Impressionen Career Days Essity und Opel

Von Mensch zu Mensch

Die ersten Career Days an der TU Darmstadt

Im Rahmen „Ein Unternehmen – 30 Studierende – 180 Minuten!“ fanden am 22. und 29. November die ersten Career Days der TU Darmstadt statt. Das neue Angebot vernetzt Studierende und Promovierende der TU mit Fach- und Führungskräften von jeweils einem Unternehmen.

Eine Win-Win-Win-Veranstaltung

Dr. Jan-Peter Busch erläutert die Produktion von Papierhandtüchern. Bild: Inken Bergenthun
Dr. Jan-Peter Busch erläutert die Produktion von Papierhandtüchern. Bild: Inken Bergenthun

Essity, der Hersteller von Tempo, Zewa und Tork, gestaltete den ersten Career Day der TU Darmstadt am 22. November, um seine Bekanntheit unter den TU-Studierenden zu verstärken. Gestartet wurde daher mit einer klassischen Unternehmenspräsentation.

Danach schickte Essity sowohl Produkte zum Anfassen als auch ein motiviertes, authentisches Mitarbeiter-Team zum Ansprechen ins Rennen für einen Austausch in Kleingruppen, von Mensch zu Mensch am Kaffeetisch. Durch mehrfachen Tischwechsel kamen die Teilnehmenden mit Fachkräften verschiedener Unternehmensbereiche und zu unterschiedlichen Themen ins Gespräch. Besonders beeindruckte das Thema „Alltag in der Produktion“ mit TU-Alumnus Dr. Jan-Peter Busch, der seinen Verantwortungsbereich als Prozessingenieur anhand „seines Produkts“ veranschaulichte. „Stark ist, dass man schon früh Personalverantwortung bekommt und schon nach 1,5 Jahren eine eigene Maschine in Betrieb nehmen kann“, erklärte eine Gruppe angehender Papieringenieure in der Kaffeepause beeindruckt.

Ewald Spörer teilt seinen reichen Erfahrungsschatz mit Studierenden und Promovierenden der TU Darmstadt. Bild: Inken Bergenthun
Ewald Spörer teilt seinen reichen Erfahrungsschatz mit Studierenden und Promovierenden der TU Darmstadt. Bild: Inken Bergenthun

„Tolles Format!“ kommentierte Jonas von Irmer, Doktorand am Fachbereich Chemie, diesen ersten Career Day. „Ich habe mich in meinem Studium vor allem mit Naturwissenschaften auseinandergesetzt und mich gefragt: Wie gelingt danach ein erfolgreicher Berufseinstieg und wie gliedere ich mich in ein Unternehmen ein?“ Im Dialog mit Ewald Spörer, einem erfahrenen Essity-Mitarbeiter, konnten im Get-together Fragen wie diese beantwortet werden. „Gut, dass es dieses Angebot nun auch an der TU gibt“, lautet daher sein Fazit.

Mareile Vogler, Leiterin des Referats Alumni und Universitätsförderung, begründet die Einführung des Career-Angebots: „Als ich die Career Days konzipierte war mein Anliegen ein dreifaches „Win“: Als Universität kommen wir unserem Auftrag nach, Studierenden und Promovierenden berufliche Orientierung zu geben. Zugleich bekommen Studierende einzelner Fachrichtungen die Gelegenheit, sehr fokussiert ein Unternehmen sowie die Menschen, die dieses erfolgreich machen, kennenzulernen. Arbeitgeber wiederum erhalten in einem transparenten und klar umrissenen Format Zugang zu Studierenden und Promovierenden, die sich für genau ihr Unternehmen interessieren.“

Der persönliche Austausch von Mensch zu Mensch in lockerer Atmosphäre macht einen Career Day aus. Bild: Peter Schuch
Der persönliche Austausch von Mensch zu Mensch in lockerer Atmosphäre macht einen Career Day aus. Bild: Peter Schuch

„Ich bin einer von Ihnen“

„Ich bin einer von Ihnen!“ Alumnus Martin Vögler präsentiert seinen Verantwortungsbereich bei Opel. Bild: Inken Bergenthun
„Ich bin einer von Ihnen!“ Alumnus Martin Vögler präsentiert seinen Verantwortungsbereich bei Opel. Bild: Inken Bergenthun

Den zweiten Career Day mit der Opel Automobile GmbH am 29. November prägte von Beginn an eine persönliche Atmosphäre.

„Ich bin einer von Ihnen!“, begann Martin Vögler, Director Engine Hardware Engineering, die Kurzvorstellung seines Werdegangs und seines Arbeitsbereichs bei der Opel Automobile GmbH. Der TU-Absolvent startete 1992 als Konstruktionsingenieur bei Opel. Seine 25 Jahre Berufserfahrung verdichtete der Manager zu einer spannenden Präsentation von 10 Minuten.

Weitere 10 Minuten schilderte Stefan Gloger, ebenfalls Maschinenbau-Alumnus der TU, wie seine Aufgaben als Technical Fellow des Unternehmens und damit als eine Art freies Radikal zwischen Vorstand und ArbeitskollegInnen aussehen. Danach kam es auch hier zum Austausch in Kleingruppen mit den Fach- und Führungskräften. Diese zeigten Freude und Einsatz, auch beim anschließenden Get-together, bei dem sie viele weitere Fragen beantworteten.

Alumnus Stefan Gloger ist auch beim Get-together mit viel Freude dabei. Bild: Inken Bergenthun
Alumnus Stefan Gloger ist auch beim Get-together mit viel Freude dabei. Bild: Inken Bergenthun

Mathias Bart, Student am Fachbereich Maschinenbau und ehemaliger Opel-Stipendiat im Rahmen des Deutschland-Stipendiums erreichte hierbei sein Tagesziel: Den Kontakt zu seinem Förderer zu erneuern, um sich für ein Praktikum zu bewerben.

Auch Physiker Dr. Eiko Gütlich ist zufrieden „Was ich ganz toll finde ist, dass sich diese Liga bereit findet, dabei zu sein”, meint er zum Opel Career Day. Warum sie das tun? „Mir macht so was Spaß“ erklärt Gloger, das freie Radikal, „Und ich habe die Verbindung zur TU behalten bzw. nun wieder erneuert. Es ist schön, dass sich die Hochschule heute um solche Dinge kümmert.“