LOST IN TRANSITION – vom Flüchtigen, Ephemeren

21.09.2017

LOST IN TRANSITION – vom Flüchtigen, Ephemeren

Ab 24. September: Ausstellung im Kunstforum der TU und im Atelierhaus

Die Ausstellung LOST IN TRANSITION macht flüchtige Augenblicke und Empfindungen sichtbar. Sie thematisiert kurz andauernde Prozesse ebenso wie das Erinnern und Vergessen – vom 24. September bis 10. Dezember im Kunstforum der TU Darmstadt und im Atelierhaus Darmstadt.

Mit künstlerischen Arbeiten von rund zwanzig Kunstschaffenden aus dem In- und Ausland macht die Ausstellung LOST IN TRANSITION flüchtige Augenblicke und Empfindungen sichtbar. Sie thematisiert einerseits transitorische Prozesse der Natur wie Wolkenbildung, Fließendes und Schmelzendes sowie andererseits Veränderungen menschlicher Identitäten und die Unbeständigkeit des Erinnerns. Die Schau schlägt so einen Bogen von der Natur zu gesellschaftlichen Phänomenen des Ephemeren und Schnelllebigen und regt zur tieferen Auseinandersetzung an.

Nach „UNBEHAUST – von Häusern und Städten“ im September 2016 ist „LOST IN TRANSITION – vom Flüchtigen, Ephemeren“ die zweite Zusammenarbeit zwischen Atelierhaus Darmstadt und dem Kunstforum der TU Darmstadt.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler (Auswahl): Álvaro Martínez Alonso, Nadine Bracht, Paula Doepfner, Natascha Kassner, Young-Bae Kim, William Lamson, Gerhard Lang, Thomas Sterna.

Konzept: Michaela Schrabeck (Atelierhaus Darmstadt). Kuratiert von Julia Reichelt (Kunstforum TU Darmstadt) und Michaela Schrabeck (Atelierhaus Darmstadt).

Zur Ausstellung LOST IN TRANSITION – vom Flüchtigen, Ephemeren

Seit jeher ist das Festhalten flüchtiger Augenblicke und Empfindungen eines der großen Anliegen Bildender Kunst. In unserer Zeit kommt dem Thema jedoch besondere Bedeutung zu: Durch die zunehmende Beschleunigung des modernen Lebens gewinnt das Flüchtige an Brisanz und Aktualität. Beständigkeit scheint es nicht mehr zu geben, der stete Fluss der Zeit ist vielerorts zu einem reißenden Strom geworden und das Verweilen eine Kunst. Zeitgenössische Soziologen und Philosophen sprechen von Atemlosigkeit und „flüssigen Zeiten“.

Angesichts vielfältiger Zerstreuungen und Möglichkeiten sehen sie aktuell wachsende Schwierigkeiten, Lebensmitte und Halt zu finden.

Gerade im Rhein-Main-Gebiet leben einige Menschen in einer für sie anfangs fremden Umgebung oder Kultur. Selbst gewählte oder erzwungene Neuanfänge, kürzere oder längere Aufenthalte, private oder berufliche Gründe, Flucht und Arbeitsmigration, Veränderungen und neue Chancen, Zukunftsvisionen im Umfeld neuer Technologien: Das sind nur einige Gründe für ständigen Wechsel in unserer Region. Viele erleben es als Chance; viele jedoch sehen vor allem auch Verluste im zu schnellen Wandel.

Die Ausstellung LOST IN TRANSITION stellt einerseits das Veränderliche, Ephemere als natürliche Prozesse in den Mittelpunkt der Betrachtung, andererseits wird der Aspekt der Verunsicherung und des Verlusts thematisiert. Die künstlerischen Werke reflektieren vielfältig das aktuelle Thema der Schnelllebigkeit.

Hintergrund: Das Kunstforum der TU Darmstadt

Das Kunstforum der TU Darmstadt hat seinen Ankerpunkt in der Ausstellungshalle im Alten Hauptgebäude, Hochschulstraße 1, zweiter Stock, und bespielt darüber hinaus auch weitere Orte der TU mit künstlerischen Aktivitäten, so zum Beispiel den Schlossgarten. Es versteht sich als Ort der Begegnung, der Auseinandersetzung mit allen Facetten der Kunst von Malerei über Installation, Fotografie, Video, Performance, Musik bis hin zum Tanz. Jungen, noch nicht etablierten Kunstschaffenden wird eine öffentliche Plattform ermöglicht. Andererseits werden tradierte Positionen gewürdigt. Die Ausstellungen beziehen sich auf gesellschaftlich relevante Themen. Mit der Ausrichtung auf aktuelle Themen vervollständigt das Programm des Kunstforums der TU Darmstadt das der vorhandenen Kunstszene in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

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