ihre E-Mailadresse an. Klicken Sie anschließend auf Registrieren.

4. Sie erhalten nun per E-Mail die Zugangsdaten für diesen Termin.

Programm der Ringvorlesung

12.04.21: Einführung und Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Jens Steffek; Prof. Dr. Liselotte Schebek; Prof. Dr. Alfred Nordmann (TU Darmstadt)

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19.04.21: Viren und Wirren: Wissen und Nichtwissen in der Coronakrise

Prof. Dr. Manfred Prisching (Universität Graz)

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26.04.21: Deutschland in der Doppelkrise: COVID-19 und die Klimakrise

PD Dr. Fritz Reusswig (PIK, Potsdam)

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03.05.21: Modernisierte Geschlechterverhältnisse und die Pandemie als Backlash?

Prof. Dr. Tanja Paulitz (TU Darmstadt)

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10.05.21: Populism in pandemic times: challenges, lessons and impacts

Dr. Aline Burni (DIE, Bonn)

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17.05.21: COVID-19 und die Zukunft globaler Kooperation in Gesundheitsfragen

Prof. Dr. Anna Holzscheiter (TU Dresden)

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31.05.21: Föderales Krisenmanagement

Prof. Dr. Nathalie Behnke (TU Darmstadt)

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07.06.21: Die etwas andere Krise: Wie COVID-19 die EU verändert

Prof. Dr. Philipp Genschel (EUI Florenz)

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14.06.21: Refigurationen der Moderne: Forschung für globales Gemeinwohl

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge (DIE, Bonn)

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21.06.21: Wirtschaftliche Folgen der Coronapandemie

Prof. Dr. Joachim Ragnitz (Ifo-Institut München)

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28.06.21: Auswirkungen der Coronapandemie auf die Arbeitswelt

Prof. Dr. Ralph Bruder (TU Darmstadt)

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05.07.21: Künstlich intelligente Roboter: neue Helfer im Alltag – auch in einer Pandemie?

Prof. Dr. Oskar von Stryk (TU Darmstadt)

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12.07.21: Klausur

Kontakt bei Fragen zur Ringvorlesung

Kontakt bei technischen Fragen zur Anmeldung