Just Nature

JUST NATURE

16. März – 26. Mai 2019

 

Vernissage

16. März 2019, 18:00 Uhr im Kunstforum der TU Darmstadt

Susannah Martin, Fräulein, 2010, Copyright: Künstlerin
Susannah Martin, Fräulein, 2010, Copyright: Künstlerin

Die Ausstellung JUST NATURE ist Teil des Festivals sex@thecity und eine Kooperation mit der Centralstation Darmstadt und profamilia e.V.

In der Ausstellung JUST NATURE im Frühjahr 2019 geht es um Freiheitsentwürfe, die sich im Verhältnis von Mensch und Natur niederschlagen.

Welche Bilder von Natur sind in der aktuellen Zeit vorherrschend und wie wird der menschliche Körper in der Landschaft dargestellt? Dem überwiegend digitalen Leben stellt die Ausstellung JUST NATURE im Kunstforum der TU Darmstadt die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Natur gegenüber, fragt nach möglichen gesellschaftlichen Utopien jenseits von Internet und Virtualität.

Bereits in der Ausstellung LOST IN TRANSITION – vom Flüchtigen, Ephemeren (24. September bis 10. Dezember 2017) thematisierte der US-amerikanische Künstler William Lamson mit seiner Videoarbeit „In the roaring garden“ die Gedanken des Transzendentalisten Henry David Thoreau (1817-1862). Dieser hatte bereits in seinem 1854 erschienenen Buch „Walden. Oder das Leben in den Wäldern“ die Frage nach einem einfachen Leben in der Natur beschrieben – und hochaktuelle Thesen aufgestellt. Diese Anregungen werden in JUST NATURE aufgegriffen.


"Die Kunst ist niemals keusch." (Pablo Picasso)


Im Fokus der von Julia Reichelt kuratierten Schau steht das Werk der USamerikanischen Künstlerin Susannah Martin (*1964, New York). Ihre dem klassischen Thema „Akt in der Landschaft“ verpflichteten Gemälde überraschen nicht nur durch vielschichtige Anspielungen. Bekannte Motive finden sich darin ebenso wie bestimmte Epochen der Kunstgeschichte, etwa das Gemälde „Déjeuner sur l´herbe“ (Das Frühstück im Grünen) von Éduard Manet (1863) oder die Zeit der Lebensreformbewegung um 1900.

Susannah Martin findet eine völlig eigene Bildsprache, um das Verhältnis des Aktes in der Natur darzustellen. Für sie ist der entblößte Mensch, der bar jeglicher sozialen Indikatoren ist, ein Symbol des Menschen schlechthin. In seinem Verhältnis zur Natur spiegelt sich die antagonistische Kluft zwischen natürlichem und naturverbundenem Zustand und dem Menschen als Konsumenten oder kulturellem Wesen: „I am interested in exploring further the nature of our enslavement to our own cultural creations and our psychic battle for liberation from these addictions.“ (Susannah Martin).

Susannah Martin, Mirror Lake, 2017, Copyright: Künstlerin
Susannah Martin, Mirror Lake, 2017, Copyright: Künstlerin