Soforthilfe für Studierende

TU Darmstadt bildet Unterstützungsfonds und ruft zu Spenden auf

04.06.2020

Die Technische Universität Darmstadt hat einen finanziellen Hilfsfonds für TU-Studierende gebildet, die durch die Corona-Pandemie in Existenznöte geraten sind. Die Universität stellt zum Start des Fonds 90.000 Euro bereit. Das Präsidium, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und der seit 1992 wirkende Verein für in Not geratene Studierende rufen gemeinsam die Öffentlichkeit zu weiteren Spenden auf.

Corona-Sozialfonds: Die TU Darmstadt hat einen finanziellen Hilfsfonds für TU-Studierende in Not aufgelegt.

Die derzeitigen Einschnitte in der Wirtschaft und die Beschränkungen im privaten Alltag bringen auch viele Studierende um ihre Existenz sichernden Nebenjobs. Oft fehlen Anschluss-Perspektiven, weil der Stellenmarkt eingebrochen ist. Aber auch familiäre und gesundheitliche Gründe stellen immer stärker eine Hürde dar. So können Studierende elementare Kosten wie Miete oder Krankenversicherung nicht mehr finanzieren.

Um die wachsende Zahl von Hilfesuchenden zu unterstützen, hat das Präsidium der TU Darmstadt nun einen Corona-Sozialfonds geschaffen und zum Start mit 90.000 Euro ausgestattet. Die Mittel stammen aus Einnahmen der Universität durch Campuswerbung und Hörsaalsponsoring. Der AStA plant, weitere 10.000 Euro dazuzugeben. „Wir bringen den Corona-Sozialfonds auf den Weg, damit Studierenden schnell und unbürokratisch geholfen werden kann“, so Professor Dr.-Ing. Jens Schneider, Vizepräsident für Transfer und Internationalisierung der TU Darmstadt. „Da es um die Existenz vieler Studierenden geht, halte ich die Zusammenarbeit des Präsidiums, des AStA und des Fördervereins für sehr wichtig und diesen Sozialfonds für einen guten Anfang“, erklärt Domenic Kehrer, gewählter Referent des AStA.

Notlagen überbrücken

Aus dem Sozialfonds erhalten Studierende, die ihre Notsituation mit einem Antrag plausibel darlegen, ab sofort eine einmalige Beihilfe von 300 Euro, die nicht zurückgezahlt werden muss. Die Bedürftigkeit prüft der seit 1992 existierende Förderverein für in Not geratene Studierende der Technischen Universität Darmstadt e.V. nach seinen bewährten Kriterien. Dabei wird der Verein von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des AStA unterstützt. Die TU Darmstadt übernimmt die finanzielle Abwicklung, um den Förderverein zu entlasten.

„Wir erleben hier hautnah, wie drastisch Corona unsere Studierenden trifft“, beschreibt Jalal El Asri, Vorstandsmitglied des Fördervereins, die angespannte Lage. „Zum Beispiel droht einer brasilianischen Studentin, ihr Zimmer in Darmstadt zu verlieren, weil sie seit Wochen mittellos in ihrer Heimat festsitzt“, so El Asri. Die Fördereinrichtung unterstützt jährlich etliche Studierende in akuten Notsituationen. Doch wegen der Folgen der Corona-Pandemie sind die Mittel des Vereins, der sich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert, vollends erschöpft. Deshalb ist der Verein auf Zuwendungen und Spenden aus der Universität und der Gesellschaft angewiesen.

Weiteres finanzielles Engagement erforderlich

Um die Notlage der vielen erwerbslos gewordenen Studierenden zu lindern, bedarf es eines Vielfachen des bisher zur Verfügung stehenden Betrags. Daher ruft die TU Darmstadt private und öffentliche Spenderinnen und Spender auf, sich der Aktion anzuschließen und sich für den Corona-Sozialfonds zu engagieren.

TU-Spendenkonto bei der Sparkasse Darmstadt

Technische Universität Darmstadt
DE83 5085 0150 0000 7643 70
HELADEF1DAS
Stichwort: Coronafonds

Corona-Sozialfonds der TU Darmstadt

ib / feu