Ausstellung

11. Darmstädter Tage der Fotografie: Skurrile Fluchten – Humor in der Fotografie

23. Oktober bis 1. November 2020

Trailer der Ausstellungseröffnung von Stefan Daub (Dauer: 01:00)

Die triennal stattfindenden Darmstädter Tage der Fotografie (DTdF) zählen zu den wichtigsten deutschen Fotofestivals. Mit Fokus auf internationale, zeitgenössische Fotografie setzt es relevante Themen und fördert den interdisziplinären Diskurs in der Fotografie. Fotoausstellungen, Fachsymposien und Diskussionen geben der Auseinandersetzung über Fotografie eine einzigartige Dichte. Zum Festival erscheint traditionell ein umfangreicher Katalog.

Bereits zum dritten Mal beteiligt sich das Kunstforum der TU Darmstadt an den Darmstädter Tagen der Fotografie. Die elfte Ausgabe des Festivals widmet sich dem Thema „Skurille Fluchten – Humor in der Fotografie“. Bereits mit der vom Kunstforum der TU Darmstadt kuratierten Ausstellung TRAUTES HEIM vom 12. September bis 15. November findet der Auftakt des Festivals statt, welche im Konsum im Ledigenwohnheim in der (Pützerstraße 6, 64283 Darmstadt) und an verschiedenen öffentlichen Plätzen im Stadtzentrum der Wissenschaftsstadt gezeigt wird.

In der Festivalwoche vom 23. Oktober bis 1. November 2020 stehen in den insgesamt zwölf Ausstellungen die Arbeiten von 45 internationalen Fotografinnen und Fotografen im Vordergrund. Der Festivalparcours zwischen den Ausstellungshäusern verbindet die kuratierten Ausstellungen mit den Off-Spaces in der Stadt. Das Programm der 11. Darmstädter Tage der Fotografie wird um Symposien, die Abschlussausstellung der Künstlerresidenz sowie Bewegtbildformate ergänzt. Den Auftakt zur Festivalwoche stellt die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten »8. Merck-Preises der Darmstädter Tage der Fotografie« zum Jahresthema „Skurrile Fluchten – Humor in der Fotografie“ dar. Dieses erhält vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eine aktuelle Brisanz. Den ausgewählten fotografischen Arbeiten wird hierdruch eine erweiterte Lesart hinzugefügt.

Humor und Fotografie haben mehr Gemeinsamkeiten als vordergründig ersichtlich ist. Beide durchleuchten bestehende Verhältnisse, überspitzen Ereignisse und verarbeiten Erfahrungen aus einem eigens ausgewählten Blickwinkel. Fotografie visualisiert mit präziser Pointierung, skurrilen Perspektiven, konzentrierten Momenten oder einer eigenwilligen Inszenierung die Welt, in der wir leben. Erst durch eine entrückte Betrachtungsweise gewinnen wir neue Einsichten Humor schaut charmant auf Alltägliches, skizziert mit leicht verschobenen Blick das Gegenteil, spielt mit vordergründigen Assoziationen – und Hintergründiges blitzt auf. Humor oder Satire im Bild können komische Situationen, überraschende Wendungen und unerwartete Widersprüche sichtbar machen. Die distanzierte oder verschobene Betrachtungsweise vermittelt uns neue Perspektiven – und im Idealfall lässt sich aus den unerwarteten Erkenntnissen gesellschaftliches Handeln ableiten. Sie machen in jedem Fall den Ernst des Lebens erträglicher und hinterfragen unsere Einstellungen, Werte und Vorurteile.