Schneller vom Labor in die Anwendung

Das Förderprogramm „Pioneer Fund“ unterstützt drei weitere Projekte

24.11.2020 von

Selbstlernende Roboter in der Automobilindustrie, edelmetallfreie Katalysatoren für Brennstoffzellen und ein spezielles System zur Züchtung von organähnlichen 3D-Zellkulturen – damit beschäftigen sich Forschende der TU Darmstadt in den drei jetzt bewilligten Forschungsprojekten des Pioneer Fund. Das gemeinsame Innovationsförderprogramm der TU Darmstadt und des ENTEGA NATURpur Instituts unterstützt den Transfer von der Forschung in die Anwendung seit 2017 mit insgesamt 600.000 Euro jährlich.

Das Team „ORGAN-iser“ entwickelt Zellkulturen für pharmakologische Wirkstofftests: Dr. Katrin Töpfer, Professor Steffen Hardt, Dr. Nils Offen, Professorin Ulrike Nuber, Professor Heinz Koeppl (v.li. n.re.).

ORGAN-iser: Neues System für 3D-Zellkulturen

Die Pharmaforschung steht vor einem grundsätzlichen Problem: Rund 80 Prozent der Wirkstoffkandidaten, die in Vorversuchen mit Zellkulturen und Tieren den gewünschten Effekt zeigten, scheitern in Studien am Menschen. Hier setzt das Pioneer Fund-Projekt von Professorin Dr. Ulrike Nuber und Dr. Katrin Töpfer aus dem Fachbereich Biologie an. Ihr Team hat zusammen mit den Gruppen von Professor Dr. Steffen Hardt (Fachbereich Maschinenbau) und Professor Dr. Heinz Koeppl (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik) ein System namens ORGAN-iser entwickelt. Es dient der Herstellung menschlicher 3D-Zellkulturen, die unseren Organen ähneln und in Wirkstofftests eingesetzt werden sollen.